Jeder einzelne Verbraucher von Alltagsprodukten trägt zum Klimawandel bei. Wie sehr, das zeigt das Pilotprojekt "Product Carbon Footprints" (PCF).
Die Finanzkrise hat ein Thema aus der öffentlichen Wahrnehmung verdrängt, über das noch vor ein paar Monaten genauso heftig diskutiert wurde wie heute über die Abwrackprämie und das Konjunkturpaket: den Klimawandel. Wie sehr jeder Einzelne nicht nur davon betroffen, sondern auch daran beteiligt ist, zeigt das Pilotprojekt "Product Carbon Footprints" (PCF), dessen Ergebnisse am Montag in Berlin vorgestellt wurden.
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Zehn Unternehmen haben dabei unter Trägerschaft von WWF, Öko-Institut und Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung untersucht, wie hoch die CO2-Bilanz von einzelnen Konsumgütern aus ihrem Sortiment ist. Um den "CO2-Fußabdruck" zu berechnen, haben die Teilnehmer in bis zu 68 Seiten langen Einzelstudien den Lebenszyklus der 15 Produkte verfolgt.
Sie haben nicht nur berücksichtigt, wie das Produkt hergestellt und transportiert wurde, sondern auch was beim Gewinnen der Rohstoffe passiert ist, wie der Kunde zum Einkaufen gefahren ist, wie er das Produkt genutzt hat und wie es dann entsorgt wurde (www.pcf-projekt.de).
Die untersuchten Konsumgüter und ihre CO2-Fußabdrücke waren so unterschiedlich wie die beteiligten Unternehmen: Tchibo ließ eine Tasse Kaffee auf den Beitrag zum Treibhauseffekt testen (50 bis 101 Gramm), Rewe eine Packung Erdbeeren aus Spanien (442 Gramm), der dm-Drogeriemarkt Toilettenpapier (2,5 Kilogramm pro Zehnerpackung), die Telekom einen Telefonanschluss (über die Jahre 144 Kilogramm) und Tengelmann eine Sechserpackung Freiland-Bioeier (1178 Gramm).
Die Bilanz hängt von jeweils unterschiedlichen Faktoren ab: Beim Kaffee schlägt vor allem zu Buche, wie der Konsument sein Heißgetränk aufbrüht - die CO2-Bilanz kann sich dadurch verdoppeln. Beim Klopapier dominiert die Produktion das Resultat, bei den Eiern entstehen fast zwei Drittel des Kohlendioxids in der Haltung der Hühner, bei den Erdbeeren ist hingegen der Transport ein großer Faktor.
Doch gerade beim Transport sind laut Josef Lüneburg-Wolthaus von Rewe die Möglichkeiten begrenzt, CO2 einzusparen. Die Transportlogistik sei nahezu ausgereizt. Kein Lastwagen fahre leer nach Spanien zurück, gleichzeitig käme ein Transport mit der Bahn wegen der langen Fahrtdauer nicht in Betracht. Wer im Winter deswegen lieber zu Äpfeln greifen möchte, sollte bedenken, dass deren Lagerung ebenfalls klimaschädlich ist.
Allein vier Tonnen CO2 pro Person entfallen in Deutschland zurzeit auf den privaten Verbrauch; das macht 40 Prozent der gesamten Emissionen aus. Viele Experten halten langfristig nur einen international einheitlichen Ausstoß von zwei Tonnen pro Kopf für vertretbar.
Der Konsument hatte bislang aber kaum eine Chance, sich über die Klimarelevanz seiner Einkäufe zu informieren. Deswegen hat das Pilotprojekt jetzt vorhandene Methoden zur CO2-Ermittlung getestet. Den persönlichen "CO2-Fußabdruck" zu kennen, sei laut Christian Hochfeld vom Öko-Institut zwar keine "Allzweckwaffe gegen den Klimawandel", aber zumindest ein Schritt, um diesen zu begrenzen.
