Dieser April ist der trockenste, wärmste und sonnigste in Bayern seit es meteorologische Aufzeichnungen gibt. Unter Bauern und Forstleuten wächst die Sorge, dass die extreme Trockenheit noch länger anhält.
München - Förster Gerhard Waas schiebt mit seinem Bergstiefel das Brombeerkraut beiseite, bis man die vielen frischen grünen Fichtennadeln auf dem Waldboden nahe des Tegernsees erkennt.
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Die Bauern in Unterfranken müssen die Felder bewässern. (© Foto: dpa)
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"Die wurden alle von den Fichten hier abgeworfen. Die Bäume sind in einem Trockenstress wie sonst nur im Hochsommer." Launisch wird der April gerne genannt, mal ist er frostig kalt, mal stürmisch, mal regnerisch, mal sonnig.
In diesem Jahr zeigt sich der April zwar von seiner ganz anderen Seite, aber wieder schlägt er dabei alle Rekorde: Es ist der trockenste, wärmste und sonnigste April in Bayern seit es meteorologische Aufzeichnungen gibt, sagt Volker Wünsche, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst.
Und sollte es so weitergehen, wie die Münchner Wetterexperten prophezeien, wird sich an dieser Bilanz bis zum Monatsende auch nichts mehr ändern. Denn es soll weiter sonnig bleiben. Mit dem April setzt sich das zu warme und trockene Wetter fort. Inzwischen hält es seit acht Monaten an.
"Sonnenscheindauer liegt in Süddeutschland exorbitant hoch"
Die Temperaturen lagen vier Grad über dem langjährigen April-Mittel. Derzeit heizt die Sonne die Luft wieder auf 25 Grad und mehr auf, wie bereits an dem Wochenende nach Ostern.
Die Sonnenscheindauer liegt vielerorts schon jetzt bei 250 Stunden - ein Rekord. In den Vorjahren schien die Sonne während des ganzen Monats gerade mal 150 Stunden lang. "Die Sonnenscheindauer liegt in Süddeutschland heuer exorbitant hoch", sagt Wünsche. "Bis Ende des Monats steuern wir auf 300 Stunden zu."
Besonders deutlich fallen die Unterschiede beim Regen aus: In einigen Regionen sei in diesem April bisher nur ein Fünftel der normalen Niederschlagsmenge gefallen, sagt Wünsche. Im unterfränkischen Ostheim vor der Rhön zeigte die Messstation des Wetterdienstes bislang noch keinen einzigen Tropfen Regen an.
Zwar habe es am Dienstag leicht genieselt, aber das Wasser sei im Nu verdunstet, berichtet Bürgermeister Adolf Büttner. Noch nimmt er die ungewöhnliche Trockenheit gelassen und genießt wie viele andere Ostheimer die Mittagspause unter den Sonnenschirmen der Cafés entlang der Marktstraße: "Wir haben hier Biergartenwetter pur", schwärmt er. Um der Natur willen hofft aber auch Büttner, dass jetzt endlich Regen kommt.
Wintergerste ausverkauft
Für Ernteprognosen sei es noch zu früh, erklärt der Bayerische Bauernverband (BBV), doch es ist unübersehbar, dass die Lage der Landwirtschaft wegen der starken Trockenheit auf den Feldern langsam heikel wird.
Wenn der Regen noch mehrere Tage ausbleibt, dann drohen Mengen- und Qualitätseinbußen bei Getreide und Kartoffeln. Die Felder mit Sommergerste und Hafer sind schon jetzt sehr licht. Zum Teil ging die Saat gar nicht auf. Auch Wintergetreide und Raps bräuchten jetzt dringend Wasser. Auf dem Grünland haben die Pflanzen aufgehört zu wachsen.
"Die Bauern sind schon seit Tagen ziemlich nervös", meldet die Geschäftsstelle des Bauernverbandes in München, "alle lechzen nach Regen". Einige Landwirte hätten bereits Felder umgepflügt und neu angebaut. Andere behelfen sich, indem sie ihre Felder beregnen, was normalerweise erst im Juni geschehe.
Dies belastet die Landwirte mit zusätzlichen Kosten. Auf vielen Bauernhöfen sind die Futtervorräte nicht üppig. "Die Wintergerste ist bereits ausverkauft", sagt Otto Baumgarten, der BBV-Obmann im Landkreis Mühldorf. Die Futtermittelpreise schnellen in die Höhe, nicht jedoch die Fleisch- und Milchpreise.
"Wasservorräte im Boden gut gefüllt"
In der Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) schätzt man die Lage noch nicht als dramatisch ein. "Zwar sind die Waldböden bis in eine Tiefe von zehn Zentimeter extrem ausgetrocknet", sagt Christoph Schulz, der dort das Sachgebiet Waldökologie leitet, "aber die Wasservorräte darunter sind noch vergleichsweise gut gefüllt."
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DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Vielleicht weiss jemand genaueres, aber ich habe das ungute Gefühl, dass es nicht richtig sei kann um Regen zu beten (Chef des Bauerverbands im Interview)und mit Rücksicht aufs Portmonnaie selbst den eigenen Garten nicht mehr zu giessen. Das ist völlig falsch verstandener Umweltschutz.
