Die Raumsonde Phoenix hat bei ihren Grabungen auf dem Roten Planeten Klumpen eines hellen Materials gefunden. Tage später war es einfach verschwunden.
Die Marssonde Phoenix hat bei der Aushebung eines Grabens vermutlich Eisstückchen zu Tage gefördert. Wie die Nasa auf ihrer Internetseite mitteilt, waren auf Aufnahmen, die Phoenix am Sonntag vom sogenannten Dodo-Goldilocks-Graben gemacht hatte, mehrere würfelgroße Stücke eines hellen Materials zu sehen. Auf zwei Tage später erstellten Fotos waren diese Ablagerungen dann verschwunden.
War es Eis? Aufnahmen der Sonde "Phoenix" vom Sonntag zeigen helle Ablagerungen in einem Graben auf dem Mars - später waren sie verschwunden. (© Foto: AP)
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"Es muss sich um Eis handeln", sagte der Forschungsleiter der Phoenix-Mission, Peter Smith von der Universität von Arizona der Nasa zufolge. Darauf deute das Verschwinden der kleinen Klumpen wenige Tage nach ihrer Ausgrabung hin. Denn man habe zunächst vermutet, dass es sich um Salz handele. Doch Salz könne nicht so einfach verschwinden. Wassereis hingegen kann verdunsten, wenn es bestimmten atmosphärischen Bedingungen ausgesetzt wird.
Auch bei der Aushebung eines anderen Grabens glauben die Forscher auf Eis gestoßen zu sein. Der Roboterarm von Phoenix sei bei seinen Arbeiten in Snow White 2 auf einen harten Untergrund gestoßen, berichtet die Nasa. Dieser befinde sich in der gleichen Tiefe wie die zunächst gefundenen hellen Klumpen. Die Wissenschaftler nehmen an, dass es sich um eine Eisfläche handelt.
Ängste der Forscher
Dass es auf dem Mars Eis gibt, ist keine neue Entdeckung. Wie die New York Times schreibt, wurde bereits früher am Nordpol des Planeten eine dauerhafte Eisfläche gefunden. Messungen hätten zudem darauf hingedeutet, dass es dort auch unter der Oberfläche Eis gebe. Auch unter dem Südpol liegt ein Eismeer.
Dennoch seien die jetzigen Funde "außerordentlich aufregend", sagte Forschungsleiter Smith der New York Times. "Eine der größten Ängste, die ich bei der Mission hatte, war, dass wir graben und graben und niemals irgendetwas finden", gestand er der Zeitung.
Die Frage, die die Wissenschaftler beschäftigt, ist, ob das Eis auf dem Mars jemals geschmolzen war und auf dem Planeten somit die Bedingungen für Leben gegeben waren. Proben der jetzt womöglich gefundenen Eisfläche könnten Aufschluss über die Klimageschichte des Planeten geben: Seine chemische Zusammensetzung und Unreinheiten im Material könnten laut New York Times zeigen, ob das Eis jemals Wasser gewesen ist.
Unterdessen arbeiten Techniker weiter daran, ein Speicherproblem an der Sonde zu lösen, durch dass am Dienstag wissenschaftliche Daten und vor allem Bilder verlorengegangen sind. "Wir verstehen jetzt, was passiert ist, und können es durch eine Änderung an der Software lösen", sagte Projektmanager Barry Goldstein der Nasa zufolge.
Phoenix war am 25. Mai in der Nähe des Nordpols des Roten Planeten gelandet. Die 420 Millionen Dollar teure Mission soll drei Monate lang dauern.
(sueddeutsche.de/gal)
Gysi gegen Lafontaine
In meinem Büro ists so heiß ich hätt jetzt auch gern ein Eis.... Der Mars hat ganz schön glück. Mmmm ich glaub ich hol mir ein Marseis vom Kiosk...