US-Wissenschaftler halten es für möglich, eine Klima-Katastrophe in der Arktis noch abzuwenden - allerdings durch sehr drastische Einschnitte.
Um die drohende Klima-Katastrophe in der Arktis noch abzuwenden, muss einer neuen Studie zufolge der weltweite Treibhausgas-Ausstoß bis zum Ende dieses Jahrhunderts um mindestens 70 Prozent gesenkt werden.
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Zwar steige die weltweite Durchschnittstemperatur trotz einer derartigen Verminderung der Klimagase, die drastischsten Folgen der Erderwärmung für die Arktis könnten aber gemildert werden, schreiben die Wissenschaftler um Warren Washington vom Nationalen Zentrum für Atmosphären-Forschung in Boulder im US-Bundesstaat Colorado.
Dies könnte zum Erhalt von Fisch-, Vogel- und Säugetierbeständen beitragen, heißt es weiter - damit also beispielsweise auch zum Schutz der Eisbären.
"Die Forschungsarbeiten zeigen, dass wir eine deutliche Erwärmung des Planeten im 21. Jahrhundert nicht mehr vermeiden können", schreiben Washington und seine Kollegen: Wenn es der Welt aber gelinge, die Treibhausgas-Emissionen in diesem Ausmaß (70 Prozent) zu mindern, könnte eine Katastrophe verhindert werden.
Die Studie umfasst eine Serie von Supercomputer-Modellrechnungen und wird am kommenden Dienstag in den Geophysical Research Letters veröffentlicht.
Das Sommer-Eis der Arktis würde durch die Verminderung der Treibhausgase bis 2100 nur um etwa ein Viertel seines Volumens zurückgehen und sich dann stabilisieren. Beim ungebremsten CO2- Ausstoß würden dagegen mehr als drei Viertel bis zur Jahrhundertwende schmelzen - und das Eis auch danach weiter schrumpfen.
Mit starken Einschnitten beim Treibgas-Ausstoß würde sich CO2-Konzentration bei 450 ppm (Teile pro einer Million Teile Luft) einstellen. Das wäre rund das Anderthalbfache der CO2-Konzentration vor Beginn der Industrialisierung (284 ppm). Beim derzeitigen Verhalten des Menschen steuert die Kohlendioxid- Konzentration nach Auskunft der Forscher auf 750 ppm im Jahr 2100 zu, was einer weiteren Temperaturerhöhung um 2,2 Grad Celsius entspreche.
Wenn der Mensch es schaffe, den CO2-Gehalt mit alternativen Energien und Verminderung des CO2-Ausstoßes nur bis 450 ppm steigen zu lassen, werde die Temperatur bis 2100 nur um weitere 0,6 Grad ansteigen.
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(AFP/dpa/beu)
Riexinger und Kipping führen die Linke
@adenosine: Mann muß nicht so weit zurück gehen. Die letzte Erderwärmung vor 2000 Jahren hat Rom, Äthiopien und Ägypten gestürtzt. Aber man hat es überlebt. Nichts desto trot muß man ja nicht alles machen was wir überleben können. Wir würden auch einen eingeschränten Atomkrieg irgendwie überleben aber wer will das schon. Ich fänd es gut wenn man "drastische" Masnahmen ergreift. Urwälder schützen, Treibhausgase vermindern und am besten sofort. Schadet sicher nichts.
Die lassen nicht locker mit ihrem Arbeitsnachweis. Solange die Lobby das Geld gibt, wird es solche Meldungen geben. Es kann dauern.
Na ja, die Welt hat Erfahrung mit den Klimakatastrophen, z.B. mit dem katastrophalen Ende der Eiszeit vor 10000 Jahren. Wie haben die Leute das nur überstanden?