Jungs haben häufiger ADHS, gehen öfter auf Förderschulen und sind kränklichere Säuglinge: Das eigentlich schwache Geschlecht und was Mütter damit zu tun haben.
Jungs sind das schwache Geschlecht. Sie sind aggressiver als Mädchen - aber auch ängstlicher. Unter Kindern und Jugendlichen mit Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivität (ADHS) sind 80 Prozent Jungen. In Förderschulen gibt es mehr Jungs als Mädchen - unter Abiturienten sind sie hingegen in der Minderheit. Jungs sind auch biologisch empfindlicher - ihre Säuglingssterblichkeit ist höher. Jungs sind zumindest in der frühkindlichen Zeit stärker als Mädchen auf emotionale Nähe angewiesen. Ärzte, Psychologen und Biologen kamen kürzlich auf einer Tagung in München zusammen, um den Zusammenhang von Angst, Aggression und frühkindlicher Bindung zu diskutieren.
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Das schwache Geschlecht? Jungs sind oft ängstlich und aggressiv zugleich. (© Foto: dpa)
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Frank Dammasch, in Frankfurt Professor für psychosoziale Störungen von Kindern und Jugendlichen, schilderte den Fall eines Elfjährigen, der seine Lehrerin terrorisiert. Er wirft Stifte nach ihr; hat er etwas gezeichnet, schmeißt er es in den Papierkorb. Gleichzeitig hat er das Gefühl, auf seine alleinerziehende Mutter aufpassen zu müssen. Sie würde sonst sterben, befürchtet er. "Kinder wehren ihre frühen Ängste durch aggressives Verhalten ab und übertönen sie", sagt Dammasch. Jeder kenne ein solches Verhalten von Kindern, die bei Nachtwanderungen herumschreien.
Werden unruhig-aggressive Jungen zu früh in die Selbständigkeit entlassen, tut ihnen das nicht gut. "Sie versuchen sich dann zu Herren einer Situation zu machen, der sie früher schutzlos ausgeliefert waren", sagt Dammasch. "Das mündet oft in Aggression."Um die nicht ausufern zu lassen, sind Dammasch zufolge "raue Spielerfahrungen mit dem von der Mutter geliebten Vater nötig". Nur heftig zu toben, reiche nicht, die liebevolle Anerkennung durch die Mutter sei wichtig, damit sich eine männliche Identität herausbilden kann. Der Vater diene ebenfalls als Rollenvorbild gegen frühkindliche Ängste der Söhne. Er zeigt ja täglich, dass es gefahrlos möglich ist, sich von der Mutter zu trennen, ohne sie zu verlieren.
Hass auf die Eltern
Eltern sind zumeist irritiert, wenn sich die Wut ihrer Kinder gegen sie richtet. Schon mit einem Jahr können Kinder ihre Erzeuger hassen. "Es ist doch prima, dass ein Kind als Erstes seine Eltern hasst", sagt Henri Parens, Psychiater aus Philadelphia. "Wer sonst würde sich liebevoll um jemanden kümmern, von dem er gehasst wird?" Allerdings ist der frühe Hass Parens zufolge auch Grundlage für destruktives Verhalten und Vorurteile. "Das Kind, das wütend auf die Mutter ist, wirft nicht auf sie, sondern auf den, der neben ihr sitzt", so Parens. So würden Menschen früh lernen, ihren Ärger nicht auf den Verursacher zu richten, sondern auf naheliegende Opfer, was sich auch an politischen Konflikten zeige.
Destruktivität und Vorurteile sind jedoch keinesfalls angeboren - darüber sind sich Bindungsforscher einig. Der Mechanismus zur Entstehung von Aggression und Zerstörungswut sei zwar in jedem Menschen angelegt. Aktiviert wird er jedoch durch psychisches Leid. "Kinder zu beschämen oder gar zu demütigen, ist ungeheuer schmerzhaft für sie", sagt Parens. "Dadurch werden sie aggressiv und wütend." Gehen Vernachlässigung oder emotionaler Missbrauch gar auf die Eltern oder Angehörige zurück, ist das noch traumatisierender als wenn Fremde die Täter sind oder ein Unfall oder ein Naturereignis das Trauma auslösen.
