Das Himmelgeschoss hatte 300 Meter Durchmesser und wurde erst im Dezember entdeckt.
Ein Meteorit, den die Astronomen erst im vergangenen Monat im All entdeckt haben, raste heute morgen um 7.57 Uhr mitteleuropäischer Zeit an der Erde vorbei. Die Entfernung entsprach nur zweimal der Distanz zwischen dem Mond und unserem Planeten, meldet der Online-Dienst des britischen Nachrichtensenders BBC. Das ist nach kosmischen Maßstäben sehr knapp. Wissenschaftler nehmen das Ereignis zum Anlass, auf die mögliche Gefahr, die der Erde durch Meteoriteneinschläge drohen könnte, hinzuweisen.
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300 Meter Durchmesser
Astronomen von NEAT (Near Earth Asteroid Tracking), das dem amerikanischen Jet Propulsion Laboratory in Pasadena im Kalifornien angeschlossen ist, haben den Meteoriten im Dezember entdeckt. Sie sprechen von einem "Apollo-Objekt". Denn der Meteorit, der als 2001 YB5 bezeichnet wird, hat eine stark elliptische Bahn, die die Flugbahnen von Mars, Erde, Venus und Merkur kreuzt. Er umrundet die Sonne alle 1,321 Tage.
Großes Zerstörungspotential
Tschechische Forscher vom Klet Observatorium in Ceske Budejovice haben den Meteoriten während seines Flugs an der Erde vorbei beobachtet. 2001 YB5 hat ungefähr 300 Meter Durchmesser und hätte, wenn es zu einem Aufprall gekommen wäre, ein ganzes Land auslöschen können, heißt es bei BBC. 150 Kilometer im Umkreis wäre alles dem Erdboden gleichgemacht worden. Noch bis 800 Kilometer um den Einschlagsort wäre alles stark verwüstet gewesen. Ein Aufprall in einem Ozean hätte Flutwellen verursachen können, die eine verheerende Wirkung auf Küstenstädte haben.
Was die Statistik sagt
Wissenschaftler weisen nun darauf hin, dass laut Statistik alle 5000 Jahre ein Meteorit der Größenordnung von 2001 YB5 auf die Erde treffen könnte. Das sei jedoch eine Annahme, die sich in historischer Zeit nicht bestätigt habe.
(sueddeutsche.de/BBC)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak