Sechs Jahre nach seiner Landung auf dem Mars schwinden die Chancen auf einen weiteren Betrieb des Rovers Spirit. Der Roboter steckt im Sand fest und der Mars-Winter naht.
Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat den sechsten Jahrestag der Ankunft ihres Forschungsroboters Spirit auf dem Mars gefeiert. Viel Grund zur Fröhlichkeit gab es allerdings nicht: Seit Ende April steckt der Rover im Sand fest, mehrere seiner sechs Räder sind beschädigt. Alle Versuche, ihn aus der Sandfalle zu befreien, schlugen fehl.
Sechs Jahre lang war er aktiv: Spirit in einer grafischen Darstellung der Nasa zu sehen. (© Foto: dpa)
Anzeige
Die NASA fürchtet daher, dass Spirit den kommenden Winter nicht überleben wird, da seine Batterien sich wegen der verstaubten Sonnensegel kaum mehr aufladen können. Hinzu kommt, dass sich der Roboter auf der Südhalbkugel des Roten Planeten befindet, wo jetzt Herbst ist und die Menge des zur Verfügung stehenden Sonnenlichtes abnimmt.
Spirit könne auch dort, wo er jetzt steht, bedeutende Forschungsarbeit leisten, gab sich die NASA anlässlich des Jubiläums verhalten optimistisch. Er könne noch das Wetter beobachten und seine nähere Umgebung weiter untersuchen. Immerhin eine Entdeckung ist dem feststeckenden Roboter noch gelungen: Durch die Versuche, ihn zu befreien, wurden auch geringe Mengen von Sulfaten aufgewirbelt, die aus Dampf entstehen - ein Beweis für die Existenz von Wasser auf dem Mars.
Spirit war am 3. Januar 2004 auf dem Mars gelandet. Ursprünglich war der Einsatz des 180 Kilogramm schweren Roboters nur für drei Monate angesetzt.
- Weltraumforschung Geringes Budget bedroht US-Raumfahrtpläne 13.08.2009
- Astronomie Methan auf dem Mars 16.01.2009
- Space Shuttle Atlantis Letzter Flug ins All 14.05.2010
- Mars Rover "Opportunity" "Bilder, die kein Mensch zuvor gesehen hat" 27.04.2010
- 20 Jahre Weltraumteleskop Hübsch gemacht, Hubble 24.04.2010
- Raumfahrt US-Luftwaffe schießt Raumfähre ins All 23.04.2010
- Astronomie Dynamische Sonne 22.04.2010
(sueddeutsche.de/AFP/beu/joku)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Sechs Jahre = 72 Monate Betriebsdauer anstelle der der 3 Monate die ursprünglich geplant waren. Spirit hat sein Soll deutlich übererfüllt. Überhaupt scheinen die NASA Techniker mit ihren Kreationen eine sichere Hand zu haben. Nicht nur Spirit und Hubble, auch viele der anderen Sonden und Roboter haben ihr Soll übererfüllt. Den US-Steuerzahler sollte das eigentlich freuen, denn zu wissenschaftlichen Zwecken ist teuer.