Seit dem November 1998 kreist das erste Modul der ISS um die Erde, nach und nach wurden weitere Teile angebaut. Aber wichtige Teile fehlen noch.
Begonnen hat die ISS-Mission am 20. November 1998, als eine russische Proton-Rakete das russische Fracht- und Antriebsmodul Sarja in die Erdumlaufbahn brachte.
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Die ISS im Detail - installierte Module und geplante Teile. (© Grafik: Nasa/sueddeutsche.de)
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Kurz darauf folgte der Anbau des Verbindungsknotens Unity durch die Astronauten eines Spaceshuttle. 2000 wurde das russische Wohnmodul Swesda hinzugefügt. Es enthält das Kontrollzentrum der Raumstation und den Wohnbereich für die Astronauten mit Schlaf-, Ess-, Badsektionen sowie einigen Laborbereichen.
Nach und nach wurden Lebensmittel und Wasser, Kleidung und was man sonst im All braucht, mit Spaceshuttles in die "Rumpf-ISS" geschafft.
Am 2. November 2000 dockte schließlich eine russische Sojus-Rakete an der Raumstation an und die erste Besatzung ging an Bord: Kommandeur William Shepherd (USA) sowie die zwei russischen Bordingenieure Juri Gidsenko und Sergei Krikaljow. Sie blieben fast 137 Tage an Bord.
Seitdem ist die ISS permanent bewohnt. Zurzeit befindet sich die Mannschaft der ISS-Expedition 16 an Bord. Die Ablösung soll im April 2008 stattfinden.
Das nächste Teil der Anlage wurde das US-Labormodul Destiny, es folgte der kanadische Roboterarm Canadarm2, die US-Luftschleuse Quest und ihr russisches Gegenstück Pirs. Seitdem können die Astro- und Kosmonauten die Station ohne Hilfe eines Spaceshuttles verlassen.
Am 23. Oktober 2007 startete das US-Spaceshuttle Discovery mit dem italienischen Verbindungsknoten Nummer 2 Harmony (Node2) an Bord in Richtung ISS. Damit war das erste in Europa gebaute Modul an der ISS montiert. Der Bereich, in dem die ISS-Besatzung lebt und arbeitet, wurde damit seit sechs Jahren erstmals wieder erweitert.
Am 7. Februar startete die US-Raumfähre Atlantis, an Bord der deutsche Astronaut Hans Schlegel und das europäische Forschungslabor Columbus , das nach der Montage der Harmony endlich Teil der ISS werden konnte. Seit dem 11. Februar brennt das Licht im Columbus-Modul.
Im Juni folgte das japanische Labormodul Kibo - das Experiment-Logistikmodul ELM-PS - und der kanadische zweiarmige Roboter Dextre.
Weitere Module, die noch angebaut werden sollen, sind das russische Labormodul MLM (Multipurpose Laboratory Modul), Verbindungsknoten Nummer 3 (Node3), die europäische Kuppel (Cupola, eine Aussichtsplattform mit einem Durchmesser von etwa drei Metern), der Andockplatz für Sojus- und Progress-Schiffe und ein europäischer Roboterar.
Dann soll der Platz reichen, um die Langzeitbesatzung der ISS von drei auf sechs Raumfahrer aufzustocken.
Eine ganze Reihe von ursprünglich geplanten Modulen wird nicht realisiert. So sollte die ISS ursprünglich ein reines Wohnmodul und weitere Forschungslabore erhalten, die offenbar vor allem aus Kostengründen gestrichen wurden.
(sueddeutsche.de)
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