Ohne den Einsatz von Maschinen und Dünger - der Grünen Revolution - stünde es noch erheblich schlimmer um die Erdatmosphäre. Der Mensch hätte mehr Wälder gerodet und erheblich größere Mengen CO2 freigesetzt.
Die Grüne Revolution, die in den 1960er-Jahre anfing, hat auch dem Klima geholfen. Ohne die Intensivierung der Landwirtschaft könnte sich die auf fast sieben Milliarden Menschen angewachsene Bevölkerung des Planeten vermutlich nicht ernähren; es würden heute aber weitaus mehr Treibhausgase in der Luft schweben, haben Forscher an der Carnegie Institution der Stanford University berechnet (PNAS, online).
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Ohne die Grüne Revolution hätte die Menschheit erheblich mehr Anbauflächen gebraucht; im Extremfall die Fläche Russlands. (© dpa)
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Sie mischen sich damit in eine lang debattierte Frage ein. Einerseits hat der Einsatz von Energie, Maschinen, Dünger und Pestiziden Spuren in der Umwelt hinterlassen und das Klima verändert.
Andererseits hätte die Menschheit ohne Veränderung ihrer Anbaumethoden immer mehr Felder gebraucht; im Extremfall die Fläche Russlands, haben die Forscher ausgerechnet. Die nötige Umwandlung von Wildnis in Ackerflächen hätte ebenfalls viele Treibhausgase freigesetzt. Welcher Faktor also überwiegt?
Die kalifornischen Forscher kommen zu einem eindeutigen Ergebnis. Zunächst nahmen sie an, dass der Lebensstandard seit 1961 nicht ansteigen sollte. In diesem Szenario wurden ohne Grüne Revolution zusätzliche Treibhausgase emittiert, deren Wirkung 320 Milliarden Tonnen Kohlendioxid entsprach.
Als die Forscher mit der realen Entwicklung des Lebensstandards rechneten, waren es sogar 590 Milliarden Tonnen. Zum Vergleich: 2008 hat die Menschheit beim Verbrennen von Öl, Gas und Kohle 32 Milliarden Tonnen CO2 freigesetzt.
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(SZ vom 15.06.2010/cosa/mcs)
Riexinger und Kipping führen die Linke
Auch in der ökologischen Landwirtschaft wird der Boden gedüngt. Zwar nicht mit sog. "chemischen Düngern", sondern mit Mist, Gülle und durch Gründüngung. Abgesehen von letzterem ist eine Überdüngung auch mit Mist und Gülle durchaus möglich. "Kunstdünger" und Naturdünger enthalten die gleichen Inhaltsstoffe, Kalium, Phosphat und Stickstoff, wobei es der Pflanze gleich ist, ob die Nährstoffe aus Mist oder aus der Düngertüte kommen. Entscheidend ist rein die Dosierung,
Pflanzenschutzmittel kommen neben mechanischen Verfahren ebenfalls zum Einsatz. Verboten sind zwar chemisch hergestellte Mittel, natürliche Mittel, aus Pflanzen gewonne Gifte (Brennesselsud, Schachtelhalmextrakt ect) sowie Pyrethrum (als Insektizid),ein Stoff aus den Blüten der Wucherblume (Tanacetum) Dieses Gift ist für alle Insekten giftig, auch für nützliche. Ebenfalls hat es eine toxische Wirkung auf Fische, sowie Netzschwefel als Fungizid.
Auch pflanzliche Gifte sind Gifte und auch hier kann es zu einer Immunität bei Schädlingen kommen.
Bedenklich ist der Einsatz in der Biolandwirtschaft von Kupfersulfat, welches zu Leberschäden führen kann. Kupfersulfate sind in der EU seit 2002 bis auf wenige Ausnahmen verboten, eine davon die ökologische Landwirtschaft.
Die benötigte Anbaufläche vergrößert sich, je Pflanzenart unterschiedlich.
herkömmliche Landwirtschaft 100%
(Williams, A., Audsley, E. and Sandars, D. (2006), Cranfield University and Defra.)
