Ob zwei oder sieben Grad - das Klima erwärmt sich, der Meeresspiegel steigt: Doch was bedeutet das für die Nordseeküste oder die Alpen?
Kurz vor dem Weltklimagipfel in Kopenhagen sind die Warnungen der Klimaforscher deutlich: Wenn die Politik nicht entschlossen handele, könnte bis zum Ende des Jahrhunderts die Durchschnittstemperatur um sieben Grad Celsius und der Meeresspiegel um etwa einen Meter steigen. Ein düsteres Szenario.
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Wie wirkt sich die Klimaerwärmung an der Nordseeküste aus? Müssen die Deiche höher werden, wie kommen Tiere mit Veränderungen klar? (© Foto: dpa)
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Doch was bedeuten eine Erwärmung um zwei, drei oder mehr Grad Celsius oder der Eisschwund am Nordpol? Wie wirken sich Veränderungen des globalen Klimas in Küsten- oder Bergregionen und im Flachland aus - und wie können oder müssen die Menschen diesem Wandel begegnen?
"Für die Bauern in der Lüneburger Heide ist es wichtig zu wissen, ob die Sommer trockener werden", sagt Klimaforscher Peter Lemke vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI). Denn dann müssten sie Bewässerungsanlagen bauen. Die Menschen an der Nordseeküste müssten erfahren, ob und um wie viel der Meeresspiegel ansteige. Denn nur dann könnten sie neue Deiche planen.
Solche konkreten Auswirkungen werden nach Ansicht regionaler Klimaforscher in globalen Klimamodellen bislang zu wenig beachtet. Sie halten die Aussagekraft der großen Raster in einzelnen Regionen daher bislang für begrenzt.
Das Wissenschaftszeitschrift Science zitierte vor kurzem mehrere Studien, in denen dargelegt wird, dass globale Klimamodelle das Aussterberisiko von Tieren und Pflanzen massiv überschätzen (26, S. 806/807). Demnach werden in den großskaligen Modellen weder die Vielfalt der regionalen Topographie noch mikroklimatische Vorgänge wie beispielsweise die Auswirkung von Düngernutzung auf Ausstoß von Treibhausgasen ausreichend beachtet, um für die einzelnen Regionen adäquate Klimavorhersagen treffen zu können.
So stellten Forscher unter anderem fest, dass das Risiko Hunderter europäischer Schmetterlingsarten auszusterben, ganz anders eingeschätzt werden müsse, wenn man entgegen globaler Klimamodelle die topographischen Bedingungen in der Region stärker berücksichtige: Für Flachlandregionen sind die Überlebensprognosen danach für zahlreiche Schmetterlingsregionen deutlich schlechter, in bergigen Gegenden dafür deutlich besser als in grobgerasterten Modellen prognostiziert.
Reduzierte Darstellung
"Diese Studien zeigen das Maß an Komplexität auf, mit dem wir konfrontiert sind, wenn wir versuchen, die möglichen Konsequenzen eines künftigen Klimawandels auf die Artenvielfalt zu modellieren und vorherzusagen", heißt es in dem Wissenschaftsmagazin.
Auch Wissenschaftler in Deutschland halten eine bessere Einbindung der Kenntnisse über regionale Klimaentwicklungen in globale Modelle für notwendig. In diesen groben Rastern werde die Erde in verschiedene Kästchen eingeteilt, die meist 200 bis 300 Quadratkilometer groß seien, erläutert Klimaforscher Lemke.
In einem solchen Modell werde die Klimaentwicklung in ganz Norddeutschland dann beispielsweise in zwei Boxen festgehalten. "Das ist nicht gut genug um herauszufinden, ob das Klima in Brandenburg anders aussieht als an der Nordseeküste", sagt Lemke. Um die Lücke zwischen globalen und regionalen Klimaabläufen zu schließen, haben sich acht Helmholtz-Institute, darunter das AWI, kürzlich zum Verbund "Regionale Klimaänderungen" (Reklim) zusammengeschlossen.
