"Unter diesen Bedingungen werden Millionen von Menschen die Küstengebiete verlassen müssen", schreiben die Autoren der Studie. Wer bleibt, hat mit Nahrungsmangel und der Versalzung des Trinkwassers zu kämpfen. "Die Kindersterblichkeit wird steigen." Auf der Suche nach Nahrung und Einkommen werden die Menschen in die Städte flüchten und verelenden. Als Folge könnte es nach Ansicht der Autoren sogar zu sozialen Unruhen in der gesamten Region kommen, besagt das pessimistische Szenario.
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Im besten Fall sind die Probleme anfangs ähnlich, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts verbessert sich die Situation aber wieder, weil es gelungen ist, den Klimawandel zu stoppen. In diesem Fall stabilisieren sich die Temperaturen auf einem Niveau von 1,8 Grad Celsius über den heutigen Durchschnittstemperaturen.
Trotzdem wird die Kohlendioxidkonzentration in der Luft den kritischen Wert von 450 parts per million überschreiten, ab dem die Korallen absterben. Aus zwei Gründen: Zum einen löst sich mehr Kohlendioxid im Meerwasser, so dass es versauert. Weil sich Kalk in Säure auflöst, haben die Korallen dann Schwierigkeiten, ihr Gerüst aufzubauen.
Zum anderen bewirkt der mit dem CO2-Anstieg verbundene Temperaturanstieg, dass sich die Algen, mit denen die Korallenpolypen in einer so genannten Symbiose zusammenleben, stark vermehren. Als Reaktion schmeißen die Polypen ihre Untermieter quasi raus und bleichen aus.
"Dieser Prozess kann rückgängig gemacht werden, wenn er nicht zu lange dauert", sagt Leinfelder. Und genau das ist die Hoffnung für das beste Szenario: Dass die Korallen die schlimmste Zeit irgendwie überleben und sich dann wieder erholen können, wenn die Bedingungen etwa ab dem Jahr 2050 wieder besser werden.
Um dieses Überleben zu sichern, dürfe die Welt aber nicht weitermachen wie bisher, so die Autoren. Die Kohlendioxid-Emissionen müssten spätestens im Jahr 2020 ihren Höhepunkt erreichen und dann sinken. Im Jahr 2050 sollte der Ausstoß bereits um 80 Prozent unter dem Level von 1990 liegen.
Währenddessen brauchen aber die Menschen der Region Hilfe. Nahrungs- und Wassermangel müssen ausgeglichen werden, bis sich die Situation wieder verbessert - etwa durch Investitionen in Aquakulturen und die Erschließung neuer Trinkwasserquellen. Das wird nach Ansicht der Autoren nicht ohne finanzielle Hilfe der Industrieländer möglich sein.
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(SZ vom 13.05.2009/beu)
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Wozu? Die Menschen haben nichts gelernt und werden auch nichts lernen. Würde der "Westen" heute untergehen, die Menschen in der heutigen "zweiten" Welt würden genau denselben egoistischen Mist machen wie wir heute. Mit den wenigen Resourcen, die wir Treiberameisen zurückgelassen haben.
Homo ist der größte Extinction Level Event seit Perm/Trias. Und wir sind noch LANGE nicht fertig.
Denn wir "wachsen" und "wachsen". Was ist das einzige auf dieser Welt mit unbegrenztem Wachstum? Krebs.