Neue Futtermischung oder Gasmasken im Stall: Weil Kühe beim Rülpsen das Klima schädigen, wollen Forscher ihren Mehtan-Ausstoß verringern.
Idyllisch sieht es aus, das Wahrzeichen des Niederrheins: Schwarz-weiß gefleckte Kühe auf scheinbar endlosen Weiden, die so tief liegen, dass nur einige windschiefe Pappeln über die Normalnull-Grenze hinausragen.
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Kühe auf der Weide: In diesen Körpern wohnen Klimakiller (© Foto: ddp)
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Doch der Schein der Idylle trügt, die Weiden sehen nur so riesig aus, weil dem Auge in der flachen Landschaft eine Begrenzung fehlt, und die Kühe grasen nicht nur friedlich, sondern rülpsen auch alle 40 Sekunden; jede von ihnen stößt dabei bis zu 230 Liter Methan am Tag aus - das ist eine Bedrohung für das Weltklima.
Dies wollen nun Wissenschaftler der Universität Bonn ändern, die im Landwirtschaftszentrum Haus Riswick im niederrheinischen Kleve untersuchen, wie sie die Kuh umweltverträglicher machen können.
Dazu wird gerade für 2,9 Millionen Euro ein Hightech-Stall für 144 Milchkühe gebaut. Bislang steht davon zwar erst der Güllekeller, doch wenn der Stall Mitte nächsten Jahres bezugsfertig ist, wird nichts unbeobachtet bleiben von dem, was die Tiere zu sich nehmen oder in irgendeiner Form von sich geben. Wiegetröge sollen bis aufs Gramm genau Futter- und Wasserverbrauch jeder einzelnen Kuh messen, und Sensoren an der Decke registrieren in drei voneinander getrennten Luftkammern unter anderem die Konzentration der klimaschädlichen Gase Methan, Kohlendioxid und Lachgas.
Weniger Gras, weniger Gas
So wollen die Wissenschaftler und Mitarbeiter der landwirtschaftlichen Versuchsanstalt zum Beispiel klären, ob Kühe weniger dieser Gase ausstoßen, wenn sie mehr Mais und weniger Gras zu fressen bekommen. Laboruntersuchungen lassen das vermuten, doch der neue Stall ist deutschlandweit der erste, in dem sich solche Fragestellungen auch unter den unberechenbaren Bedingungen eines Kuh-Alltags messen lassen.
Ideen, wie sich der Gasausstoß eines Rindes drosseln lässt, gibt es bereits zahlreiche. Manche klingen nur etwas ungewöhnlich, etwa die, einer Kuh Fischöl oder eine in Knoblauch enthaltene Substanz zu füttern, oder ihr vor dem täglichen Weidegang eine Anti-Methan-Pille zu verabreichen.
Einige Forscher schätzen das Problem der rülpsenden Rinder jedoch als so gravierend ein, dass sie auch vor skurrilen Vorschlägen nicht zurückschrecken: Man könne den Tieren Gasmasken aufsetzen oder ihnen einen Methan-Staubsauger auf den Rücken schnallen.
Nicht nur diese radikalen Methoden haben einen Nachteil, mit dem sich auch die Klever beschäftigen müssen: Jahrzehntelang wurde das Viehfutter daraufhin optimiert, dass es die Tiere möglichst leistungsstark und effizient macht. Selbst wenn nun also am Ende der dreijährigen Abgasuntersuchung in Haus Riswick eine klimafreundliche Diät fürs Vieh stehen sollte, dürfte vielen Landwirte weiterhin wichtiger sein, wie viel Milch und nicht wie viel Methan aus ihren Tieren herauskommt.
Und vielleicht ist das auch für das Weltklima weniger entscheidend als es jene Menschen postulieren, die Rinder als "Klimakiller" verunglimpfen. Zwar klingt die Rechnung beeindruckend, wonach der jährliche Methan-Ausstoß einer Kuh sich ebenso auf das Klima auswirkt wie die CO2-Emissionen eines Mittelklassewagens mit 18.000 Kilometern Jahresleistung.
Doch andere Berechnungen relativieren die Klimaschuld des Viehs: Nach Angaben des Umweltbundesamts trugen die 450.000 Tonnen klimaschädlicher Gase, die Rindern im Jahr 2007 entwichen, lediglich mit 2,1 Prozent zu den deutschen Treibhausgas-Emissionen bei.
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(SZ vom 07.11.2009/joku/jobr)
Harte Kritik des Bayern-Präsidenten
Kühe stabilisieren das Klima. Denn ohne deren Methan und CO2 würde die Erde sich in eine Eiskugel verwandeln.
Was das Klima schädigt ist der in die Luft geblasene fossile Kohlenstoff. Denn dieser war seit Jahrmillionen kein Bestandteil eines natürlichen Kreislaufes. Deswegen überlastet deswegen alle natürlichen Kreisläufe auf inflationäre Weise.
Und nun sollten massenhaft Beichte komen die den massenhaften Verbrauch von Kohle, Erdöl und Erdgas als Verbrechen an der Welt nennen.
Das Problem, dass Kühe das Klima schädigen, wäre eigentlich keines.
Nur, weil ein Großteil glaubt, man müsse als adulter Mensch noch immer Babynahrung - und noch dazu die einer anderen Spezies - konsumieren und somit das Säuglingsstadium nie verlassen, werden Millionen Rinder missbraucht, um eben dieses "Nahrungsmittel" zu produzieren. Dabei liegt die Lösung auf der Hand: Veganismus.
http://www.veganismus.de
http://www.veganekinder.de
http://www.maqi.de
Sie haben ja Recht. Wobei ich den 9. November auch nicht so sehe, wie er jetzt dargestellt wid. Auf einmal sind alle plötzlich Revolutionäre gewesen. Bis auf die 3 Millionen Anhänger. Auch über den damit verbundenen Begriff Freiheit kann man sich trefflich streiten. Gegen Denken habe ich grundsätzlich gar nichts, wenn es denn wenigstens etwas damit zu tun hat, aber was da täglich so ankommt hat mehr mit Interessen zu tun und ist selten nützlich für unsere Erde.
1. Der 9. November ist ein ganz ungünstiger Tag für Denkverbote. Es werden auch 20 Jahre nach dem Mauerfall in Berlin noch Ideologien fallen müssen, und die schlimmste Ideologie ist die WACHSTUMSIDEOLOGIE. (Als nächstes muss der Zinseszins fallen, denn exponentielles Wachstum ist ruinös.)
2. Der 9. November ist auch nicht der günstigste Tag für Zynismus. Die Bisonherden wurden längst ersetzt durch Pferche mit Millionen von Schlachtrindern.
3. Ansonsten: Rasten sie nicht aus, sondern rasten sie sich ein wenig aus.
Wer bremmst denn endlich mal diese Narren der Wisenschaft aus. Gibt es denn für diese Leute keine Masken für irre Gedanken. Als die Europäer in Amerika einfielen, haben sie damals schon viel für den Klimaschutz getan und die Bisonherden zu Millionen einfach umgelegt. Das waren noch Klimaschützer. Den Rindern heutzutage sollte man früh eine Cola zum trinken geben, mittags einen Hamburger und vorm Schlafengehen einen Wisky, dann produzeren sie das sogenannte Rindsöl. Damit kann wiederum Kleinstwagen fahren und jeder Bürger hat die Möglichkeit sich so eine Kuh zu halten und braucht dann keine Tankstelle mehr.
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