Als "The Ghost" und "The Darkness" wurden die Löwen bekannt, die mehr als 100 Menschen gefressen haben sollen. Forscher wissen nun, wie bestialisch sie waren.
"Es war fast Mitternacht, als ein Löwe seinen Kopf durch den Zelteingang steckte und Ungan Singh packte. Der Unglückliche rief noch 'Hau ab'. Im nächsten Augenblick war er verschwunden und seine vor Angst gelähmten Kameraden waren gezwungen, den schrecklichen Kampf mitanzuhören, der draußen stattfand." So beschrieb John Henry Patterson eine der ersten Attacken der menschenfressenden Löwen von Tsavo. Seine Erzählungen inspirierten später Hollywood-Regisseure zu dramatischen Abenteuer-Filmen - obwohl Pattersons Darstellungen maßlos übertrieben waren, wie Forscher nun beweisen konnten.
Im Film "The Ghost and the Darkness" wurde die Gesichichte der Löwen und ihrer Jäger erzählt. (© Foto: oH)
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Der britische Ingenieur war 1898 ins heutige Kenia gekommen, um für eine Eisenbahnlinie eine Brücke über den Fluss Tsavo zu bauen. Kurz nach seiner Ankunft begannen die Überfälle der beiden Löwen, die von den Arbeitern bald nur noch "Der Geist" und "Die Dunkelheit" genannt wurden.
Lagerfeuer und Bomas, Zäune aus Dornengestrüpp, die die Arbeiter um ihr Camp errichteten, waren für die beiden mähnenlosen Männchen kein Hindernis. Bald kamen die Bauarbeiten zum Erliegen. Die Arbeiter waren überzeugt, dass die beiden Löwen, die stets gemeinsam auf Menschenjagd gingen, böse Geister seien. Patterson machte sich auf die Jagd.
In der Nacht vom 9. auf den 10. Dezember 1898 tötete er nach zahlreichen Fehlschlägen die erste Raubkatze. Der Löwe entkam zunächst trotz eines Schusses in die Hinterläufe. Erst als das Biest zurückgekehrt sei, um ihm aufzulauern, habe er zum tödlichen Schuss angelegt, prahlte Patterson. Den zweiten Menschenfresser tötete er 20 Tage später. Der Löwe versuchte ihn angeblich noch anzugreifen, als er wegen zahlreicher Schusswunden nur mehr kriechen konnte. Laut Patterson fraßen die Bestien während ihres "Terrorregimes" 135 Menschen.
Dass der Jäger bei der Darstellung seiner Abenteuer übertrieb, war schon klar, nachdem er die Überreste der beiden Raubkatzen im Jahr 1924 für 5000 Dollar an das Chicago Field Museum verkauft hatte, wo sie heute noch ausgestellt sind. "FMNH 23970" (Field Museum of Natural History) und "FMNH 23969" wie die beiden Ausstellungsstücke heißen, sind wesentlich kleiner als Patterson sie beschrieben hat.
Warum wurden die Löwen zu Menschenfressern?
Ein Team amerikanischer Biologen hat jetzt außerdem nachgewiesen, dass sie zwar nicht 135 Menschen aber immerhin 35 gefressen haben (PNAS, online). Die Forscher analysierten die chemische Zusammensetzung von Fell- und Knochenproben der Raubkatzen. Diese verglichen sie mit der Zusammensetzung von Knochen und Haaren ihrer potentiellen Beute: Gazellen, Impalas und Menschen. Demnach bestand die Nahrung eines der beiden Löwen in seinen letzten Lebensmonaten tatsächlich zur Hälfte aus Menschenfleisch. Die Wissenschaftler schätzen, dass er 24 Eisenbahn-Arbeiter gefressen hat. Der andere Löwe vertilgte weniger Menschen. Die Forscher vermuten, dass er elf zerfleischt hat.
Warum die beiden Raubkatzen zu Menschenfressern wurden, ist bis heute nicht ganz klar. In dieser Zeit gab es in Tsavo nur wenige Beutetiere, da viele einer Seuche zum Opfer gefallen waren. Gleichzeitig kamen wegen der Eisenbahnarbeiten massenhaft Menschen in die Region. Auf den Geschmack von Menschenfleisch sind die Löwen möglicherweise gekommen, weil durch die Gegend Sklaven-Karawanen zogen, auf deren Route tote oder sterbende Menschen zurückgelassen wurden. Zudem hatte einer der beiden Menschenfresser eine schwere Zahnwurzelentzündung und konnte deshalb keine Tiere mehr erlegen. Menschen waren dagegen leichte Beute.
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(SZ vom 03.11.2009/beu)
Verfassungsrichter rügen Billig-Professuren
aus einem Jagd-Magazin, in der afrikanische Wildtiere unverblümt als Trophäenträger offeriert werden und gegen gute Bezahlung abgeknallt werden können. Jedes Tier hat seinen Preis: "Büffel, Löwe, Leopard? Was würden Sie gerne jagen in der kommenden Saison? Afrika bietet es Ihnen! Deutscher Berufsjäger verfügt über herrliche Jagdgebiete im Massailand..." Das sind drei der legendären afrikanischen Big Five im Angebot. Die fehlenden zwei, Elefant und Nashorn, sind zwar nicht so leicht zu haben und kosten einen fünfstelligen Betrag - aber grundsätzlich ist es möglich, Abschüsse für diese beiden Tierarten im südlichen Afrika zu ergattern. Großwildjagd ist ein Zauberwort.
Ach Gott wie reiserisch ! Wenn jemand in China eine Leberwurst überfällt und annagt, erscheint das ja auch höchstens im 'Pekinger Kommunistischen BILD'.
Ich weiß nicht, ob die Wissenschaftler jemals das Buch von Patterson "The Lions of Tsavo" gelesen hat. Patterson hat nie behauptet, dass die Löwen 135 Menschen "gefressen" haben, sondern nur entsprechend viele Menschen "getötet" haben. Gerade dieser Umstand, dass die Löwen anscheinend nur getötet haben, macht diese Geschichte ja so unheimlich. Es gab schon viele Forscher, die versucht haben, dieses Rätsel zu lösen. Eine Theorie besagt z.B., dass die Löwen aufgrund einer extremen Dürreperiode deshalb getötet haben, um wenigstens Blut lecken zu können. Man weiß es nicht und auch die vorliegende Analyse wird diesen Fall nicht mehr aufklären können.
wenn wundert es da, wenn seine größeren Verwandten sich auch mal an einem "Massa" oder einem "Blackman" vergreifen.........
Sehr schön blauer Barbar!!
Wie viele haben Sie schon gefressen und wie war Ihre Kindheit? Litten Sie unter der Dominanz einer Mutter? Das sind Fragen über Fragen die die Welt bedeuten.
Weiter so!
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