Von jom

Der indonesische flachköpfige Barbourfrosch ist nicht nur extrem selten, sondern auch extrem ungewöhnlich. Jetzt haben Forscher entdeckt, dass die Tiere ausschließlich durch die Haut atmen.

Der flachköpfige Barbourfrosch war schon immer etwas Besonderes. Dass es ihn überhaupt gibt, belegten bis vor kurzem nur zwei Exemplare - Naturforscher hatten sie in einem Zeitabstand von 17Jahren auf dem indonesischen Teil der Insel Borneo gefunden, beide klebten in Süßwasserflüssen an der Unterseite von Steinen.

Der flachköpfige Barbourfrosch hat keine Lunge. (© Foto: David Bickford/dpa)

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Dass die Froschart Barbourula kalimantanensis nicht nur extrem selten, sondern auch extrem ungewöhnlich ist, konnten Forscher von der Universität Singapur jetzt an einigen neu gefundenen Exemplaren nachweisen.

Die Süßwassertiere besitzen offensichtlich keine Lunge, sondern beziehen den Sauerstoff, den sie zum Leben brauchen, ausschließlich über die Haut (Current Biology, Bd.18, 2008).

Dieses Phänomen ist zwar von Salamandern, einer anderen Amphibienordnung, schon bekannt. Unter den Fröschen ist die indonesische Art allerdings die erste, die ganz ohne Lunge auskommt.

"Dieses Tier lebt in sauerstoffreichen, für Indonesien relativ kühlen Fließgewässern", sagt Alexander Haas, Zoologe an der Universität Hamburg.

Dank der moderaten Temperaturen habe der Frosch wohl einen langsameren Stoffwechsel und benötige deshalb so wenig Sauerstoff, dass die Hautatmung zur Versorgung ausreiche. Die Biologen von der Universität Singapur haben eine weitere Erklärung für das Überleben des lungenlosen Amphibiums. Sein flacher Körper und besonders der platte Kopf, so die Forscher, biete die nötige Oberfläche für eine Hautatmung.

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