Mit 4,25 Milliarden Jahren sind die Zirkone, die deutsche Wissenschaftler in Australien entdeckt haben, fast so alt wie die Erde selbst.
In Westaustralien haben Forscher aus Münster die bislang ältesten Diamanten der Welt entdeckt.
Einer der Zirkone von Jack Hills. (© Foto: Martina Menneken)
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Sie sind mit 4,25 Milliarden Jahren fast so alt wie die Erde selbst. "Möglicherweise hat die Abkühlung der Erde und damit die Entstehung einer festen Kruste viel früher begonnen, als bislang gedacht", sagte Thorsten Geisler vom Institut für Mineralogie der Universität Münster.
Damit könnten sich auch die Kontinente und das erste Leben auf der einst unwirtlichen Erde schon früher als bislang vermutet entwickelt haben. Die bisher gefundene ältesten Diamanten waren auf ein Alter von rund 3,3 Milliarden Jahren datiert worden. Der "Zufallsfund" in den Jack Hills könnte zu neuen Erkenntnissen über die frühe Geschichte der Erde führen.
"Wir haben mit den Diamanten die ältesten Kohlenstoffrelikte in der Hand", sagte Geisler. Kohlenstoff ist ein Grundbaustein des Lebens auf unseren Planeten.
Die Analyse der Kohlenstoffsorten (Isotope) aus den Diamanten könnte Hinweise liefern, ob es schon Leben vor 4,2 Milliarden Jahren gab. Zusammen mit australischen Kollegen berichten die Münsteraner Forscher im britischen Fachblatt Nature (Bd. 448, S. 917, 2007) über ihre Erkenntnisse.
Konkret hatten die Mineralogen im Labor in Münster so genannte Zirkone, ein Mineral, das sehr große Zeiträume überdauern kann, aus Australien untersucht und dabei zehn bis 60 Mikrometer große Diamanteneinschlüsse gefunden.
Das Alter der Zirkone kann, anders als das von Diamanten, bestimmt werden. Für das menschliche Auge sind die Diamanten nicht sichtbar, können aber mit der Raman-Spektralanalyse nachgewiesen werden. Dabei werden die Mineralien mit Laserlicht bestrahlt. Anhand unterschiedlicher Lichtsignale sind Rückschlüsse auf die Substanz möglich. "Jeder Stoff hat, ähnlich einem Fingerabdruck, eine eigenes, einzigartiges charakteristisches Raman- Spektrum", erläuterte Geisler.
Die von Geisler betreute Nachwuchswissenschaftlerin Martina Menneken hatte Zirkon-Einschlüsse in den australischen Sedimenten untersucht. Eher zufällig fand sie in 45 von 1000 analysierten Zirkonen schließlich die Diamantkristalle.
(dpa)
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man könnte an den Diamanten das Verhältnis zwischen C12 und C14 bestimmen und somit die Radiographie korrigieren oder genauer machen. Somit könnte man doch das Alter von Lebewesen genauer bestimmen oder?
hier mal ein Auszug aus Wiki:
"Diamanten bestehen ausschließlich aus reinem kubisch kristallisiertem Kohlenstoff"
also, was soll das denn sonst für ein Stoff sein??
Diamant sagt doch schon an sich, aus welchem Stoff er besteht...
Diamant ist die härteste KOHLENSTOFF-Verbindung der Welt...
woraus kann ein Diamant denn sonst bestehen??
Im Artikel heißtes, liebe Freunde, dass die Analyse der Kohlenstoffisotope Aufschluss darüber geben könnte, ob Leben bereits vor 4,2 Milliarden Jahren existierte. Und der Schluss dürfte wohl nicht richtig sein, Erstarrungszeit hin oder her.
Entschuldigung, aber dem Bericht ist meines Erachtens nicht zu entnehmen dass die Diamaten aus organischem Kohlenstoff entstanden sein müssen. Es geht nur um die Erstarrung der Erde, also eine Temperaturabsenkung damit sich der Kohlenstoff aus der Lösung abscheiden kann. Ebenso entstehen Zirkone erst unterhalb einer gewissen Temperaturschwelle.
Viele Grüße Lamprecht
Paging