Sollten Kinder gegen die Schweinegrippe geimpft werden?

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Sind Personen infolge eines Grundleidens besonders gefährdet, empfiehlt die Ständige Impfkommission die Impfung ab einem Alter von sechs Monaten. Als Grundleiden gelten: chronische Krankheiten der Atmungsorgane, chronische Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten, Malignome, Diabetes und andere Stoffwechselkrankheiten, neurologische und neuromuskuläre Grundkrankheiten, angeborene oder erworbene Immundefekte, HIV-Infektion. Alle diese Vorerkrankungen bringen das Risiko mit sich, dass die Schweinegrippe schwerer verläuft und sich der Körper schlechter dagegen wehren kann. Fast alle bisherigen Todesopfer in Deutschland litten unter Vorerkrankungen.

Das Gremium für Impfempfehlungen schreibt dazu: "Die Stiko weist darauf hin, dass die Impfung im Zweifelsfall nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen werden soll." Damit können Ärzte und Eltern wiederum wenig anfangen - Tatsache ist, dass bei Kindern noch weniger Erfahrungen mit dem Impfstoff bestehen als bei Erwachsenen. Aussagen von Experten widersprechen sich: "Der beste Schutz vor der Schweinegrippe ist die Impfung", sagt Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland.

Hartmann betont aber auch, dass die Schweinegrippe auch bei Kindern häufig milde verläuft. "Ich würde meine Kinder und Enkel nicht impfen, wenn sie gesund sind", sagt Arzneimittelexperte Wolf-Dieter Ludwig. Und er fügt die derzeitige Einstellung vieler Skeptiker hinzu: "Ich bin kein Impfgegner, sondern nur gegen die Impfung gegen Schweinegrippe zum jetzigen Zeitpunkt."

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