Die Menschen im Himalaya kommen bekanntlich besonders gut mit der dünnen Höhenluft zurecht. Chinesische und amerikanische Wissenschaftler wissen nun, warum.
Seit langem ist bekannt, dass die Bewohner des Himalayas sehr viel besser mit großen Höhen zurechtkommen als Besucher aus dem Flachland.
Die Menschen im Himalaya-Gebirge sind durch Genmutationen vor der Höhenkrankheit geschützt. (© Foto: Reuters)
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Nun konnten amerikanische und chinesische Wissenschaftler erstmals belegen, dass für diese Anpassung vermutlich mindestens zehn Gene verantwortlich sind, die unter anderem die Sauerstoffverarbeitung regulieren (Science Express, online).
Das Team um den Genetiker Lynn Jorde von der University of Utah analysierte das Blut von 75 Menschen, die in einem Dorf auf 4500 Meter Höhe im tibetischen Hochland leben.
In diesen Regionen kann sich bereits eine Höhenkrankheit entwickeln, weil das Blut auf den Sauerstoffmangel mit einer Überproduktion von roten Blutkörperchen reagiert.
Im Extremfall drohen lebensbedrohliche Hirn- und Lungenödeme. Die Genmutationen bei den Dorfbewohnern scheinen jedoch genau diese Prozesse zu verhindern.
Interessanterweise weisen andere Höhenbewohner - etwa in den Anden - diese Mutationen nicht auf. Ein Grund könnte sein, dass die Tibeter mehr Zeit für eine perfekte Anpassung hatten: Manchen Schätzungen zufolge besiedelten einige ihrer Vorfahren bereits vor 21.000 Jahren die Höhen des Himalayas.
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(SZ vom 18.05.2010/cosa)
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