Paracetamol soll mögliche Nebenwirkung einer Impfung lindern. Doch es mindert offenbar nicht nur die unerwünschten Reaktionen.
Kinder bekommen nach Routine-Impfungen manchmal Fieber. Das ist zwar meist harmlos, doch um die Wahrscheinlichkeit von Fieberkrämpfen nach der Impfung zu senken, geben manche Ärzte vorbeugend Paracetamol. Das verringert die Impfreaktion, schwächt aber offenbar auch die Wirkung der Impfung ab.
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Aus diesem Grund raten tschechische Ärzte im Fachblatt Lancet von diesem Freitag von der prophylaktischen Gabe des Schmerzmittels ab (Bd.374, S.1339, 2009). Die Mediziner um Roman Prymula hatten 459 Kinder untersucht, von denen die Hälfte vor der Impfung Paracetamol bekam. Unter dem Schmerzmittel hatten die Kinder zwar seltener Fieber, sie bildeten aber auch weniger Antikörper gegen die Erreger von Diphterie, Tetanus, Kinderlähmung und Co. "Als Routine gegen Impfreaktionen können wir die Schmerzmittelgabe nicht mehr empfehlen", schreiben die Autoren.
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(SZ vom 16.10.2009/beu)
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