Brotweizen 314%
Tomaten 190%
Raps 273%
Kartoffeln 264%
Soso. Haben kalifornische Forscher das festgestellt. Welche eigentlich genau? Es soll ja auch Reporter geben, die zitieren die Quellen oder verweisen auf die Quellen, wenn sie über diese berichten. Die SZ scheint mehr an Unterhaltung als an echter Berichterstattung. Ohne Quellenangaben ist der gesamte Artikel absolut wertlos. Und ich werde das Gefühl nicht los, daß die SZ sehr genau weiß, warum sie die Quellen nicht nennt, auf die sie sich bezieht. Am Ende könnte man dann noch ermiteln, wer die Studie bezahlt hat. *lol* Am Ende gibt es vielleicht sogar noch eine Spur zu BP *lol*
Man kann sich über so einen Artikel wirklich nur wundern und fragen wer dahinter steht, wessen Interssen da verteidigt werden und wer solche fragwürdigen Studien finanziert.
Ohne Monsanto und andere geht da sicher nichts. So wie "ganz seriöse" Studien, die nur so nebenbei von BP und Exxon und anderen finanziert werden, immer noch behaupten es gebe keinen Klimawandel...
Tatsache ist, dass ökologische Landwirtschaft nicht flächenintensiver ist, da sie die Böden schützt und fruchtbar hält. Immer neue Anbauflächen brauchen wir heute vor allem weil durch die "Grüne Revolution" immer mehr Böden unfruchtbar werden und Wasser immer knapper wird.
Diese Form von Landwirtschaft hilft vor allem der Chemieindustrie grosse Gewinne zu machen, sie wird die mittel- und langfristige Ernährung einer immer wachsenden Weltbevölkerung eher unmöglich machen.
Mal abgesehen davon, dass heute das Probleme nicht die produzierte Menge ist, sondern die Verteilung der Lebensmittel...
Viel interessanter wäre eine Studie, welche belegen würde
- was sich die Landwirtschaft einspart, wenn sie auf die Millionen Tonnen Pestizide und Düngemittel verzichtet (welche nur die Chemiekonzerne immer größere Gewinne beschert) und auf ökologische Landwirtschaft umstellen würde
- in welchem Umfang dies die langfristige Gesunderhaltung unserer Böden und letztendlich Gesellschaft fördert
- welche positiven Auswirkungen dies auf die Biodiversität hätte
- wieviel durch intelligente bodenverbessernde Maßnahmen an Mehrertrag erwirtschaftet werden kann usw. usw.
Wie in der Finanz-, so sollte auch bei der Landwirtschaft gelten: weg vom kurzfristigen Gewinnstreben hin zu nachhaltiger Bewirtschaftung! Ansonsten steht hier das nächste ökologische Desaster vor der Haustür! Die Verarmugn der Böden ist heute teilweise bereits irreversibel. Die konventionelle Landwirtschaft ist seiner heutigen Form tritt alle ökologischen Prinzipien mit Füßen und verpestet langfristig unsere Lebensgrundlagen.
ist aufwändig, flächenintensiv und wenig ertragreich. Er ist ein reines Luxusprodukt der reichen westlichen Welt, taugt aber niemals dazu, die Ernährungsprobleme dieser Welt zu lösen.
Der Umweltverträglichkeit der Bio-Landwirtschaft stehen fast 7 Milliarden Menschen gegenüber, die täglich essen wollen. Weltweite Ökolandwirtschaft würde nicht nur die letzten Naturreservate in landwirtschaftliche Nutzfläche verwandeln, sondern hätte auch Hungersnöte zu Folge, die ganz andere Dimensionen hätten, wie die gegenwärtigen.
Diese These vertritt übrigens auch James Lovelock, einer der einflussreichsten Vertreter der Umweltbewegung und Begründer der Gaia-Theorie in seinem Buch "Gaias Rache" 2006
Das Problem der Überbevölkerung macht alle Versuche, die Umwelt zu schützen und zu schonen, letztendlich zur Makulatur. Wer davor die Augen verschliesst, schadet der Umwelt nur.
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