Wo soll der Regen den herkommen, wen grosse Teile der Landschaft verpflastert und alle wie die Deppen Wasser sparen?Zwar verschwendet bei uns wirklich viel zuviel Wasser in den Abwasserkreislauf, aber kaum was geht in den "natürlichen Kreislauf". Oder habt Ihr schon mal einen Sparkassenangestellten gesehen, der ein zur "Liegenschaft"gehörendes Bäumchen giesst. Der natürliche Wasserkreislauf wird ausgebeutet. Die Kosten und Preise für das, ich sag jetzt mal ganz abgefahren "Lebewesen Wasser", sind warscheinlich auch zu undifferentiert geregelt.
MikroWetter kann man zwar nicht selber machen, aber einer gewissen "Regenwarscheinlichkeit" kann man schon entgegenwirken.
Dies ist kein Kommentar, sondern nur eine Frage ! Ich finde diesen "gut/böse" Balken zur Bewertung der Meinungen unmöglich. Besser wär man könnte die Beiträge der Profis bewerten als die Leser. Was ist denn das für ne Vorstellung von Demokratie ?
Ich glaube, damals in den End60ern wurden vor allem die "deutschen" Hippies ausgelacht, weniger das Umweltthema, das ja erst "entdeckt" wurde.
Ist doch immer so: Ausgerechnet die heißesten USA-Kritiker ahmen US-amerikanische Moden und Denken nach und halten sich dann für besonders kreativ, sozialkritisch etc. Dann betrachten sie sich als aussterbende Minderheit, die gegen den Krieg und für die Bewahrung der Schöpfung ist - echte Hippies eben. Deshalb werden die "Antiamerikaner" auch nie ernst genommen, weil sie eben nicht originär sind, sondern aus den USA abgekupfert haben, z.B. Sektenromane lesen etc. Mit den einfachen Lösungen kann man die Problematik ohnehin nicht lösen. Typisch auch der Kommentar, die Autoindustrie soll blechen: klar, da klatschen alle Beifall, weil sie meinen, damit ungeschoren davon zu kommen. Letztlich werden aber die Kosten umgelegt, und dann muss auch der Hippie, der sich von Natur aus aus jeder Verantwortung stiehlt, seinen Beitrag leisten.
Die Implikation aus dem ganzen ist, dass es jetzt wohl doppelt teuer wird. Jetzt müssen wir viel Geld aufwenden um den Klimaschutz abzumildern und gleichzeitig viel Geld aufwenden um den schon jetzt offensichtlich werdenden Schäden abzumildern oder zu ersetzen.Woher nehmen?Ich würde vorschlagen,dass man aufgrund der Sachlage an die Verursacher geht (Automobilindustrie, Energiewirtschaft) die durch das Ignorieren (es ist ja nicht erst seit diesem Jahr bekannt das CO2 ein Treibhausgas ist) und "weiter so koste es was es wolle" eine Verschärfung der Erderwärmung mit verursacht haben und diese zu Milliardenzahlungen verdonnert um die jetzt schon spürbaren Folgen zu bezahlen.Aber auch die Zeitgenossen die sich jetzt noch aus Ausvernunft oder Neanderthaler-Ego einen Spritfresser zulegen sollte man mit 2000-5000/Jahr an den Folgen beteiligen.Man kann nicht den Spaß privatisieren und die Folgen sozialisieren.Wer sich heute noch einen Spritfresser kauft obwohl dessen negative Auswirkungen jetzt unbestritten bekannt sind,handelt asozial.Diese Wetterrekorde (Temperatur, Niederschlags-Minus (Dürre)) kann man schon nicht mehr mathematisch als "Ausreißer" definieren,da sich diese "Rekorde" schon seit Jahren manifestieren und verfestigen.Uns stehen teure Zeiten bevor und zahlen soll bitte schön wer es verursacht und nicht wie immer der Steuerzahler.
Ich erinnere mich an meine Hippie-Zeit. Schon Ende der Sechziger haben wir Bücher über dies Thema verschlungen und versucht, darüber zu reden... Aber wir waren ja "Spinner" :-)
Dass der Globus kaputt gehen könnte, wurde im ANTARIS Roman 1986 verbreitet: ebenfalls Gelächter und vor allem Blockierungen. Und darin steht auch, dass man den Terrorismus (aus Washington heraus) schafft, um die Menschen zu entrechten. Circa 5 globale Schwerpunkte aus dem Roman traten allesamt ein (nicht mehr erhältlich). Die Schriftsteller verfolgt bis zum heutigen Tag! richard kendel
Auch in der SZ ist dies ernsthafte und globale Thema nicht etwa eine erstrangige Meldung.
Sondern: irgendwelche Halunken in der Spitze eines Konzerns gehen oder kommen. Irgendwelche Politiker die sich im Kreise um ihresgleichen drehe'n. Oder: welche Sau wurde gestern durch's TV getrieben...
Ich erinnere mich an meine Hippie-Zeit. Schon Ende der Sechziger haben wir Bücher über dies Thema verschlungen und versucht, darüber zu reden... Aber wir waren ja "Spinner" :-)
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