Gute Nachrichten für Kaffee-Junkies: Das Getränk hat nicht nur eine aufmunternde Wirkung und ist gesundheitlich unbedenklich. Es scheint sogar das Leben zu verlängern.
Eine Studie von Wissenschaftlern der Universidad Autónoma de Madrid dürfte alle freuen, die ohne Kaffee nicht mehr leben können: Der Konsum des Getränks scheint lebensverlängerende Wirkung zu haben.
Kaffee ist nicht ungesund. (© Foto: dpa)
Anzeige
Die Untersuchung der spanischen Forscher ist eine der größten und längsten Studien, die sich mit den Folgen des Kaffeekonsums beschäftigen. Insgesamt begleiteten die Wissenschaftler seit 1980 mehr als 86.000 Frauen und seit 1986 außerdem fast 42.000 Männer.
Die Forscher hatten die Teilnehmer im Abstand von zwei bis vier Jahren immer wieder zu ihrem Ess- und Trinkverhalten sowie zu ihren Lebensumständen befragt.
Bis 2004, dem Ende der Studie, waren etwa 6900 Männer und 11.000 Frauen gestorben. Lässt man die Krebspatienten dabei außen vor, waren unter den Toten auffällig viele Menschen, die eher selten Kaffee getrunken hatten.
Insbesondere das Risiko einer tödlichen Herzkrankheit war bei Frauen mit einem Kaffeekonsum von drei bis vier Tassen Kaffee täglich um 25 Prozent niedriger als bei jenen, die das Gebräu nur selten getrunken hatten, berichten Lopez-Garcia und ihr Team im Fachmagazin Annals of Internal Medicine (Bd. 148, S. 913, 2008). Und bei Männern führte selbst der Konsum von mehr als sechs Tassen täglich nicht zu einem erhöhten Sterberisiko.
Bereits frühere Studien hatten positive gesundheitliche Effekte des Kaffees gezeigt. So deuten einige Untersuchungen darauf hin, dass Kaffeetrinker weniger häufig unter Herzinfarkten, Leberkrebs und Diabetes leiden.
Der Schutzeffekt hängt übrigens offenbar nicht mit dem Koffein zusammen, da auch jene, die entkoffeinierten Kaffee getrunken hatten, geringeres Sterberisiko besaßen wie "Nicht-Trinker".
Den Rat, möglichst viel Kaffee zu trinken, wollen die Wissenschaftler allerdings nicht geben. Schließlich ist noch lange nicht klar, wie die Inhaltstoffe tatsächlich wirken. So wird zum Beispiel diskutiert, dass auch unsere Gene eine Rolle spielen. Auch könnte es sein, dass der Konsum von Kaffee mit anderen gesundheitsfördernden Verhaltensweisen einhergeht.
Immerhin "scheint Kaffee einige Effekte zu haben, die bislang nicht bekannt waren", erklärte Lopez-Garcia dem Magazin New Scientist. "Jedenfalls ist Kaffee offenbar keine schlechte Sache."
- Frage der Woche Was kann Kaffee? 31.03.2008
(sueddeutsche.de/mcs)
DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Die Sucht nach Koffein und die dadurch verstärkte Flüssigkeitszunahme (Wasser) wird ein Grund sein, warum der Kaffeetrinker nicht so schnell austrocknet (altert), aber die unbekannten, krebszerstörenden Inhaltsstoffe und eine sonst chemiefreie und richtige Zubereitung werden der Hauptgrund für ein langlebiges Kaffeetrinkerleben sein.
Nota bene. Der beste Kaffee mit dem feinsten Aroma wird zur Mokka-Bereitung gemacht, und er kommt aus Ägypten, Syrien und dem arabischen Hochland. Die größeren, blassen Kaffeesorten wachsen auf den Inseln des großen Ozeans - Bourbon, Ceylon, Java. Der gesunde Alltagskaffee sollte aus Westindien kommen, denn die Alternativen Kaffeesorten, mit denen wir Europäer versorgt werden, sind meist der Domingo- und Brasilkaffee, die aber an Geschmack, wie alle amerikanischen Kaffees, dem indischen sehr erheblich nachstehen.
Es muss ja nicht unbedingt der Kaffee und seine Inhaltsstoffe sein, der 'gesundheitsbringend' ist. Kann es nicht sein, dass Kaffeetrinker im Schnitt täglich einfach mehr Flüssigkeit (Wasser) zu sich nehmen, und dass dies der eigentliche Grund dafür ist ?