Von Henning Hochrinner

Forscher halten es für möglich, dass hohe Salzkonzentrationen Wasser auf dem Mars flüssig halten könnten. Die Hinweise kommen von der erforenen Sonde Phoenix.

Forscher der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa haben nach eigenen Angaben Hinweise für flüssiges Wasser auf dem Mars entdeckt.

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Kleckse auf einem Bein der Nasa-Sonde "Phoenix" verhalten sich wie flüssiges Salzwasser. (© Foto: NasaJPL-Caltech/University of Arizona)

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In einer Studie erklären 21 Wissenschaftler um den Atmosphärenforscher Nilton Renno, dass hohe Salzkonzentrationen das Wasser flüssig halten könnten.

Dies gelte auch bei Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, wie sie auf dem Mars herrschten. Solche Salze, wahrscheinlich Kalzium- und Magnesiumperchlorat, haben diese Forscher mit der Phönix-Sonde im Marsboden auch schon nachgewiesen.

Die Wissenschaftler nehmen daher an, dass es auf dem Mars ganze Schichten von Salzwasser gibt. Bilder, die nach der Landung der Sonde am 25. Mai 2008 entstanden sind, sollen diese Theorie stützen. Sie zeigen Kleckse auf einem Bein von Phönix, die sich wie flüssiges Salzwasser verhalten und wachsen, indem sie Wasser aus der Atmosphäre absorbieren oder sich zu größeren Tropfen verbinden.

Während der Landung könnten die Düsen der Sonde Eis geschmolzen haben oder Salzwasser sei direkt auf die Marssonde gespritzt, sagte Renno dem Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Michael Hecht, der ebenfalls dem Phönix-Team angehört, ist jedoch skeptisch. Er hält die beobachteten Flecken auf dem Mars eher für Eis, das sich verformt, weil es Wasserdampf absorbiert.

Ernst Hauber, Planetengeologe am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt, stützt Hechts These: "Würde es oberflächennahes flüssiges Wasser geben, wäre es schon früher in der Struktur des Planeten entdeckt worden."

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(SZ vom 19.02.2009/hoch/mcs)