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(SZ vom 27.01.2009/mcs)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Die logische Folgerung lautet: Je weniger oben rein kommt, umso weniger kommt unten raus. Deshalb: Hiermit sind alle aufgefordert, weniger zu essen, denn das schont die Umwelt. Und wenn man schon essen muss, dann bitte nur die Kartoffeln, die man im Vorgarten gezogen hat.
....denkt man die Grundimplikation dieser Studien zuende, sollte man besser gar nichts mehr essen, denn dann würde die Erde erst so richtig entlastet. ;-)
...:Toilettenpapier grundsätzlich beidseitig verwenden. Der Erfolg liegt klar auf der Hand! Sorry, aber diesen uralten Pennälerscherz konnte ich mir an dieser Stelle nicht verkneifen.
Natürlich habe ich den Beitrag reingesetzt, das kommt doch klar zum Ausdruck. Ich habe ihn mir nur aufgehoben, weil ich ihn für die Gläubigen, die die Weltrettung durch Deutschland als Vision sehen u. verehren. Zu Ihrem Appell etwas für die Umwelt zu tun, ist doch grundsätzlich nichts einzuwenden. Denn nur der einfache Bürger hat sie so zerstört und niemand anderes. Sie wissen doch selbst der Umweltminister fährt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu Beratungen und läßt seinen Dienstwagen hinterher fahren, damit er dann vom Bahnhof pünktlich zur Tagung kommt. Ich glaube es zwar nicht, aber ein Gerücht sagt, Claudia Roth fährt immer mit einem Paddelboot zu ihrer Villa in die Türkei.
Sie können ganz sicher sein, ich benehme ich im Einklang mit der Natur und benehme mich wie ein Gast auf unserer Erde, ohne Geschrei wie toll ich bin. Ich bin dunkelgrün, allerdings ohne Bezahlung.
P.s. Vielleicht finde ich noch die Quelle des Beitrages
weil hier die abwrackprämie genannt wird: hat sich mal jemand die mühe gemacht, die co2 - bilanz eines pkw-lebens aufzustellen? ich glaube schon. die abwrackprämie ist fürs klima vermutlich eine katastrophe: man bedenke, ein lediglich neun jahre altes auto wird verschrottet, dafür ein neues gebaut, das vielleicht 10% weniger verbraucht. interessant ist, wie es im fernsehen dargestellt wird: man sieht dann immer ein altes auto, vorwiegend einen alten golf 1, mit stahlfelgen und rostigen kotflügeln, der allerdings eher 27 jahre alt ist, nicht 9. ich schätze, dass jeder, der unter 20.000 km in jahr fährt, dem klima zuliebe sein altes auto behalten sollte: ein neues herzustellen und stehend alt werden zu lassen bringt der umwelt nur belastung. die zahl kann höher oder niedriger sein, aber es ist eigentlich ein alter hut.
Steht doch groß und deutlich in der Titelzeile: "dietel40: Wann hört der Schwachsinn endlich auf?". Und dort schweifen sie gleich nach dem ersten Absatz zur Landflucht der Inder ab! Was soll denn das in diesem Zusammenhang? Das kann man doch nur als absichtliche Verharmlosung der wahren Verhältnisse ansehen! Oder wollen sie uns jetzt erzählen, jemand hätte Ihren Account gehackt, und diesen Kommentar unter Ihrem Namen veröffentlicht? Na?
Und was das Gewissen angeht, da sollte eigentlich jeder, der eins hat, angehalten sein, zumindest einfache und nun wirklich nicht "komfortschädliche" Möglichkieten zum umweltverträglicheren Leben, wie eben Energiesparlampen, zu nutzen. Falls es zu viele Unbelehrbare gibt, muß nötigenfalls auch ein entsprechendes Gesetz her. Da hilft uns nix, wenn wir die totale Katastrophe noch abwenden wollen.
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