Malaria-Bekämpfung Laserkanonen gegen Mücken

Ingenieure wollen Moskitos künftig mit Selbstschussanlagen zu Leibe rücken. Lasertechnik soll es möglich machen.

Im Kampf gegen Malariamücken fahren Forscher schweres Geschütz auf: Ingenieure des amerikanischen Intellectual Ventures Lab haben eine Moskito-Selbstschussanlage mit Laserkanone konstruiert.

Der Prototyp gleicht einem Zaun aus Infrarotlicht, an dessen Eckpfosten LED-Lampen Lichtstrahlen aussenden, die ein Reflektor am gegenüberliegenden Pfosten zurückwirft. Durchfliegt ein Insekt die Lichtschranke, wird ein harmloser Laserstrahl abgefeuert, der das Insekt abtastet. Ein Computerprogramm erkennt, ob es sich um einen Schmetterling oder eine Mücke handelt und unterscheidet sogar zwischen blutsaugenden Moskitoweibchen und den kleineren Männchen. Wird eine Malariamücke identifiziert, löst das einen zweiten, tödlichen Laserstrahl aus. Das getroffene Insekt verschmort im Flug.

An der Entwicklung dieser futuristischen Mückenfalle waren auch Ingenieure beteiligt, die früher amerikanische Raketenabwehrsysteme mitentworfen haben. Die Projekte von Intellectual Ventures werden von der Stiftung des Microsoft-Gründers Bill Gates unterstützt. Die Forscher stellen sich vor, dass ihr Moskito-Laser eines Tages Kliniken ebenso vor Mücken schützt wie Gäste einer Gartenparty oder Bauernhöfe in Afrika. Noch fehlt allerdings ein Hersteller, der den rund 50 Dollar teuren Prototypen des Mückenlasers in Serie fertigt.

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