Als Sachverständige in der Arbeitsgruppe der Deutschen Forschungsgemeinschaft, die Grenzwerte festlegt, will sie sich dafür einsetzen, dass dem Tonerstaub zumindest solche Schranken gesetzt werden.
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Nur wenige Tausendstel Millimeter groß sind die Kohlenstoff-Partikel, aus denen Toner für Laserdrucker und Kopiergeräte überwiegend besteht. Unter Krebsverdacht steht der von den Geräten in die Raumluft geblasene Feinstaub durch Zusatzstoffe wie Styrol, Organozinn-Verbindungen oder Quecksilber. (© Foto: ddp/Dexwet Technology)
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Experimente von Forschern der Universität Freiburg weisen ebenfalls darauf hin, dass Toner das Erbgut schädigen. Volker Mersch-Sundermann und seine Mitarbeiter vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene untersuchten drei gängige Tonerfabrikate, die Kohlenstoff oder Eisenoxid enthalten. Nach Angaben der Hersteller sollten sie keine erbgutschädigende Wirkung haben. Dieses war mit dem "Ames-Test" an Bakterien überprüft worden.
"Doch dieser Test ist für Toner nicht geeignet", sagt Mersch-Sundermann. "Die Bakterien haben, anders als menschliche Zellen, eine dicke Zellwand, die die Teilchen nicht durchdringen können."
Die Freiburger Forscher nahmen stattdessen menschliche Lungenzellen und stellten fest: Alle drei Toner wandern in die Zellen ein und schädigen die Erbsubstanz, etwa indem sie Brüche in den Chromosomen verursachen (Toxicology Letters, Bd.180, S.224, 2008). "Das führt nicht zwangsläufig zu Tumoren", sagt Mersch-Sundermann. "Nur etwa die Hälfte aller mutagenen Substanzen ist auch Krebs erregend." Doch der Verdacht sei beunruhigend genug.
Forscher raten, nicht auf letzte Beweise zu warten
Die Arbeitsgruppe um Mersch-Sundermann hatte im vergangen Jahr eine Toner-Studie für das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) erarbeitet.
Gesundheitsschäden durch Druckerstaub seien nicht auszuschließen, aber doch nicht allzu schwerwiegend, folgerte das BfR daraus, hielt allerdings zusätzliche Studien für nötig, um festzustellen, woraus der Feinstaub besteht, den Drucker in die Raumluft pusten.
Mersch-Sundermann hält dagegen Studien für vordringlich, die untersuchen, wie giftig Toner sind und wie sie im Körper wirken. Ob überhaupt weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben wurden, ist dem BfR nicht bekannt.
Auch im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BmELV) weiß man nichts über weiterführende Tonerstudien. Zunächst wird am 11.November auf Antrag der Grünen eine Expertenanhörung zu Tonerrisiken im Umweltausschuss des Bundestages stattfinden.
Die Forscher raten dringend, nicht auf letzte Beweise zu warten, bevor etwas gegen die Gefahren aus Laserdruckern und Kopierern unternommen wird. "Die neuen Befunde unterstreichen die Warnungen, die wir ausgesprochen haben", sagt Mersch-Sundermann.
Er empfiehlt Tintenstrahl- statt Laserdrucker und separate, gut belüftete Räume für Drucker und Kopierer. Das Gleiche befürwortet auch Ludwig Jonas und fügt hinzu: "Kartuschenwechsel sollten nur durch Servicetechniker vorgenommen werden. Und die müssen dabei unbedingt einen Mundschutz tragen."
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Riexinger und Kipping führen die Linke
Ich möchte Sie auf die Tonerstudie der Universität in Gießen hinweisen. Die Grundbelastung in den 63 untersuchten Büros lag über dem EU-Grenzwert für die Außenluft von 50µg/m3 und stieg bei vielen Geräten nach nur einem Druckauftrag deutlich und dauerhaft an, bis zum Fünffachen des Grenzwertes. Zudem wurden bei den meisten Geräten extrem hohe Emissionen ultrafeiner Partikel gemessen. Ultrafeine Partikel konnten als Zusammenballungen von VOC und Metallen identifiziert werden, z.B. Aluminium. Die Bundesanstalt für Materialforschung BAM hat unter Berücksichtigung der Luftwechselrate bis zu eine Milliarde Partikel pro Seite gemessen. Die australische Studie hat gleichfalls in über 60 Büros Partikelmessungen durchgeführt und Belastungen gemessen, die Zigarettenrauch entsprechen. Die Uni Gießen hat gen- und zytotoxische Wirkungen von Markentonern auf menschliche Lungenzellen festgestellt. Die Bundesinstitut für Risikoforschung gibt nun auch zu, dass eine gesundheitliche Beeinträchtigung nicht mehr auszuschließen sei. Auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz (BAuA) kann ebenfalls eine Gefährdung durch Tonerstäube nicht mehr ausschließen. Insbesondere ob Tonerstäube Krebs verursachen wird derweil in Fachgremien erörtert. Unabhängig von einem möglichen Gefährdungspotential von Tonerstäuben rät die BAuA dazu, durch einfache Maßnahmen die Belastung zu reduzieren.
siehe auch: www.nano-control.de und www.krank-durch-toner.de
http://www2.tu-berlin.de/zek/koop/publikationen/tonerstaub.html
http://www.heise.de/newsticker/Bundesregierung-haelt-Gesundheitsgefahren-durch-Tonerstaub-fuer-unwahrscheinlich--/meldung/84964
http://www.bgchemie.de/webcom/show_article.php/_c-561/_lkm-1079/i.html
Als Servicetechniker kommt man natürlich mit ganz anderen Mengen von Tonerstaub in Berührung. Solange sich der Tonerstaub in der Kartusche befindet oder auf dem Papier fixiert ist, kann man ihn auch nicht einatmen. Gefährlich könnte es sein, wenn man selbst eine gebrauchte Kartusche neu mit losem Tonerstaub befüllt.
Rhinelander: Das interessiert mich. Wo haben Sie davon gelesen, daß Tonerstaub in der Luft nachweisbar ist?
Tonerstaub ist ohne weiteres in der Luft nachweisbar. Ob das jetzt krebserregend ist oder nicht mal dahingestellt - es ist keine natürliche Belastung (und das ist jeder Fremdstoff im Körper). Die Überschrift warnt vor einem "Risiko" - das halte ich für legitim.
Und die Tipps, wie man die Belastung reduziert kann man befolgen oder auch nicht. Ich für meinen Teil halte es nicht für schädlich den Drucker nicht direkt im Zimmer zu platzieren.
dieser patient ist ums leben gekommen, weil er gelebt hat. das leben ist die ursache. da brauchts kein passivrauchgequatsche. und auch sonst nix.
leute, hört auf zu leben und alles wird gut...
:)
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