Ingenieure wollen Moskitos künftig mit Selbstschussanlagen zu Leibe rücken. Lasertechnik soll es möglich machen.
Im Kampf gegen Malariamücken fahren Forscher schweres Geschütz auf: Ingenieure des amerikanischen Intellectual Ventures Lab haben eine Moskito-Selbstschussanlage mit Laserkanone konstruiert.
Ein Laserstrahl versengt eine Mücke. (© Foto: Intellectual Ventures Lab)
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Der Prototyp gleicht einem Zaun aus Infrarotlicht, an dessen Eckpfosten LED-Lampen Lichtstrahlen aussenden, die ein Reflektor am gegenüberliegenden Pfosten zurückwirft. Durchfliegt ein Insekt die Lichtschranke, wird ein harmloser Laserstrahl abgefeuert, der das Insekt abtastet. Ein Computerprogramm erkennt, ob es sich um einen Schmetterling oder eine Mücke handelt und unterscheidet sogar zwischen blutsaugenden Moskitoweibchen und den kleineren Männchen. Wird eine Malariamücke identifiziert, löst das einen zweiten, tödlichen Laserstrahl aus. Das getroffene Insekt verschmort im Flug.
An der Entwicklung dieser futuristischen Mückenfalle waren auch Ingenieure beteiligt, die früher amerikanische Raketenabwehrsysteme mitentworfen haben. Die Projekte von Intellectual Ventures werden von der Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates unterstützt. Die Forscher stellen sich vor, dass ihr Moskito-Laser eines Tages Kliniken ebenso vor Mücken schützt wie Gäste einer Gartenparty oder Bauernhöfe in Afrika. Noch fehlt allerdings ein Hersteller, der den rund 50 Dollar teuren Prototypen des Mückenlasers in Serie fertigt.
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(SZ vom 18.02.2010/fdr/beu)
Riexinger und Kipping führen die Linke
50 Dollar für den ganzen Prototypen? Dafür bekommt man nicht einmal die Laserdiode zum Mückenrösten, geschweige denn ein Zielerfassungssystem, den Messlaser, die Sensoren, die Logik....
*Wenn* das ein realistischer Preis wäre, würde ich sofort zehn Stück davon nehmen - und in die Fensterrahmen einbauen. Es geht doch nichts darüber, an einem warmen Sommerabend die Nachtluft rein zu lassen und sich über das Feuerwerk der verdampfenden Mücken zu freuen!
Eine Laserselbstschussanlage, das kann nur von den Amis kommen.
An sich ist die Idee nicht schlecht, obwohl die Frage aufkommt, ob man hier nicht mit Kanonen auf Spatzen schießt.
Hoffentlich geht das nicht ins Auge.
Kaum vorstellbar, wo das Gerät denn Einsatz finden könnte. Bei einer Party wären schon recht viele davon nötig, und der größte Teil der betroffenen Landbevölkerung dürfte von 50$ Barkapital nur träumen dürfen.
Die wesentlich billigere Idee, einfach Moskitonetze zu verschenken, scheitert nach wie vor an fehlenden Ressourcen. Wahrscheinlich auch, weil damit kaum Prestige und gar kein Gewinn zu erzielen ist, obwohl es sich nach wie vor um das effektivste Mittel handelt.
sonst sind ganz andere Abstürze unvermeidlich- und der Bill wird von den eigenen Lasern durchlöchert?