Ob diese schon länger bekannte Nebenwirkung aber nur auf das Dopamin zurückzuführen sei, müsse noch geklärt werden, so Ebstein.

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Der Forscher räumt allerdings auch ein, dass sein Test Schwächen hat: "Sie liegt in der geringen Anzahl der Probanden", sagt er. Für naturwissenschaftlich gesicherte Tests werden mehrere Hundert Personen benötigt, weshalb dieser in einem größeren Rahmen wiederholt werden müsse, sagt er.

Der Sinn der verschiedenen Genvarianten liege in der Evolution, glaubt Eric Wang von der University of California in Irvine. Er meint, dass sich die Genvarianten womöglich zu Urzeiten gebildet haben.

Menschen, die in ungünstigen Umweltbedingungen lebten, wählten ihre Partner schneller und aggressiver als Mitglieder einer stabilen Gesellschaft mit genügend Nahrungsangebot.

Auffällig war auch in der neuen israelischen Studie, dass die stimulierende Variante des Gens eher bei jenen Menschen vorzukommen scheint, die Herausforderungen suchen.

Die Arbeit aus Israel könne aber nur einen Aspekt der Libido des Menschen beleuchten, betont der Hamburger Sexualforscher Briken. Auch wenn die Gene eine Rolle spielten, sei der Mensch nicht allein ihrem Einfluss ausgesetzt: "Bei der Sexualität des Menschen spielen auch Hormone und persönliche Erfahrungen eine wichtige Rolle."

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  1. "Liebling, es sind die Gene"
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(SZ vom 17.6.2006)