Gentechnik in der Landwirtschaft Mexiko genehmigt Genmais-Anbau

Die mexikanische Regierung hat dem Anbau von gentechnisch verändertem Mais zugestimmt. Naturschützer fürchten eine unkontrollierte Verbreitung des Saatgutes.

Mexiko hat erstmals den versuchsweisen Anbau von gentechnisch verändertem Mais zugelassen. Der Genmais solle an zwei Orten kontrolliert und "komplett isoliert von anderen Anbauflächen" gepflanzt werden, teilten die mexikanischen Ministerien für Umwelt und Landwirtschaft am Donnerstag (Ortszeit) in einer gemeinsamen Erklärung mit.

Verunreinigung konventioneller Pflanzungen befürchtet

Insgesamt gab es demnach 35 Anträge auf Genmais-Anbau. Die Regierung will mit dem umstrittenen Anbau die Produktion des mexikanischen Grundnahrungsmittels stärken. Naturschützer fürchten, dass sich die Genmais-Saaten unkontrolliert in Mexiko ausbreiten und auch konventionelle Pflanzungen verunreinigen. Dabei besteht insbesondere die Furcht, das alte Maissorten aus Zeiten vor der Besiedelung Amerikas durch Europäer betroffen sein könnten. In Mexiko wird vor allem weißer Mais angebaut, das Land importiert zudem gelben Mais als Tierfutter.