Dass Rauchen der Gesundheit schadet, weiß jeder. Doch die Auswirkungen des blauen Dunstes auf das Erbgut könnten noch viel weitreichender sein als bislang angenommen.
"Rauchen fügt Ihnen und den Menschen in Ihrer Umgebung erheblichen Schaden zu", so steht es auf jeder Zigarettenschachtel. Wie ein amerikanisches Forschungsteam nun herausgefunden hat, könnte der Tabakgenuss noch viel schwerwiegendere Folgen haben, als bisher angenommen.
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Das Rauchen beeinflusst die Funktion von mehr als 300 Genen. (© dpa)
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Die Wissenschaftler um Jac Charlesworth von der "Southwest Foundation for Biomedical Research" in Texas warnen, dass Zigarettenqualm die Funktion von mehr als 300 Genen stört.
Das belegt ihre Untersuchung der Genaktivitäten in den weißen Blutkörperchen von ungefähr 1240 Menschen, darunter 297 Raucher.
Demnach kann der Tabakqualm die Genexpression erheblich verändern, also den Prozess, in dem die Informationen eines Gens umgesetzt werden. Dies wirke sich nicht nur negativ auf unser Immunsystem aus, sondern stehe in einem engen Zusammenhang mit Krebs, Zelltod sowie den Stoffwechselprozessen im Körper, schreiben die Forscher.
Es sei wahrscheinlich, dass dieser Effekt größere Auswirkungen auf das Krankheitsrisiko habe, insbesondere auf eine Vielzahl von Krebsarten.
"Unsere Ergebnisse weißen darauf hin, dass nicht nur einzelne Gene, sondern ganze Netzwerke von Geninteraktionen durch das Rauchen beeinflusst werden" schreibt Studienleiter Charlesworth im Fachmagazin BMC Medical Genomics.
Insgesamt konnten die Forscher 323 Gene identifizieren, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Rauchverhalten der untersuchten Personen standen. Charlesworth' Studie ist die bisher umfangreichste, die den Einfluss des Rauchens auf die Genexpression untersucht.
"Es ist ernüchternd, wie stark Zigarettenrauch die Aktivität unserer Gene beeinflusst", zieht Charlesworth sein Fazit.
Vom Rauchen ist schon lange bekannt, dass es einen großen Einfluss auf die menschliche Gesundheit hat: Zigarettenqualm setzt sich aus mehr als 4000 verschiedenen Inhaltsstoffen zusammen, darunter sind viele Giftstoffe und fünf krebserregende Substanzen. Diese gelangen durch die Lungenbläschen in den Blutkreislauf, werden im ganzen Körper verteilt und können somit fast alle Organe angreifen.
Rauchen ist die häufigste vermeidbare Ursache eines frühzeitigen Todes. Eine Studie der Welt-Lungen-Stiftung und der Amerikanischen Krebsgesellschaft aus dem Jahr 2009 zeigt, dass jährlich etwa sechs Millionen Menschen an den Folgen des Tabak-Konsums sterben.
- Raucher-Studie Jährlich sechs Millionen Tabak-Tote 26.08.2009
- Die besten Blogs zu RAUCHEN 08.07.2010
- Nikotinsucht Qualmende Gene 26.04.2010
- Bundesweites Rauchverbot Große Koalition gegen den Qualm 06.07.2010
- Bayern nach dem Volksentscheid Der Tatbestand der Gemütlichkeit 06.07.2010
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- New York "No smoking" unter freiem Himmel geplant 20.09.2010
(sueddeutsche.de/cosa/mcs)
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Ein paar kleinkarierte Spießer trifft man immer mit diesem Thema und zu seinem Arbeitgeber bringt man den Nachweis etwas geschrieben zu haben. Ernsthafter und dringlichere Themen kann der Auto eben nicht. Zu solchen Beiträgen braucht man eigentlich kein Studium, so etwas kann die Frau Melbert täglich übern Gartenzaun plaudern. Der Journalismus verkommt durch solche Leute.
Aber die letzten 10% müssen der Minderheit auch verboten werden. Für mich ist das Faschismus: das Rutenbündel zum Schlagen hat das Volk in die Hand bekommen. Dieses narrische Verbot ist erst der Anfang des kommenden Wahnsinns.
Wenn eine Frau in meiner Gegenwart mit der Pille verhütet, beeinträchtigt sie damit meine Gesundheit nicht. Wenn sich ein Biertrinker in meiner Gegenwart unter den Tisch trinkt, beeinträchtigt er meine Gesundheit nicht.
Wenn ein Raucher in meiner Gegenwart raucht, beeinträchtigt er meine Gesundheit sehr wohl.Das ist der Punkt!
Überall in Europa funktioniert das Rauchverbot, sogar in Italien, Frankreich und Spanien - nur bei uns wittern Leute wie Sie den Untergang des Abendlands, wenn Sie (aus gutem Grund!) etwas nicht mehr dürfen. Woran das wohl liegt?
Dass Rauchen nicht förderlich ist und ähnlich wie andere Umweltgifte Spuren in den Zellen hinterlässt, weiß man schon länger. Einige Untersuchungen darüber im letzten Jahrhundert wurden von der Amerikanischen Tabaklobby unterdrückt, sonst wären Erkenntnisse in dieser Richtung schon länger weltweit publik.
Jeder ist für sich selbst verantwortlich.
In Gefahrensituationen allerdings auch für die Anderen.
Aber es gibt ja gesunde Sachen wie die Pille, weil Schwangerschaft eine Krankheit ist. Und Rauchen ist natürlich klar,da hat man jetzt ein faß aufgemacht. Bald wird ein Bierverbot eingeführt, eine Verbotsgesellschaft blüht uns. Es wird sich immer eine Mehrheit finden; als Nichtraucher kann ich auch in diesem Artikel bloß die Fortsetzung einer Verlogenheitsdebatte sehen.