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Gysi gegen Lafontaine
... Alles große Personen ihrer Zeit. Wir leben aber im 21. Jahrhundert und die Aufgabenstellungen sind andere. Deutschland muss nicht neu gegründet und auch nicht von Hitler befreit werden. Bismarck behauptete schon zu seiner Zeit nicht mehr, die Erde sei eine Scheibe - auch wenn man damals noch nicht in den Weltraum fliegen konnte, um sich mit eigenen Augen von ihrer Kugelform zu überzeugen. Ich halte es für möglich dass Bismarck - würde er heute noch leben - ein Befürworter des Klimaschutzes wäre. Er war Realist und Pragmatiker und kein Ideologe.
Zitat: "... der letzte Politiker, der Ihren Vorstellungen entspricht, wahrscheinlich Otto von Bismarck ist ..."
Was wäre so schlecht daran, immerhin hat er 1871 das Deutsche Reich errichtet. Ein großer deutscher Staatsmann und mal objektiv betrachtet, seit seinem Rücktritt als Reichskanzler am 20.03.1890 ging es mit Deutschland abwärts. Eine Fortführung seiner Außenpolitik, insbesondere die Pakt-, Beistands- und Rückversicherungsverträge mit Frankreich, Russland, Britannien und Österreich hätten ziemlich sicher den Ersten Weltkrieg (und des in dessen Folge heraufbeschworen II. Weltkriegs) verhindert, so wie seine Sozialgesetzgebung im Innern ein Aufkommen der Sozialisten verhinderte, der Kirchenkampf den römischen Einfluss entscheident zurückdrängte und durch den Preußens ersetzte. Er dürfte der bedeutendste Politiker des 19. Jahrhunderts überhaupt gewesen sein, ähnlich wie Sir Winston Churchill der des 20. Jahrhunderts. Männer wie diese beiden sind einmalige begnadete Ausnahmen.
Das schließt natürlich nicht aus, dass Deutschland bis heute auch noch andere große Staatsmänner hervorgebracht hat: z.B: Reichsaußenminister Gustav Stresemann, den Hitler-Attentäter Claus Schenck Graf von Stauffenberg, den Kardinal Clemens August Graf von Galen, Bundeskanzler Konrad Adenauer oder Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard und andere mehr
Woher nehmen Sie nur Ihre Aussagen? Der Einfluss der Sonne wird sehr wohl in den Modellen erfasst, die sog. Milanković-Zyklen beinhalten sowohl den Strahlungsantrieb der Sonne bzw. dessen Veränderung, als auch die Variation der Neigung der Erdachse.
Auch wenn es durchaus Kritik an diesem Modell gibt, lässt sich die derzeitige Entwicklung kaum mit extraterrestrischen Klimafaktoren erklären.
@ Oildrum
Wenn Sie sich die Verweilzeitspektren der klimawirksamen Gase in der Atmosphäre ansehen, die immerhin von 20 bis zu 100 Jahren reichen, ist es m.E. doch zu erwarten, dass wir das Klima beeinflussen, lange bevor uns fossile Brennstoffe ausgehen.
Wenn ich mir Ihren Beitrag so durchlese, kommt mir zwangsläufig der Gedanke, dass der letzte Politiker, der Ihren Vorstellungen entspricht, wahrscheinlich Otto von Bismarck ist. Insofern könnte das passen, da Ihre Aussagen offenbar vom Zeitgeist des 19. Jahrhunderts nachhaltig beeinflusst ist.
Jedenfalls möchte ich die Werte und die Vorstellungen, die Sie propagieren, nicht mal geschenkt.
Unglaube kann auch eine Religion sein!
Was reden Sie von Götzendienst und ausgebliebener moralischer Wende? Zum Glück gibt es in unserer gottlosen Gesellschaft noch einige, die sich für die Schöpfung einsetzen. Das ist meiner Meinung nach ein größerer Dienst an Gott als ihn immer im Munde zu führen und jeden Sonntag in die Kirche zu gehen. Der Götze, der heute angebetet wird, ist der Konsum der Verbrauch unserer natürlichen Ressourcen. Um ja nicht über den eigenen Lebensstil nachdenken und ihn ggf. ändern zu müssen, werden jene wissenschaftlichen Tatsachen ignoriert und verunglimpft, die vor einen Klimawandel warnen. Betrüger und Verschwörer im allerbesten Fall Gutmenschen oder politisch Korrekte werden all die genannt, die sich für den ökologischen Wandel einsetzen. Ihre Argumente sind nicht ehrlich. Sie sind verstaubt, gestrig und realitätsblind. Das nenne ich verantwortungslos und unmoralisch.
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