Wegen eines Lecks am Außentank der Raumfähre Endeavour hat die Nasa den geplanten Start des Shuttles verschoben - auf frühestens 17. Juni.
Der Start der US-Raumfähre Endeavour zur Internationalen Raumstation ISS ist wegen Problemen bei der Treibstoffversorgung verschoben worden.
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Leck am Außentank: Raumfähre "Endeavour". (© Foto: dpa)
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Die Techniker entdeckten nach Angaben eines Nasa-Sprechers wenige Stunden vor dem für Samstagmorgen geplanten Start ein Leck am Tank, in den flüssiger Wasser- und Sauerstoff eingeleitet wurden. "Wir hätten unmöglich weitermachen können", sagte der Sprecher. Dies wäre zu gefährlich gewesen. Vorläufig peilt die Nasa nun den Start für Mittwoch an.
Allerdings ist für diesen Tag der Start einer Atlas-V-Rakete mit zwei Sonden an Bord zum Mond vorgesehen. Sollte Endeavour bis zum 20. Juni nicht abheben können, wäre ein Start erst wieder am 11. Juli möglich.
Das Leck an der Endeavour befindet sich in einer Leitung, an der vor rund drei Monaten auch bei der "Discovery" eine undichte Stelle entdeckt worden war, hieß es weiter. Der Start dieser Raumfähre war deshalb um mehrere Tage verschoben worden.
Die Endeavour sollte mit sieben Astronauten an Bord vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral (Florida) abheben. Während der Mission soll das japanische Kibo-Labor der Internationalen Raumstation ISS ausgebaut werden. Eine gut vier Tonnen schwere Logistikplattform für Experimente im All soll außen an dem Labor angebracht werden. "Eine Veranda im Weltall", nennt die US-Weltraumbehörde Nasa die Plattform. Unter anderem sollen darauf eine Röntgenkamera sowie Instrumente zur Untersuchung von "kosmischem Staub" und anderen Raumpartikeln installiert werden.
Von der unbemannten Mondmission erhofft sich die Nasa "aufregende Informationen über unseren nächsten Nachbarn". Läuft alles nach Plan, werden zwei Sonden ausgesetzt: der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) und der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS). Aufgabe des LRO wird es sein, dreidimensionale Landkarten aufzunehmen. LCROSS soll erkunden, ob sich in den schattigen Kratern an den lunaren Polen Eis verbirgt.
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(Reuters/dpa/cag)
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