Auf einer entlegenen Insel im Südatlantik überfallen Mäuse-Gangs Jungvögel, die bis zu 200-mal so groß sind wie die Nager selbst.
Den ungewöhnlichen Beutezug haben die Mäuse, die einst auf die zu St.Helena gehörende Gough-Insel eingeschleppt wurden, offenbar nicht nur selbst entwickelt, sie bringen ihn auch ihren Nachkommen bei.
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Solche tradierten Jagdstrategien sind im Tierreich extrem selten - unter wilden Mäusen wurden sie noch nie beobachtet, wie das Fachmagazin Nature in seiner Online-Ausgabe berichtet.
Ein Forscherehepaar der Universität Kapstadt kam den Nagern auf die Schliche, weil ihnen extrem unterschiedliche Überlebensraten unter den Jung-Albatrossen aufgefallen waren. Mancherorts starben bis zu 80 Prozent der Jungvögel.
Während ihrer Pirschgänge filmten die Biologen Ross Wanless und Andrea Angel grausige Szenen (nature.com/news/2005/050718/multimedia/050718-2-m1.html): "Es war ein Gemetzel", sagt Wanless. "Die Küken lebten noch halb und hatten klaffende Wunden, durch die ihr Gedärm heraushing."
Offenbar bezwingen die Mäuse ihre Beute, indem sie immer wieder in die gleiche Stelle beißen.
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(SZ vom 20.7.2005)
67. Jahrestag der Bombardierung