Lebensverlängernde Maßnahme: Frauen, die mit einer positiven Einstellung durchs Leben gehen, leben nicht nur zufriedener - sondern auch länger und gesünder als Pessimisten und Zyniker.
Mit einer rosaroten Brille lebt es sich nicht nur leichter, sondern auch länger und gesünder. Zumindest bei Frauen scheint dieser Zusammenhang nun wissenschaftlich erwiesen zu sein.
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Menschen mit positiver Grundeinstellung nicht nur länger, sondern auch gesünder. (© Foto: iStock)
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Wer positiv in die Zukunft sieht, wird seltener herzkrank und stirbt später, zeigen amerikanische Ärzte im Fachblatt Circulation (online) von diesem Dienstag. Frauen, die zynisch, misstrauisch und feindselig durchs Leben gehen, haben hingegen eine geringere Lebenserwartung.
"Als Ärztin schätze ich es sowieso, wenn Menschen nicht negativ eingestellt sind", sagt Hilary Tindle, Erstautorin der Studie. "Jetzt gibt es aber auch Belege dafür, dass eine negative Einstellung schlecht für die Gesundheit ist."
Das Ärzteteam um Tindle von der Universität Pittsburgh hatte fast 100.000 gesunde Frauen im Alter zwischen 50 und 79 Jahren in die Untersuchung einbezogen. Die Frauen sind in der Women's Health Initiative (WHI) erfasst worden, der weltweit größten Studie zur Frauengesundheit, in der seit 1991 Krebs, Herzleiden, Osteoporose und der Einfluss der Hormonbehandlung untersucht werden.
Die Welt schaut böse zurück
Die optimistischen Frauen hatten im Vergleich zu den pessimistischen ein um neun Prozent geringeres Risiko für eine Herzkreislauferkrankung. Eine positive Lebenseinstellung bewahrte sogar vor vorzeitigem Tod - während der achtjährigen Beobachtungsphase starben 14 Prozent weniger der optimistischen Frauen. Wer zynisch und feindselig war, hatte hingegen ein um 16 Prozent erhöhtes Risiko, im Verlauf der Studie zu sterben.
"Wenn man böse in die Welt schaut, schaut die Welt irgendwann böse zurück", sagt Carl Scheidt, Chefarzt der Thure-von-Uexküll-Klinik für Psychosomatik in Freiburg. "Wer negativ ist, auf den reagieren die Leute mit der Zeit negativ und ihm widerfährt dann tatsächlich Garstiges."
Ob die Teilnehmerinnen zu den Optimisten oder Pessimisten zählten, wurde anhand eines Fragebogens ermittelt. Wer die Beschreibung "In unsicheren Zeiten erwarte ich meist das Beste" für sich für zutreffend hielt, galt als optimistisch. Wer hingegen der Behauptung "Wenn etwas bei mir schiefgehen kann, geht es schief" zustimmte, wurde zu den Pessimisten gezählt.
"Jeder von uns ist täglich mit einer Menge Herausforderungen konfrontiert", sagt Peter Henningsen, Chefarzt der Psychosomatik an der Technischen Universität München. "Wer dann mit negativen Gefühlen reagiert und enttäuscht, gekränkt oder hoffnungslos ist, wird häufiger krank und stirbt früher."
Wie Pessimismus das Leben verkürzt, ist noch unklar. Wissenschaftler vermuten, dass Gefühle anzeigen, wie Stress erlebt und bewältigt wird. Im Tierversuch haben Forscher wie der kanadische Neurobiologe Michael Meaney gezeigt, dass Ratten nicht sehr alt werden, wenn ihr Körper schon bei geringen Anforderungen mit einer maximalen Stressantwort reagiert.
Dickes Blut
Die Stresshormone Kortison und Adrenalin werden dann hochreguliert und lassen Herzfrequenz, Atmung und Stoffwechsel auf Hochtouren laufen. "Es ist plausibel, dass diese Mechanismen dauerhaft auch beim Menschen die Gesundheit beeinträchtigen", sagt Henningsen.
"Pessimismus ist ein Merkmal, das häufig bei einer depressiven Grundstimmung vorkommt", sagt Psychosomatiker Scheidt. "Und Menschen mit Depression werden öfter herzkrank und sterben früher - das ist schon länger bekannt."
Die Gründe dafür sind vielfältig: Depressive Gefühle schwächen das Immunsystem und machen anfälliger für Krankheiten. Angst und Stress erhöhen die Gerinnungsneigung und damit das Risiko für Infarkt, Schlaganfall und Thrombosen.
"Aus evolutionärer Sicht war es sinnvoll, dass während eines Kampfes das Blut dicker wurde", sagt Scheidt. "Diese Stressreaktion führte dazu, dass sich die Wunden schneller wieder verschlossen." Wer im Alltag ständig negative Gefühle hegt, unruhig, unzufrieden und gestresst ist, hat hingegen keine körperlichen Vorteile davon.
