Wenn einzelne Nationen das Klima manipulieren, hat das womöglich ungeahnte Folgen am anderen Ende der Welt. Und nicht unbedingt solche, die man sich wünscht.
Am Anfang steht die Entschuldigung: Wer auch immer sich derzeit für Geoengineering ausspricht, also die gezielte Manipulation des irdischen Klimasystems, schickt ein paar relativierende Sätze voraus. Eigentlich, so ist zu hören, sei der Eingriff in die Abläufe des Planeten gar keine so gute Idee. Eigentlich sei es viel wichtiger, den Ausstoß der schädlichen Klimagase zu reduzieren.
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Entlang der Autobahnen wollen britische Ingenieure künstliche Bäume aufstellen, die CO2 aus der Luft filtern. Die Technik ist noch unerprobt, und die Frage bleibt: Wohin mit dem Klimagas? (© Institution of Mechanical Engine)
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Dann kommt das große Aber: Gerade weil die Einsparbemühungen nicht vorankommen, weil sich die Welt nicht einige, weil die Zeit davonlaufe, sei Geoengineering das kleinere Übel - zumindest nach Abwägung aller Vor- und Nachteile. Kritiker wagen das zu bezweifeln. Geoengineering muss nicht nur große technische Probleme überwinden (siehe Artikel oben), die geplante Weltveränderung zieht auch grundlegende politische und soziale Verwerfungen nach sich.
Eines der Probleme lässt sich am früheren US-Präsident George W. Bush festmachen. Er beauftragte im Jahr 2006 seine Berater, Vorschläge zum Geoengineering zu machen. Bush wollte seine Wähler so vor allzu schmerzhaften Einschränkungen ihres klimaschädlichen Lebenswandels bewahren. Ganz nach dem Motto: Wenn man Kohlendioxid problemlos aus der Atmosphäre bekommt, kann man munter weiter wirtschaften wie bisher.
"Schon heute sehen die Menschen kaum einen Sinn darin, ihr Verhalten wegen des wenig bedrohlich erscheinenden Klimawandels zu ändern", sagt die Physikerin Ulrike Potzel von der Technischen Universität München. "Geoengineering könnte diese Haltung verstärken - dabei müssen wir eher bei der Motivation als bei der Technologie ansetzen."
Andere Experten wehren sich dagegen, einen künstlichen Gegensatz herauf zu beschwören. "Der Eingriff ins Klima muss als Ergänzung, nicht als Ersatz von Vermeidungsstrategien angesehen werden", sagt Samuel Thernstrom, Sozialwissenschaftler am American Enterprise Institute und einer der früheren Berater von Präsident Bush. "Das Ganze kann funktionieren, aber es wird nicht heilen." Genau das sei die Chance: Jemand, der ein Medikament mit starken Nebenwirkungen einnehmen müsse, werde alles daran setzen, zugleich die Ursache seiner Krankheit zu bekämpfen.
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Wenn tatsächlich der Fahrtwind der Fahrzeuge ausgenutzt werden sollte (;-)) - denn warum sonst stehen die Winkraftwerke direkt neben der Straße - dann müssten die auf der linken Seite (England ?, Australien ?) in die entgegengesetzte Richtung weisen.
Es würde schon helfen wenn Brasilien aufhört seinen letzten rest Regenwald abzufackeln oder dep.perte Hilfsorganisationen nicht an den Wüstengrenzen lautr Brunnen bohren würde.
Es wäre natürlich auch hilfreich für die Welt gewesen nicht den Golf von Mexico zu einer öllagerstätte zu machen.
Mann muß die Erde nicht Terraformen sie war schon perfekt. Mann muß nur aufhören sie kaputt zu machen.
ABER ohne Technokraten kann man diese Problematiken auch nicht lösen man sollte sie nur vorher fragen und nicht nachher wie man den Müll aufräumen kann.
ist kein Thema, über welches dumme Sprüche gerissen werden sollten.
Kanada ist das Weizenhauptanbaugebiet und nicht von globaler Erwärmung bedroht. Sollten Schwefelwolken hingegen die Temperaturen merklich senken, so wird es dort zu Ernteausfällen kommen.
Ich traue den Leuten, welche Finanz-, Gesundheits- und Rentenwesen gegen die Wand gefahren haben selbstverständlich auch zu, das Klima, so sie sich dort erst einmal gezielt einmischen, nachhaltig zu verschlechtern.
Wir betreiben schon lange Geo-Engineering, seit wir die Wälder abholzen und seit wir alle fossilen Rohstoffe deren wir habhaft werden können, in die Luft jagen. Deshalb müssen wir die Kreisläufe der Luft, des Wassers und der Biomasse verstehen und wir müssen sie wiederherstellen, wo es nötig ist.
Dass das nicht mit den Holzhammermethoden funktionieren kann, die einige Technokraten im Kopf haben, sollte inzwischen wohl auch dem bushigsten Kopf klar werden. Wir brauchen dezentrale Ansätze in der Energieversorgung, in der Biomassegewinnung (mit der wir CO2 wieder binden) und in der Nahrungsmittelproduktion (z.B. single cell protein). Wir brauchen Klimafarmer....
Jawohl, wir machen das Klima selbst!
Der Begriff "herumdoktern" umschreibt sehr schön den derzeitigen Stand: wir wissen nicht, was dem Patienten fehlt, haben auch weitgehend keine Ahnung, wie er überhaupt funktioniert, aber verschreiben fleissig Pillen. Denn: nicht dass noch jemand sagt, wir täten nix...
Ich gewinne immer mehr den Eindruck, es geht einzig und allein um das loseisen von Forschungsmitteln. Wenn wir nur genug Geld ausgeben (welches wir ja eh' nicht haben), dann werden wir das Kind schon schaukeln. Es ist dieser Allmachtswahn kombiniert mit Gier, der überhaupt die derzeitige Situation erst ermöglicht hat.
Forschung ist wichtig und richtig. Aber zuerst sollten wir das Klima verstehen, bevor überhaupt darüber nachgedacht wird, ob man es "kontrollieren" kann. Ich gehe *jede* Wette ein, es wird sich herausstellen, dass man es nicht "kontrollieren" kann. Kontrolle ist eine Illusion.
Paging