Neue Untersuchungen deuten auf ein Krebsrisiko durch Computerdrucker hin. Nun will das Bundesumweltministerium den Verdacht prüfen lassen.

"Eine Forschungsstudie zum Thema ultrafeine Stäube ist in Vorbereitung und soll noch in diesem Jahr gestartet werden", sagte eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums.

Laserdrucker stellen offenbar ein Gesundheitsrisiko dar. (© Foto: istockphoto)

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Wie die SZ berichtete, führen nicht nur viele Menschen verschiedene Krankheiten auf den Feinstaub aus Druckern und Kopierern zurück. Ludwig Jonas vom Institut für Pathologie der Universität Rostock hat inzwischen auch Tonerpartikel im Tumor eines an Lungenkrebs verstorbenen Patienten entdeckt, der als Servicetechniker täglich mit dem schwarzen Pulver zu tun gehabt hatte.

Gesundheitsgefährdent sind Kohlenstoffteilchen als Überträger Krebs erregender Substanzen aus dem Tonerpulver. Als gefährlich gelten etwa Quecksilber, Organozinnverbindungen, Styrol und verschiedene Schwermetalle.

Wissenschaftler der Universität Freiburg hatten bereits im vergangen Jahr eine Toner-Studie für das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erarbeitet. Demnach sind Gesundheitsschäden durch Druckerstaub nicht auszuschließen, aber auch nicht allzu schwerwiegend. Es wurden allerdings zusätzliche Studien empfohlen.

Auch die Deutsche Krebshilfe hat sich laut Neue Osnabrücker Zeitung dafür ausgesprochen, bei der Ursachenforschung von Krebs die Rolle von Tonerstaub verstärkt zu untersuchen. Rund zwei Drittel aller Krebskrankheiten seien auf äußere Risikofaktoren zurückzuführen.

Fachleute raten zu besonderer Vorsicht beim Umgang Laserdruckern, solange eine Gesundheitsgefahr nicht ausgeschlossen werden kann. Dazu gehört zum Beispiel eine gute Belüftung der Räume und die Vermeidung von Hautkontakt mit Toner.

Am 12. November soll zum Thema Tonerstaub eine Anhörung im Umweltausschuss stattfinden.

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(AP/mcs)