Von Thomas Bührke

Die US-Raumsonde "Phoenix" ist auf ihre 680 Millionen Kilometer lange Reise zum Mars gestartet. Die Mission soll nach großen Wasservorkommen auf dem Roten Planeten suchen.

Die Mars-Forschung geht in eine neue Runde. Von Cape Canaveral aus soll an diesem Samstag die 386 Millionen Dollar teure Sonde Phoenix starten und am 25. Mai nächsten Jahres nach einer 680 Millionen Kilometer langen Reise auf dem Roten Planeten landen.

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Ziel ist die bislang unerforschte Nordpolregion, wo Wissenschaftler große Wasservorkommen im Boden vermuten. Mit seinem Analyselabor an Bord soll Phoenix nach Hinweisen auf vergangene Klimaänderungen und organische Moleküle suchen.

Die Nasa wählte den Namen, weil die Sonde gewissermaßen die Wiedergeburt des Mars Climate Orbiter und des Polar Lander darstellt, die beide 1999 auf dem Mars zerschellt waren. Ursache hierfür war eine peinliche Verwechslung der Maßeinheiten Zentimeter und Zoll in zwei Nasa-Zentren. Dies führte zu falschen Entfernungsangaben und damit zum Absturz und Totalverlust der beiden Raumschiffe.

Anschließend wurde zwar der Mars Surveyor Lander gebaut, aber dann doch nie gestartet und eingemottet. Aus dessen Hardware bauten die Hersteller nun große Teile des Phoenix.

25.000 Kilometer pro Stunde

Lange Zeit hatten Experten nach einem geeigneten Landeplatz gesucht, der drei wichtige Kriterien erfüllt: Erstens sollte es dort mit hoher Wahrscheinlichkeit in wenigen Zentimetern Tiefe Wassereis geben. Zweitens darf das Terrain nicht steiler als fünf Grad geneigt sein, und drittens dürfen dort nicht viele Steine mit mehr als einem halben Meter Durchmesser liegen.

Entschieden hat man sich schließlich für einen Platz nahe des 68. nördlichen Breitengrades. Auf der Erde liegt an der entsprechenden Stelle Zentralgrönland. Die komplizierte Landesequenz muss automatisch ablaufen, weil Funksignale mehrere Minuten von der Erde bis zur Sonde benötigen.

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