Die Erde hat sich im vergangenen Jahrzehnt nicht so stark erwärmt, wie es Rechenmodelle erwarten ließen. Das liegt zum großen Teil ausgerechnet an den Abgasen chinesischer Kohlekraftwerke.
Die Abgase chinesischer Kohlekraftwerke sind zu einem guten Teil dafür verantwortlich, dass sich die Erde im vergangenen Jahrzehnt nicht so stark erwärmt hat, wie es Rechenmodelle erwarten ließen.
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Kohlendioxid aus Chinas Schornsteinen hat den Treibhauseffekt gefördert, aber der Schwefel im Qualm hat das Sonnenlicht abgeschirmt. (© Reuters)
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Einerseits hätten die Schornsteine Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen, das den Treibhauseffekt fördert, erklären Klimaforscher aus Boston und dem finnischen Turku (PNAS, online). Andererseits seien mit dem Rauch große Mengen Schwefel in die Luft gelangt, die das Sonnenlicht abschirmten.
"Die menschlichen Aktivitäten, die den Planeten wärmen und kühlen, haben sich nach 1998 weitgehend aufgehoben", schreiben die Forscher, darum spielten natürliche Veränderungen eine dominante Rolle. In den Jahren zwischen 1998 und 2008 prägten sogenannte La-Niña-Perioden das Klima.
Dieses Wetterphänomen im Pazifik senkt die Durchschnittstemperaturen; das Gegenteil, der El Niño, wärmt den Planeten - dieser war stark ausgeprägt in den Wärme-Rekordjahren 1998 und 2010.
Wegen des chinesischen Wirtschaftsbooms hatte sich in den Jahren 2003 bis 2007 der Kohleverbrauch des Landes verdoppelt. Die Kraftwerke der Supermacht verfügten in jener Zeit aber kaum über geeignete Filteranlagen. Seitdem habe aber auch Chinas Führung erkannt, dass die Umweltbilanz verbessert werden müsse, erklärte der Erstautor der Studie, Robert Kaufmann von der Boston University, der Nachrichtenagentur AP.
Weil der Schwefel zu Boden sinkt, während das CO2 in der Luft bleibt, schwindet der ausgleichende Effekt. Die Autoren konnten darum die Abläufe des vergangenen Jahrzehnts erfolgreich im Computer simulieren. Sie liefern mit ihrer Studie ein Argument gegen Einwände von Klimaskeptikern; diese hatten behauptet, die globale Erwärmung sei beendet, weil nicht ein Rekordjahr das andere jagte.
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(SZ vom 06.07.2011/mcs)
Demonstrationen in Hamburg
"Leider ist der Artikel wie üblich nicht gratis abrufbar. Wahrscheinlich für den Laien auch nur schwer verständlich."
In der Tat. Das merkt man an den hanebüchenen Äußerungen der Klimaleugner und Verschwörungstheoretiker in sämtlichen Foren. Nichts verstehen, aber ihre "Meinung" lauthals und im Brustton der Laienüberzeugung in den Äther schreien...
@Eulenspiegel:
* Robert K. Kaufmann,
* Heikki Kauppi,
* Michael L. Mann,
* and James H. Stock
Reconciling anthropogenic climate change with observed temperature 1998–2008
PNAS 2011 ; published ahead of print July 5, 2011, doi:10.1073/pnas.1102467108
Leider ist der Artikel wie üblich nicht gratis abrufbar. Wahrscheinlich für den Laien auch nur schwer verständlich.
Was schwefelt denn die SZ da wieder ?
Auf tolle Interpretationen von Kurvenausschnitten von tollen pseudowissenschaftlichen Lobbyisten hereingefallen ?
Warum verlinkt ihr nicht endlich mal die original Veröffentlichungen, aus denen ihr alles verkürzt und verfälscht abschreibt?
Die Temperatur ist ja nur deswegen "nicht" gestiegen, weil man sich den höchsten Peak rausgesucht hat und sich einen willkürlichen Zeitraum ausgesucht hat. Das ist in etwa so sinnvoll als würde ich aus einer Sauna in der Sahara hinaustreten und mich wundern, das es nicht wärmer wird.
Wenn man sich die längerfristigen Referenzperioden anschaut, sieht das schon ganz anders aus. Im Übrigen hatte die Sonne seit ihrem letzten Sonnenfleckenmaximum 2001 eine bis jetzt andauernde, ungewöhnlich lange Minimumphase, die jetzt erst wieder langsam ansteigt. Schwefel wird im übrigen schnell aus der Atmosphäre ausgewaschen und kommt als saurer Regen nieder (viel Spaß damit, dagegen ist Erderwärmung kalter Kaffee)
Es wundert mich wirklich nicht, das in solchen Foren Klimaleugner sämtlicher Coleur aus den Löchern gekrochen kommen, wenn Wissenschaft so unexakt und verissen dargestellt wird. Dieses Geheule über Komplexität geht mir hier echt auf den Zeiger. Ist denn diese Kompelxität ein Grund dafür sich zurückzulehnen, Wissenschaft sein zu lassen, sich einfache Antworten zu suchen und den Planeten weiter zu verschandeln? Die FUD-Strategen der Ölkonzerne und die Verschwörergemeinde im Netz scheinen ja ganze Arbeit geleistet zu haben, wenn man sich hier die Entladungen der geistigen Tiefflieger im Brustton der Überzeugung anhören muss.
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