Die US-Regierung hat mit einer wichtigen Entscheidung ihre Kompetenzen beim Klimaschutz gestärkt - auch in Kopenhagen konnte ein erstes Ergebnis erzielt werden.
Bei der Eröffnung der Klimakonferenz in Kopenhagen hat sich ein erster Erfolg abgezeichnet. Viele Industrieländer hätten prinzipiell zugesagt, in einen Fonds für sofortige Hilfe an die ärmsten Länder einzuzahlen, die besonders unter dem Klimawandel leiden, sagte der Leiter des UN-Klimasekretariats, Yvo de Boer, am Montag in der dänischen Hauptstadt.
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Der Leiter der amerikanischen Delegation, Jonathan Pershing, bestätigte, die USA seien bereit, einen ,,fairen Anteil'' zu den geplanten 30 Milliarden Dollar für die Jahre 2010 bis 2012 beizutragen.
Der amerikanische Präsident Barack Obama bekräftigte in Washington seine Entschlossenheit, mit einem Gesetz dem Klimawandel gegenzusteuern. Obama hat Probleme, die Reduktion von Treibhausgasen durch den Kongress zu bringen.
EPA: Kohlendioxid gesundheitsschädlich
Eine Möglichkeit, die Blockade zu umgehen, eröffnete am Montag die US-Umweltbehörde EPA. Sie erklärte Kohlendioxid und fünf weitere Gase für gesundheitsschädlich und eine Regulierung des Ausstoßes für nötig. Das ist Bedingung dafür, dass Washington notfalls ohne Zustimmung des Kongresses Klimagesetze verabschieden könnte.
Zu dem Klima-Fonds für die armen Länder werde die EU voraussichtlich "zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr" beisteuern, sagte ein hoher EU-Diplomat in Brüssel. Das Geld soll Entwicklungsländern helfen, Strukturen aufzubauen und Dämme gegen Flutwellen zu errichten. Am Donnerstag findet in Brüssel parallel zur Klimakonferenz ein EU-Gipfel statt.
Dort wollen die 27 europäischen Staats- und Regierungschefs konkrete Zusagen beschließen. "Die EU ist bereit, ihren Anteil an Soforthilfe für die Jahre 2010 bis 2012 zu zahlen", heißt es im Entwurf der Abschlusserklärung, der der SZ vorliegt. Die genaue Summe stehe fest, wenn sich alle 27 Länder verpflichtet hätten, sagte ein Vertreter der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft. "Ohne Soforthilfen würde die Klimakonferenz vorzeitig scheitern", sagte ein Diplomat.
Der Durchbruch könnte die Stimmung bei den Verhandlungen deutlich verbessern. Am ersten Tag der Konferenz wurde klar, dass die Positionen der 192 Staaten noch weit von einander entfernt sind. Einerseits lobte Konferenz-Präsidentin Connie Hedegaard, dass auch alle großen Schwellenländer Angebote zur Reduktion von Treibhausgasen vorgelegt hätten.
Zuletzt hatten Indien und Südafrika Selbstverpflichtungen angekündigt. Kanzlerin Angela Merkel sagte am Montagabend, die Schwellenländer stünden besonders in der Pflicht. Andererseits sagte der Leiter der EU-Delegation, der schwedische Umweltminister Andreas Carlgren, die Angebote der USA und Chinas seien bei näherem Hinsehen zu gering. Bundesumweltminister Norbert Röttgen sagte im ZDF, er erwarte konkrete Entscheidungen.
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(SZ vom 8.12.2009/beu)
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Die Abholzung der Regenwälder und deren Umwandlung in Agrarflächen ist Raubbau an der Natur. Sie setzt den in der Biomasse gebundenen Kohlenstoff i.w. als CO2 frei. Dies wird sehr wohl in den Klimamodellen berücksichtigt. Die gesellschaftliche oder politische Frage ist, wie man dem Raubbau wirksam entgegen treten kann. Ich möchte nur auf zwei Wege hierzu hinweisen:
1. Die Sensibilisierung der Verbraucher, nur Holz aus nachhaltiger Holzwirtschaft zu verwenden, z.B. durch Vergabe von entspr. Siegel.
2. Die finanzielle Belohnung von Staaten für ihre Waldflächen. Dies ist eine Idee, die mit den CO2-Zertifikaten erreicht werden soll.
Man kann das alles für unwirksam oder nicht ausreichend halten - dann bitte weitere Vorschläge entwickeln.
Dass mit Produkten, die nachhaltiges Wirtschaften ermöglichen oder regenerative Energien erzeugen, rentable Unternehmen betrieben werden können, ist, so wie ich glaube, unverzichtbar. Jeder, der hier seine Arbeit leistet, möchte ja dafür entlohnt werden und zumindest seinen Lebensunterhalt damit bestreiten können.
Die hohen Profite, die mit Raubbau wie Kohle, Erdöl, usw. gemacht werden, sind bekannt uns es ist sicher auch bekannt, dass aus diesen Bereichen die massivsten, eigennützigen Widerstände gegen Maßnahmen zur Begrenzung des Klimawandels betrieben werden.
