Von Christopher Schrader

Die Ozeane binden etwa ein Drittel des von Menschen freigesetzten Kohlendioxids und werden dadurch langsam sauer. Das bedroht Korallen und Schalentiere.

Der Klimawandel greift die Ozeane womöglich stärker an als angenommen. Sie binden etwa ein Drittel des von Menschen freigesetzten Kohlendioxids und werden dadurch langsam sauer.

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Tote und beschädigte Muscheln als Folge des Klimawandels (© Foto: C. A. Pfister)

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Das bedroht Korallen und Schalentiere, die irgendwann keinen Kalk mehr aufnehmen können. Offenbar läuft dieser Prozess in manchen Regionen zehnmal so schnell wie angenommen, haben Forscher aus Chicago auf der Insel Tatoosh im US-Staat Washington festgestellt.

Sieben Sommer lang haben sie immer wieder das Wasser in einem Becken vermessen, das bei Hochwasser vom Meer geflutet wird (PNAS, Bd.105, S.18848, 2008).

Der pH-Wert schwankte ständig und erreichte Werte zwischen 7,4 und 9,1 (reines Wasser hat 7,0, höhere Werte kennzeichnen Basen). Er variierte im Tagesgang ebenso wie im Verlauf der Saison, weil sich die Tierwelt im Pool änderte.

Durch eine statistische Analyse stießen die Forscher aber auf eine systematische Abnahme des mittleren pH-Werts von 8,4 auf 8,2. Sie räumen aber ein, dass sich die Daten nur auf ihr Becken beziehen.

Die Zusammensetzung der Fauna darin änderte sich, die Bestände an Muscheln und manchen Krebsen nahmen ab.

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(SZ vom 25.11.2008/mcs)