Dann eskaliert das Spiel zum Kampf
Bei Primaten lässt sich gut nachverfolgen, wie mangelhafte Bindung zur Mutter bei entsprechender Veranlagung zunächst zu Aggression und dann zur sozialen Isolation der männlichen Heranwachsenden führt. Stephen Suomi, Verhaltensforscher am Nationalen Institut für Kindergesundheit und -entwicklung der USA, hat gezeigt, dass ein gestörter Serotonin-Stoffwechsel junge Rhesus-Affen anfällig für auffälliges Verhalten macht. Kann weniger von dem Überträgerstoff im Gehirn gebunden werden, eskaliert das normale Spiel der Tiere schnell zum Kampf.
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Machtkampf in der Linken
Das Problem kann bei einigen Jungs auch später entstehen, wobei die Kindheit natürlich eine enorme Bedeutung hat.
Ich empfand meine Eltern immer als sehr führsorglich deswegen würde ich das Problem ehr später ansetzen, wenn Kinder das erste mal von anderen Erwachsen mit anderen Kindern verglichen werden.
Ich kann mich erinnern das sich meine Lehrinen enorm darüber aufgeregt haben, das ich ihrem Unterricht nicht aufmerksam gefolgt bin und lieber Burgen und Türme aus Stiften gebaut hatte.
Wer am Wochende mit seinem Paps "Knallgas" aus Wasser abtrennt und sieht das er aus Wasser zwei Gase machen kann...
zudem hatten wir mit derselben Autobatterie aus Glühbirnen Drähten, Schaltern, und alten Autotachos Steuerpulte von Raumschiffen gebaut. Und mit einem Brenner aus Blei Figuren gegossen.....herrlich =)
Der findet. den Unterricht der Lehrin unter der Woche, mit "Bienen Blüten, Äffchen und Äpfelchen" (zugegeben) etwas langweilig.
Ich hab mich in der Gedankenwelt meiner Lehrerinen nie wirklich zurechtgefunden(!) und den Stoff meist auswendig gelernt statt ihm aufmerksam zu folgen, und zu "verstehen".
Vor meiner Mutter wurde mir von den Lehrerinen "Unlusst und negative Absichten" nachgesagt dabei fand ich ihren Unterricht schlicht als "zu langweilig" ich wollte ihnen nichts Böses (ehrlich),.... dies wurde mir denoch nachgesagt.
Manche Jungs werden alleine schon deshalb agressiv, wenn man (von außen) versucht etwas in sie hinein zu interpretieren. Man könnte einfach mal direkt fragen was ihnen nicht gefällt!
Ich zumindest hatte meine Stärken, nur mir wurde in der Schullaufbahn kaum eine Chance gegben meine "Jungen-Stärken" zu zeigen. Selbst im Kindergarten wurden die Jungs welche mit Bauklötzen gespielt haben in die Puppenecke "gezwungen" und wenn wir die Puppen durch die Luft auf die Mädels geworfen haben um unsere Unlust auszudrücken,... wurden wir gemaßregelt das wir uns falsch verhalten!?
Schon mal auf die Idee gekommen das wir euch sagen wollen, das wir lieber wieder in die Bauklotzecke wollen?
Kein Wunder das "Mann" nie richtig erwachsen werden kann, als Junge wird "Mann" ja ständig von irgendwelchen Frauen fehlinterpretiert. Bzw so extrem überinterpretiert das es einfach nur depremiert.
Bei Jungs gibts ehr so etwas wie ein "Ursache=Wirkungs Prinzip". die Interpretation meiner "Aufpasserinnen",... waren überflüssig.
