Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt vor gefährlichen Chemikalien in Spielzeug - und verweist auf die steigende Zahl von Krebserkrankungen bei Kindern.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt einem Bericht zufolge vor Krebs erregenden Chemikalien in Kinderspielzeug. "Es besteht dringender Handlungsbedarf", zitieren die Zeitungen der WAZ-Mediengruppe aus einem BfR-Bericht für die Bundesregierung.
Spielen - offenbar nicht immer eine ganz ungefährliche Sache. (© Foto: dpa)
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Demnach übersteigen die im Spielzeug gemessenen gefährlichen Substanzen den Wert, der noch als unbedenklich gilt, zum Teil um das Hundertfache. Das BfR verweise in diesem Zusammenhang auf eine steigende Zahl von Krebserkrankungen bei Kindern, schrieb die WAZ.
Die seit einem Jahr gültige EU-Spielzeug-Richtlinie hält das Institut laut Zeitung für völlig unzureichend. In Europa gebe es keine verbindlichen Grenzwerte für die gefährlichen Weichmacher , sogenannte polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Laut BfR stehen die PAK im "begründeten Verdacht, das Erbgut zu verändern, Krebs zu erzeugen und die Fortpflanzung zu beeinträchtigen".
Eine der besonders gefährlichen und häufig verwendeten chemischen Mischungen sollte laut EU-Spielzeugrichtlinie nur bis zu einer Konzentration von 100 Milligramm pro Kilogramm im Spielzeug vorhanden sein. "Schon in diesem Fall können Kinder bei einstündigem Hautkontakt ein Vielfaches dessen aufnehmen, was im Rauch von 40 Zigaretten am Tag enthalten ist", warnen Wissenschaftler. In einigen Proben wurden sogar 1000 mg/Kg gefunden.
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(sueddeutsche.de/AP/gal/aho)
Sorgerechtsverfahren in der Kritik
" Die Zunahme der Erkrankungsfälle von 2002 bis 2004 ist nicht etwa darauf zurückzuführen, dass tatsächlich mehr Menschen an Krebs erkranken als früher. Vielmehr tragen häufigere Früherkennungsuntersuchungen dazu bei, dass Tumorerkrankungen vermehrt entdeckt werden, noch dazu in früheren Stadien als bisher, und so die Rate der Erkrankungsfälle in die Höhe schnellt."
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Hoffen wir doch, dass nicht bei jeder kleinen erkannten Krebserkrankung, die sich mit der Zeit 'selbst' wegheilen könnte, gleich die große Chemiekeule verordnet wird, die den unumkehrbaren Geradeausweg zur körperlichen Vernichtung (Leber, etc.) bereitet.
In der original Stellungnahme Nr. 046/2009 des BfR vom 14. Oktober 2009 steht "... Die Daten des Krebsregisters am Robert-Koch-Institut (RKI) belegen, dass in Deutschland die Krebsraten bei Kindern steigen. Seit Beginn der Datendokumentation 1980 bis zum Jahre 2006 ist die Zahl der Neuerkrankungen (Inzidenz) von malignen Erkrankungen bei Kindern bis 15 Jahren kontinuierlich um mehr als 50% gestiegen. Bösartige Neubildungen von Tumoren sind bei Kindern die zweithäufigste
Todesursache (RKI 2008). Die Gründe hierfür sind unklar."
Wenn die Gründe unklar sind, wie kann man im nächsten Absatz eine Verbindung mit Weichmachern herstellen?
Zudem muss man natürlich auch die Daten des Krebsregisters verstehen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum schreibt: " Die Zunahme der Erkrankungsfälle von 2002 bis 2004 ist nicht etwa darauf zurückzuführen, dass tatsächlich mehr Menschen an Krebs erkranken als früher. Vielmehr tragen häufigere Früherkennungsuntersuchungen dazu bei, dass Tumorerkrankungen vermehrt entdeckt werden, noch dazu in früheren Stadien als bisher, und so die Rate der Erkrankungsfälle in die Höhe schnellt."
Wenn man nun das Krebsregister befragt, erkennt man, dass die Altersstandardisierte
Sterberate (je 100 000) von 5,2 auf 2,8 bei Jungen unter 15 Jahren zurückgegangen ist!. Dazu passt auch, dass die Durchschnittliche Lebenserwartung trotz Chemie immer weiter steigt.
Also, bitte erst ein wenig recherchieren und dann veröffentlichen. Alles in allem ein Artikel nur mit dem Ziel die Wichtigkeit des neuen Bundesinstitutes hervorzuheben. Und dazu würzen wir das ganze halt mit ein wenig Panik.
Kann man nicht einfach mal wieder gute journalistische Arbeit machen? Das geht auch ohne Panik und Sensation.
Vor 30 bis 40 Jahren haben viele (Mediziner, Pharma, Forscher) noch behauptet Krebs würde durch Viren erzeugt. Nachdem dann selbst der Dümmste kapiert hatte, dass das so nicht sein kann, und die Umweltgifte neben der Vererbung die Hauptrolle spielen, hat man wenigstens auf diesem Gebiet der Medizin die 'Viren' als Verursacher abgeschafft. Bei anderen Krankheiten lehrt und braucht man die 'Viren' leider immer noch dazu.
Da ist es eher so, dass die Verbraucherschützer und die Medien einen Multi-Fronten Krieg führen, den sie nie gewinnen können, weil sich Verstöße fast schon im Quadrat erhöhen.
Die Erkenntnis ist auch nicht neu. Jedes Jahr in der Saison die gleichen Horrormeldungen auch durch die Medien und durch den TÜV. Jedes Jahr die gleichen Forderungen nach strengeren Grenzwerten, wenn es denn überhaupt welche gibt. Stattdessen werden sogar Grenzwerte in der EU erhöht. Das hat indes wenig mit neuen Erkenntnissen zu tun, sondern eher mit erfolgreicher Arbeit bestimmter Kreise, wie diese mitunter in ihrer Dreistigkeit zugeben! Und das die Anbieter ihre Ware nach amtlich festgelegten Prüfkriterien testen - falls es überhaupt welche gibt - ist viel zu teuer. Lieber lässt man es darauf ankommen, in der nicht unbegründeten Hoffnung, dass die Ämter ohnehin nicht genügend Kontroll-Personal zur Verfügung haben. Und von drakonischen Strafen gegen die Verursacher (Importeure) hat man ja auch noch nichts gehört! Und dann der etwas dümmliche Satz: Es steht jedem frei, Billig-Artikel zu kaufen, oder vorher nachzudenken, was er da so tut.
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