In den 90ern war der Italiener Maurizio Montalbini in eine Grotte geklettert - und erst nach 366 Tagen wieder ans Tageslicht gekommen. Nun begibt er sich erneut in die Isolation - zu wissenschaftlichen Zwecken. Nach drei Jahren soll sein Kontrollteam ihn wieder herausholen.
Ein italienischer Soziologe und Höhlenforscher will bis zu drei Jahre in einer unterirdischen Grotte ausharren, um die Reaktionen seines Körpers auf die Abgeschiedenheit und Dunkelheit auszutesten.
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Ziel des Experiments ist es, die "innere Uhr" des Körpers zu erforschen, um beispielsweise Medikamente besser dosieren und gegen Stress und Schlaflosigkeit kämpfen zu können, wie die italienische Zeitung La Repubblica berichtete.
Vor dem Abstieg in die Grotte am Mittwoch sagte Höhlenforscher Maurizio Montalbini dem Blatt, er habe seinem Kontrollteam an der Erdoberfläche erlaubt, ihn "maximal drei Jahre" in seinem unterirdischen Gefängnis zu lassen.
Der heute 53-Jährige hatte in den 90er Jahren einen Weltrekord aufgestellt, als er 366 Tage in einer Höhle verbrachte.
Als er danach wieder ans Tageslicht kam, sei er überzeugt gewesen, nur 219 Tage unter der Erde gelebt zu haben, berichtete Montalbini: Sein Körper habe den klassischen 24-Stunden-Tag mangels Licht quasi "verlängert".
Der Höhlenforscher sitzt in 80 Metern Tiefe unter der Erdoberfläche in einer zwei Meter breiten, 50 Meter langen und fünf Meter hohen Höhle.
Die Temperatur in der Grotte schwankt zwischen neun und zehn Grad. Trinkwasser bekommt Montalbini durch einen Schlauch von außen, seine Verpflegung besteht vor allem aus künstlicher Nahrung. Daneben nimmt er vier Kilogramm Honig, zwei Kilo Nüsse und 1,5 Kilogramm Schokolade mit in sein unterirdisches Verlies.
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(AFP)
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