Nun kann man die Prognosen über einen kurz-, mittel- oder langfristigen Klimawandel für Verschwörungen oder sonstigen Humbug halten. Hier bleibt jeder persönlich aufgerufen, sich eine Meinung zu bilden und verantwortlich zu handeln.
Mein Vorschlag ist, das jeder seinen Nachkommen eine Art Vermächtnis hinterlässt, in dem er klar Stellung bezieht.
Etwa "Ich habe den prognostizierten Klimawandel für Unfug gehalten und entschieden alle Maßnahmen hierzu abgelehnt".
Mein persönliches Vermächtnis wird allerdings anders aussehen.
Willig nimmt man hin, daß Prognosen gewisse Unsicherheiten bieten. Lediglich die Zahl der vorgelegten Prognosen wird als untrügliches Zeichen gewertet, daß es mit der Welt zu ende geht.
Jedoch: Wissenschaft ist keine demokratische Veranstaltung, allenfalls die Zusammenkunft der 160000 Environment-Krieger in Kopenhagen mag eine sein.
Es gibt jedoch jenseits derartiger Katastrophenszenatrien ein paar Fragen, die die Glaubwürdigkeit der Katastrophenexperten erschüttern:
Warum nämlich wird nirgendwo der Bestand der Waldflächen herangezogen, der ja bekannterweise das entstandene CO2 benötigt und in wertvolle Kohlenstoffverbindungen umwandelt? Mit anderen Worten: warum ist man nicht bereit, jenen Menschen das Geld zu bezahlen, das sie brauchen, um ihre Waldbestände zu erhalten?
Und vor allem: warum ist niemand bereit, das ursächliche Problem der Umweltbelastungen zu benennen: nämlich die Überbevölkerung?
Nein, die Krieger in Kopenhagen haben es gesagt, was Sache ist: Umweltschutz muß sich (wirtschaftlich) lohnen! Das aber ist unverkennbar!
Dem von ihnen zitierten Artikel aus der Zeit kann ich nur in vollem Umfang zustimmen. Manipulationsversuche, auch für eine "gute Sache", sind nicht tragbar und schaden der Wissenschaft insgesamt.
Der Artikel macht allerdings auch deutlich, dass der Klimawandel und der Einfluss des Menschen als gesichert gelten: "Das Klima wandelt sich, und der Mensch beschleunigt den Kollaps der fragilen Systems Erde."
Es liegt in der Natur des komplexen Systems, dass Prognosen mit Unsicherheiten behaftet sind. Wenn jedoch unumkehrbare Entwicklungen mit erheblichen Auswirkungen auf die gesamte Menschheit, der Kollaps des fragilen Systems Erde, als sehr wahrscheinlich vorhergesagt werden, muss jeder sich dieser Verantwortung stellen und entsprechend handeln.
Unbestritten gebe ich Ihnen hinsichtlich der wissenschaftlichen Arbeitsweise recht. Das Problem ist doch gerade, dass die Ergebnisse im IPCC politisch (siehe Gründungsgeschichte; siehe Arbeitweise) einseitig motiviert sind und gerade(!) mit wissenschaftlicher seriöser Arbeit kaum noch was zu tun haben. Nur alle Quellen beziehen sich immer und immer wieder auf das IPCC. Der Skandal um den "Hockey-Stick" von Mann im IPCC Bericht 2001 diskrediert eine ganze Branche, seriös arbeitender Wissenschaftler.
z.B. IPCC Berichte von 1992 - 2007 entstanden von IPCC-Reviewer Dr. Vinvent Gray [in deutsch]
http://www.oekologismus.de/wp-content/uploads/gray-ipcc.doc
Eine Validierung und Falsifizierung der Ergebnisse vom CRU; Jones und Mann ist teilweise nicht möglich, da die Datensätze nicht öffentlich zugänglich sind; tlw. gelöscht werden bzw. Prüfungen behindert werden (siehe Climagate)
Interessante Aspekte zum Nachdenken
http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2009-12/klimadaten-kritik
Es was zu tun auf eine evtl. falsche Annahme hin, viel Geld auszugeben, was an anderer Stelle fehlt, neue Abhängigkeiten (Zertifakt-DIN für Afrikanische Bauern) schaffen - wollen wir das, oder sollten wir nicht erst halbwegs sicher sein ...
Für mich ergibt sich allerdings, dass auf Grundlage aller mir zur Verfügung stehen Informationen ein Klimawandel sehr wahrscheinlich ist und dass die Gesellschaft durch konzertiertes Handeln hier wirksam eingreifen kann und es angesichts der zu erwartenden Auswirkungen auch muss, denn um es mit den Worten von Franklin D. Roosevelt zu sagen:
Im Leben gibt es etwas Schlimmeres als keinen Erfolg zu haben: Das ist, nichts unternommen zu haben.
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