Coca-Cola und PepsiCo stehen Kreuzfeuer der Kritik, weil, weil ihre Softdrinks angeblich verpestet sind. Doch viele gesundheitsgefährdende Stoffe sind in Lebensmitteln landesüblich.
Aktivisten trichtern Eseln vor laufender Kamera Coca-Cola und Pepsi ein, zerschlagen die Flaschen und trampeln auf dem Glas herum. Ein Scherbenhaufen ist das einzige, was übrig bleibt. Es gilt von einem Feldzug zu berichten: Die amerikanischen Getränkekonzerne Coca-Cola und Pepsi stehen in Indien unter Beschuss, weil ihre Softdrinks angeblich verpestet sind.
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Ein Viertel der Bundesstaaten haben ihre Mineralwasser, Limonaden und Säfte ganz oder teilweise verboten, nachdem eine Umweltorganisation in Stichproben lebensbedrohliche Werte an Insektiziden und Pestiziden nachgewiesen hatte. Das kommunistische Kerala erließ ein Vertriebsverbot, andere, von den Hindu-Nationalisten regierte Bundesstaaten untersagten den Verkauf in der Umgebung von Schulen und Ämtern.
Ein Sturm der Empörung hat Indien erfasst, seitdem das in Delhi beheimatete Zentrum für Wissenschaft und Umwelt (CSE) an die Öffentlichkeit getreten ist mit dem Befund, die Getränke der beiden US-Multis enthielten einen Giftcocktail aus DDT, Lindane, Chlorpyrifos und Heptachlor. Der maximal zulässige Belastungswert, den das indische Amt für Normen bereits festgelegt, aber noch nicht eingeführt habe, werde durchschnittlich 24fach überschritten, gab die Umweltorganisation bekannt.
Insektizide im Milchpulver
Die beiden Konzerne wiesen die Vorwürfe natürlich entschieden zurück. Im Chor versicherten sie, ihre Produkte enthielten nur wenig Gift verglichen mit der Menge, die sich in Indien praktisch in allen Lebensmitteln finde - von Milch über Honig bis hin zu Früchten. Studien derselben Organisation, die nun zur Kampagne gegen Coca-Cola und PepsiCo trommelt, bestätigen es: Verseuchtes Grundwasser ist die Quelle des Übels.
Das Zentrum für Wissenschaft und Umwelt fand selbst in Milchpulver und Mineralwasser gefährliche Mengen an Insektiziden und Pestiziden, die von Bauern hemmungslos eingesetzt werden in der Hoffnung, die Ernte so zu steigern. Die Übernutzung der Wasservorräte - notabene auch durch die Getränkehersteller - kommt laut den Fachleuten erschwerend hinzu: Sinkende Grundwasserspiegel führen zu steigenden Giftkonzentrationen.
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