Vergangenes Jahr zeigten Forscher aus Cambridge in einer Untersuchung an fast 20.000 Briten, dass Menschen mit depressiver Neigung fast dreimal so oft an einem Herzinfarkt starben wie Nicht-Depressive (American Journal of Psychiatry, Bd.165, S.515, 2008).
Die beiden Psychologinnen Laura Carstensen und Susan Charles von der Universität Stanford haben kürzlich im Fachblatt Annual Review of Psychology nachgewiesen, dass Menschen mit zunehmendem Alter eine immer positivere Einstellung bekommen - sofern sie gesund bleiben. "Sie haben mit der Zeit gelernt, die Absichten der Anderen zu erkennen", sagt Susan Charles. "Das hilft ihnen, Situationen mit Stress und Streit zu vermeiden."
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(SZ vom 11.08.2009/gal)
- Projektkauffrau/-mann– Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit, Neuherberg / München
- Assistent/in / Fremdsprachensekretär/in– Helmholtz Zentrum München Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (GmbH), Neuherberg / München
- FACHARZT PSYCHIATRIE UND PSYCHOTHERAPIE (m/w)– Michael Page, Niedersachsen
Gysi gegen Lafontaine
oder besser, unter alle Artikel von Werner Bartens passen würde: Er ist der Beweis dafür, dass ein Arzt auch ohne Vorzeigen eines "Dr." erfolgreich und für die Menschen von großem Nutzen sein kann.
Deshalb verstehe ich überhaupt nicht, dass Ärzte nach ihrem Studium während der Promotion von ALG II gesponsert werden. Es gibt doch den angeblichen Ärztemangel.
geduldiger
PSYCHOLOGIE
Das Glück der Verdrängung
VON MATTHIAS KALLE UND STEPHAN LEBERT | © DIE ZEIT, 19.03.2009 Nr. 13
Überall nur schlechte Nachrichten wie sollen wir das nur aushalten? Ein Gespräch mit dem Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer
"ZEITmagazin: Wir befinden uns gerade mitten in einer Krise, und die meisten Menschen wollen vor allem, dass diese Krise ganz schnell vorbeigeht und sich nichts ändert ist das eigentlich eine gesunde Einstellung?...Schmidbauer: Für ein Individuum wahrscheinlich schon. Man wird ja nicht handlungsfähiger, wenn man sich ständig irgendwelche Schrecknisse vergegenwärtigt. Aber gesellschaftlich ist diese Haltung problematisch. Das ist ja auch ein Hauptproblem in der Umweltpolitik der letzten 30 Jahre: Gewählt werden Politiker, die den Menschen versprechen, dass alles so weitergehen wird wie bisher."
"...ZEITmagazin: Verdrängen Männer und Frauen eigentlich unterschiedlich?
Schmidbauer: Das Ideal der Männlichkeit beruht auf stärkeren Verdrängungen als das Ideal der Weiblichkeit denken Sie nur an den Satz "Ein Indianer kennt keinen Schmerz", den Jungen häufiger zu hören bekommen als Mädchen. Jungen werden zum Stolz erzogen und haben als Männer permanent Angst, in ihrem Stolz verletzt zu werden. Frauen sind mehr an Differenzierungen interessiert...."
ganzer artikel unter: zeit.de/2009/13/Interview-Schmidbauer-13?page=1
"ZEITmagazin: Wir befinden uns gerade mitten in einer Krise, und die meisten Menschen wollen vor allem, dass diese Krise ganz schnell vorbeigeht und sich nichts ändert ist das eigentlich eine gesunde Einstellung?
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Das Glück der Verdrängung
VON MATTHIAS KALLE UND STEPHAN LEBERT | © DIE ZEIT, 19.03.2009 Nr. 13
Überall nur schlechte Nachrichten wie sollen wir das nur aushalten? Ein Gespräch mit dem Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer
"....Schmidbauer: Für ein Individuum wahrscheinlich schon. Man wird ja nicht handlungsfähiger, wenn man sich ständig irgendwelche Schrecknisse vergegenwärtigt. Aber gesellschaftlich ist diese Haltung problematisch. Das ist ja auch ein Hauptproblem in der Umweltpolitik der letzten 30 Jahre: Gewählt werden Politiker, die den Menschen versprechen, dass alles so weitergehen wird wie bisher."
"...ZEITmagazin: Verdrängen Männer und Frauen eigentlich unterschiedlich?
Schmidbauer: Das Ideal der Männlichkeit beruht auf stärkeren Verdrängungen als das Ideal der Weiblichkeit denken Sie nur an den Satz "Ein Indianer kennt keinen Schmerz", den Jungen häufiger zu hören bekommen als Mädchen. Jungen werden zum Stolz erzogen und haben als Männer permanent Angst, in ihrem Stolz verletzt zu werden. Frauen sind mehr an Differenzierungen interessiert...."
ganzer artikel unter: zeit.de/2009/13/Interview-Schmidbauer-13?page=1
Dieser Artikel ist wie die Faust auf die Augen der SZ-User. Die Optimisten hier kann man an einer Hand abzählen. :o)))
@charmzou:
Träum weiter...Dein Erwachen wird bitter.
Paging