Ich hab gelernt "Was du selbst nicht möchtest, füge auch keinem anderen zu
Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Sie meinen Kommentar noch einmal lesen würden: Nirgendwo habe ich geschrieben, dass Kinder beim Fasching nicht schreien, rennen, spielen sollen. Selbstverständlich. So laut und schnell es geht. Aber bei einem Schulfasching mit 240 Kindern als Leherer/in darauf aufzupassen, dass die Schwerter nicht in Augen oder auf Köpfen landen und den - völlig angemessen! - Kinderlärm auch noch durch Kinderplatzpatronen aus Spielzeugpistolen zu verstärken, halte ich für überflüssig.
Vollends lächerlich ist doch aber das Argument, dass Jungen, die ohne Schwert zum Fasching in der Schule gehen müssen, einen dauerhaften psychischen Schaden davontragen. Vielleicht können Sie mir noch einmal erklärem, warum das Tragen eines Schwertes gerade an diesem Tag so wichtig für die Entwicklung der männlichen Psyche sein soll?
In der Grundschule meines Sohnes war es selbstverständlich, dass die Kinder - übrigens egal ob Jungen oder Mädchen - ohne Pistolen, Schwerter etc. zum Fasching zur Schule kamen, um a) die Verletzungsgefahr und b) den sowieso extrem erhöhten Geräuschpegel zu minimieren.
Verletzungsgefahr am Plastikschwert?
Kein Gebrüll zum Fasching?
Wie krank ist das denn?
Möge der letze nicht ritalingedopte Junge seine WILDE KERLE FLAGGE auf immer im Wind halten können!
Mein lieber Himmel. Was war das denn? Rückwärts in die gute, alte Zeit? Als Mädchen noch Mädels waren und Jungs paramilitärisch gedeckelt wurden? Wir haben ja gesehen, wo so was hinführt, nämlich direkt in ein Massenphänomen, dass sich bis heute keiner erklären kann: wie konnte man ein ganzes Volk dazu bringen, an einem anderen zum Mörder zu werden? Gut, dass mag etwas überspitzt sein und sicherlich werden auch die momentanen Rufe nach mehr Grenzen und Regeln und Disziplin nicht ausreichen, um uns in diese dunle Epoche zurückzukatapultieren. Dass dies aber so ist, hat nichts mit Menschen Ihres Schlages zu tun, sondern verdanken wir einer Denkweise, die es sich zum Ziel gemacht hat, ohne Druck auszuüben, Menschen einen humanitären Blickwinkel zu vermitteln.
Obwohl Wessi, kann ich Ihnen da in vielen Punkten zustimmen.
In einem Punkt muß ich ihnen vehement widersprechen. Auch hier im westlichen Teil der Republik, wurde eine sehr eigenständige, emanzipierte weibliche Jugend herangezogen, die den Männern das Fürchten lernte. Ich erinnere mich an die Diskussionen in meinem Elternhaus. Wenn meine Schwester mal in die Küche wollte, wurde sie lebenslang von meiner Mutter hinauskomplimentiert mit dem Hinweis "Lernen ist wichtiger". Erst nach ihrer Hochzeit lernte sie kochen und alles andere.
Das Tragikomische an der ganzen Sache, die Frauen, und zwar in Ost und West haben sich selber ausgebeutet, bis heute stellen sie die höchsten Anforderungen an sich selbst, Familie, Beruf, soziale und gesellschaftliche Verpflichtungen. Und in der Ehemaligen war es noch wesentlich schlimmer, da kam auch noch das Schlangestehen, das Suchen nach irgendwelchen, gerade nicht vorhandenen Dingen hinzu.
Es hat aber auch dazu geführt, daß diese Frauen eine sehr hohe soziale Kompetenz entwickelt haben, was den Männern, von der Biologie bedingt, nicht automatisch zu eigen ist.
Es ist höchstverwunderlich, daß die armen geschundenen Deutschen Männer nicht haufenweise zum Islam überlaufen, denn mit den momentan real exisitierenden Frauengenerationen, kommen sie immer weniger zurecht. Was ich gut verstehen kann.
Paging