Die Kleinen habe es wirklich raus: Ohne dass es den Eltern bewusst ist, sorgt der Nachwuchs dafür, dass Vater und Mutter beim Einkaufen ihre Wünsche erfüllen.

Eltern kennen die Situation nur zu gut: Der Nachwuchs quengelt während des Einkaufs solange, bis man ihm eine Kleinigkeit kauft, damit Ruhe ist. Doch der Einfluss der Kinder ist noch erheblich größer als Mutter und Vater glauben.

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"Den meisten Eltern ist völlig unklar, wie sehr sie in ihren Kaufentscheidungen von ihrem Nachwuchs beeinflusst werden." (© Foto: iStockphoto)

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Wie Wissenschaftler der Universität Wien jetzt berichten, ist "nur die Hälfte der Spontankäufe, die im Supermarkt von Kindern ausgelöst werden, den Eltern auch bewusst".

Claus Ebster, Udo Wagner und ihr Team hatten 178 Kind-Eltern-Paare beim Einkauf unbemerkt beobachtet und anschließend interviewt.

"Den meisten Eltern ist völlig unklar, wie sehr sie in ihren Kaufentscheidungen von ihrem Nachwuchs beeinflusst werden", sagte Ebster. Auf die Frage, wie viele ihrer Käufe durch ihr Kind - im Alter von drei bis 14 Jahren - beeinflusst wurden, gaben die Eltern im Durchschnitt nur die Hälfte der von den Forschern tatsächlich beobachteten Einkäufe an. Das berichten die Wissenschaftler im Journal of Retailing and Consumer Services (Bd.16, S.145, 2009).

Für die Eltern kleiner Kinder haben die Wissenschaftler nach ihrer Studie sogar Verhaltenstipps: "Eltern können die Kaufanfragen ihres Kindes am besten gering halten, wenn das Kind im Einkaufswagen mit dem Gesicht zu den Eltern gewandt sitzt, denn dabei wird das Blickfeld der Kleinen eingeschränkt."

Auch für Kinder haben die Forscher einen Rat: "Höflich zu fragen zahlt sich aus." Die Eltern seien am häufigsten bereit, auf die Kaufwünsche ihrer Kinder einzugehen, wenn diese klar und höflich mitgeteilt wurden. Ein Zornanfall oder nur eine zaghafte Anfrage zahlten sich dagegen weniger aus.

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(dpa/mcs)