Die Lebenserwartung hängt davon ab, in welchem Bundesland man zur Welt kommt. Jungen aus Baden-Württemberg werden im Schnitt mehr als drei Jahre älter als solche aus Sachsen-Anhalt.
Zwischen den Bundesländern gibt es zum Teil sehr große Unterschiede bei der Lebenserwartung. Am höchsten ist sie in Baden-Württemberg: Dort dürften jetzt geborene Jungen im Durchschnitt 78 Jahre und neun Monate alt werden, Mädchen 83 Jahre und fünf Monate.
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Neugeborene Mädchen in Berlin haben eine Lebenserwartung von etwas mehr als 82 Jahren, für Jungen liegt sie in der Hauptstadt bei etwas mehr als 77 Jahren. (© AFP)
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Das sind im Vergleich zum Bundesdurchschnitt bei Jungen immerhin ein Jahr und fünf Monate mehr, bei Mädchen immerhin zehn Monate, berichtet das Statistische Bundesamt in Wiesbaden.
Der Unterschied zwischen den Bundesländern mit der höchsten und der niedrigsten Lebenserwartung ist noch erheblich deutlicher.
Am niedrigsten ist die Lebenserwartung für neugeborene Jungen mit 75 Jahren und drei Monaten in Sachsen-Anhalt sowie für Mädchen im Saarland mit 81 Jahren und drei Monaten. Die Lebensspanne, mit der Jungen aus Sachsen-Anhalt rechnen können, ist demnach etwa dreieinhalb Jahre kürzer als die ihrer Geschlechtsgenossen aus Baden-Württemberg. Und Mädchen aus dem Ländle leben im Schnitt etwas mehr als zwei Jahre länger als Mädchen aus dem Saarland.
Auf Platz zwei bei der Lebenserwartung kommt diesmal Sachsen, allerdings nur in Bezug auf die Mädchen, die beinahe 83 Jahre erreichen. Für die Jungen gilt, dass ihre Lebenserwartung im Schnitt in Hessen am zweithöchsten ist (fast 78 Jahre). Bayern nimmt diesmal sowohl für Jungen als auch für Mädchen Platz drei ein. Die Unterschiede zum jeweils zweiten Platz sind allerdings minimal.
Bereits in den vergangenen Jahren lag Baden-Württemberg ganz vorne, was die Lebenserwartung angeht. "Bayern und Baden-Württemberg lagen meistens auf Platz eins oder zwei", sagte Dieter Emmerling vom Statistischen Bundesamt.
In den neuen Bundesländern stieg die Lebenserwartung im Durchschnitt in den vergangenen 15 Jahren stärker an als im alten Bundesgebiet.
Grundlage der Statistik ist das Durchschnittsalter der Menschen, die zwischen 2007 und 2009 gestorben sind.
Im Vergleich zu den Daten aus den Jahren 1992 bis 1994 verringerte sich der Unterschied zwischen Ost und West in der Lebenserwartung für Jungen von drei Jahren und einem Monat auf ein Jahr und vier Monate. Für Mädchen reduzierte sie sich von zwei Jahren auf zwei Monate.
Die Lebenserwartung gibt an, wie lange die heute Neugeborenen im Schnitt leben werden, wenn die aktuellen Verhältnisse unverändert bleiben sollten.
Erklärungen für die Veränderungen und die Unterschiede zwischen den Bundesländern bietet das Amt nicht. Bekannte Faktoren, die eine Rolle spielen können, sind die medizinische Versorgung, Stress, Ernährung, Bewegung.
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(dpa/AFP/dapd/mcs/jab)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Liebe @ (R+Id)ealist, auch fuer Sie gilt:
"
bitte etwas mehr über solche Sachen nachdenken, bevor man einen Kommentar drüber verfasst."
Die gerade noch statistisch nachweisbare (d.h. "signifikante") Groesse eines Unterschiedes zwischen zwei Daten-"Populationen" haengt von ZWEI Faktoren ab: der Variabilitaet innerhalb der Gruppen UND der Stichprobengroesse!
Sie haben recht dass die Variabilitaet sehr gross ist, und haben das sehr anschaulich illustriert am Beispiel Ihrer Grosseltern. Allerdings sterben auch jedes Jahr sehr sehr viele Menschen in Deutschland, daher ist die Stichprobengroesse enorm. Daher gehe ich davon aus dass gewisse Unterschiede schon signifikant sind, zumindest zwischen den besser abschneidenden Bundeslaendern und den schlechter abschneidenden.
Allerdings kann ein Zusammenhang auch signifikant sein, aber doch sehr wenig von der Variabilitaet innerhalb eines Datensatzes erklaeren, und das ist hier sicherlich der Fall. Andere faktoren wie individuelle Lebensweise (Rauchen, Ernaehrung, Sport) spielen sicher eine groessere Rolle als das Bundesland per se.
Man sollte sich dabei mal die Jahrgänge anschauen, die dazu beitragen, dass jetzt so eine Statistik emtstanden ist. Das heißt doch nicht, dass nachfolgende Generationen auch so alt werden.
"Dort dürften jetzt geborene Jungen im Durchschnitt 78 Jahre und neun Monate alt werden, Mädchen 83 Jahre und fünf Monate."
Da sind die Jungs und Mädchen aber wirklich alt; ich glaube, anderswo hört man doch schon früher auf, ein Junge oder ein Mädchen zu sein und tritt ins Erwachsenenalter ein. Das lässt auf ein hohes Maß an Unreife in diesem Bundesland schließen - ist das vielleicht auch ein Erklärungsansatz für S-21?
"Die Lebenserwartung hängt davon ab, in welchem Bundesland man zur Welt kommt."
Das ist eine völlig stupide Aussage. Selbst wenn es Unterschiede in der durchschnittlichen Lebenserwartungen zwischen den Bundesländern gibt, hängt die persönliche Lebenserwartung nicht vom Geburtsort ab. Für das einzelne Leben dürften andere Faktoren deutlich einflussreicher sein ... Vorerkrankungen in der Familie, sozialer Status, Berufswahl etc. Verglichen damit dürften der Einfluss des Geburtsortes verschwindend gering sein.
Das Wetter ist besser bei uns im Südwesten.
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