Im Nordwesten Chinas sind zwei Männer an der Lungenpest gestorben. Nun steht eine gesamte Stadt unter Quarantäne.
Nach einem Ausbruch der gefährlichen Lungenpest steht die Stadt Ziketan im Nordwesten Chinas mit 10.000 Einwohnern unter Quarantäne. Am Wochenende waren zwei Männer im Alter von 32 und 37 Jahren an der Krankheit gestorben. Weitere zehn Menschen werden nach Angaben der örtlichen Gesundheitsbehörden im Krankenhaus behandelt.
Mikroskop-Aufnahme von Pest-Bakterien (Yersinia Pestis), sichtbar gemacht mit fluoreszierend eingefärbten Antikörpern. (© Foto: ddp)
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Die Stadt habe vorerst genügend Vorräte, um ohne Lieferungen aus dem Umland auszukommen, teilten die Behörden weiter mit. Wie lange die Quarantäne dauern sollte, sagten sie nicht.
Die Lungenpest ist eine von vier Pest-Varianten, die alle von dem Bakterium Yersinia pestis ausgelöst werden. Die Lungenpest verbreitet sich durch Tröpfcheninfektionen, also beim Husten und Niesen. Sie gilt als eine der tödlichsten Infektionskrankheiten.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) können Menschen schon innerhalb von 24 Stunden nach der Infektion sterben. Zu den Symptomen der Erkrankung zählen Fieber, Lethargie, Verwirrtheit, Milz- und Lebervergrößerungen sowie Nierenversagen. Bei schneller Diagnose lassen sich die Keime mit Antibiotika bekämpfen.
Laut WHO gibt es jährlich etwa 1000 bis 3000 Pesterkrankungen. Risikogebiete sind der Südwesten der USA, Mittel- und Südamerika, Afrika (Kongo, Madagaskar, Tansania) und Asien (Russland, Kasachstan, China, Indien, Vietnam).
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(sueddeutsche.de/dpa/AFP/beu/cf)
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