Frank Hartman ist "Mars Rover Driver". Er lenkt den Nasa-Roboter Opportunity über den Mars - aus 170 Millionen Kilometern Entfernung.
Um seinen Dienstwagen dürften Frank Hartman sehr viele Menschen beneiden. Das Gefährt, das der Amerikaner Tag für Tag pilotiert, ist zwar schon etwas klapprig. Es ist weder schnell noch besonders neu, und wirklich windschnittig sieht es auch nicht aus. Dafür hat es einen entscheidenden Vorteil: Es rumpelt über einen anderen Planeten.
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Beim nächsten Stein rechts abbiegen. Jedes Funksignal vom Fahrzeuglenker auf der Erde an die Rover auf dem Mars ist 20 Minuten unterwegs. (© Foto: AP/Nasa)
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Frank Hartman ist "Mars Rover Driver". Er gehört zu den wenigen Auserwählten, die Spirit und Opportunity, die beiden Rover der US-Raumfahrtbehörde Nasa, über den Roten Planeten lenken dürfen.
Das Zwillingspärchen ist dort seit mehr als sechs Jahren unterwegs. Und auch wenn sich Spirit mittlerweile hoffnungslos festgefahren hat und Opportunity immer mehr Alterswehwehchen offenbart, gehören die Rover doch zu den großen Erfolgsgeschichten der Nasa. Gerade erst hat Hartman mit seinem Schützling Opportunity die 20-Kilometer-Marke geknackt.
"Opportunity überrascht uns jeden Tag aufs Neue", sagt Frank Hartman, "und sei es nur, weil er noch immer fährt." Der Ingenieur spricht ruhig und überlegt.
Ein Kommando braucht 20 Minuten bis zum Mars
Er ist - auch wenn die Lederjacke einen anderen Eindruck vermittelt - kein Draufgänger, kein rücksichtsloser Fahrer. Schon im Januar 2004, als Opportunity von seiner Landefähre rollte, saß Hartman am Steuer.
Wobei "Steuer" der falsche Ausdruck ist: "Es ist nicht so, dass wir Opportunity von der Erde aus mit einem Joystick lenken", sagt der Rover-Chauffeur.
Allein schon die Entfernung verbietet das: Ein Kommando braucht im Schnitt 20 Minuten, bis es den Mars erreicht; die Rückmeldung von dort dauert noch einmal so lang.
Jeden Morgen geben die Fahrer den Robotern daher die Marschrichtung für die nächsten Stunden vor. Die Rover drücken aufs Gas, halten sich an die gewünschte Route und melden am Ende des Tages Vollzug.
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Machtkampf in der Linken
Geil ich bin neidisch.
Kommt hier wieder mal das alte v.a. von Geisteswissenschftlern gepflegtes Vorurteil durch?
Ingenieure sind meistens Menschen, die sich für Technik begeistern können. Deshalb sind sie Ingenieur geworden und haben technische Vorgänge verstehen gelernt. Um sich für etwas begeistern zu können muss man übrigens ein emotionaler Mensch sein und das sind Ingenieure nach meiner Erfahrung oft.
Wer soll bei einer solchen Aufgabe wie "Mars Rover Driver" denn sonst sentimental werden, wenn nicht ein Ingenieur. Ein Betriebswirtschaftler vielleicht oder ein Historiker oder vielleicht gar ein Psychologe?
Ingenieure und Naturwissenschaftler kennen übrigens auch die Grenzen ihrer wissenschaftlichen Methoden und wenden sie i.A. nur dort an, wo sie anwendbar sind. Ingenieure sind "Technologen" keine "Technokraten" und schon gar keine "Mechanizisten". Die suchen sie besser unter Psychologen, Theologen, Soziologen und sonstigen Geistes- und Sozialwissenschaftlern. Dort finden sie die Leute, die glauben auch im emotionalen oder künstlerischen Bereich noch mit technischen Spezifikationen arbeiten zu können.
Entdecke ich da vielleicht ein bisschen Ironie. :-)
In Deutschland ist solche Forschung schon deshalb ausgeschlossen, weil Hartman diesen Dienstwagen versteuern müsste. :-)