Längschläfer leben länger: Forscher haben herausgefunden, dass bei ausreichend Schlaf das Risiko gefährlicher Herzerkrankungen sinkt.

Das Risiko einer Verkalkung der Herzkranzgefäße und damit einer unter Umständen lebensgefährlichen Herzerkrankung lässt sich offenbar durch ausreichend Schlaf senken. Wird die Nachtruhe um nur eine Stunde verlängert, treten solche Verkalkungen seltener auf. Das haben jetzt US-amerikanische Forscher herausgefunden.

Dieser Eisbär macht es richtig: Das Risiko einer Verkalkung der Herzkranzgefäße lässt sich offenbar durch ausreichend Schlaf senken. (© Foto: dpa)

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In einer Studie mit gesunden Erwachsenen im Alter von rund 40 Jahren haben die Experten vom University of Chicago Medical Center den Gesundheitszustand der Teilnehmer fünf Jahre lang überwacht. Bei 27 Prozent der Probanden, die jede Nacht weniger als fünf Stunden geschlafen haben, sind Verkalkungen am Herz nachgewiesen worden. Unter jenen Versuchsteilnehmern, die zwischen fünf und sieben Stunden pro Nacht geruht haben, hat die Quote bei elf Prozent gelegen. Nur sechs Prozent der Probanden, die mehr als sieben Stunden Nachtschlaf hatten, haben Verkalkungen an den Koronararterien entwickelt.

Nach Ansicht der Wissenschaftler könnte der beobachtete Effekt mit dem Blutdruck zusammenhängen. Während ein Mensch schläft, sinkt dieser. Je länger die Schlafdauer ist, desto länger ist der Blutdruck in einem niedrigen Bereich. Auf 24 Stunden umgerechnet, ist der Durchschnitts-Blutdruck vieler Langschläfer deshalb niedriger als derjenige von nur kurz schlafenden Menschen.

Möglicherweise besteht ein Zusammenhang zwischen dem durchschnittlichen Wert des Blutdrucks und der Wahrscheinlichkeit für die Entstehung einer Verkalkung. Darüber hinaus könnte auch das Stresshormon Cortisol eine Rolle spielen, genaue Daten hierzu haben bei der US-amerikanischen Studie aber nicht vorgelegen. Die Experten haben ihre Ergebnisse jetzt im Journal of the American Medical Association veröffentlicht.

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(sid/reb/sonn)