Mexiko gilt als Zentrum der biologischen Mais-Vielfalt. Der Anbau von Gentech-Mais ist seit 1998 verboten. Trotzdem wurden jetzt Spuren von amerikanischem Gentech-Mais entdeckt.
Der Mais war den Azteken heilig. Entsprechend viele Götter wachten über die Pflanze, die die Ureinwohner aus der Grassorte Teosinte gezüchtet hatten: Centeotl war der Gott des Mais, Xilonen die Göttin des frischen Maiskolbens und Ilametecuhtli die Göttin des trockenen Maiskolbens. Bis heute ist Mais in Mexiko das wichtigste Nahrungsmittel.
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Mexiko gilt als Zentrum der biologischen Mais-Vielfalt. (© Foto: AFP)
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Die Bauern pflanzen mindestens 60 verschiedene Sorten an. Daneben gibt es unzählige wild wachsende Arten. Das Land gilt als Zentrum der biologischen Mais-Vielfalt. Der Anbau von gentechnisch verändertem Mais wurde daher bereits im Jahr 1998 verboten.
Trotzdem haben Wissenschaftler der Universität von Mexiko-Stadt soeben Erbgut von gentechnisch veränderten Maissorten auf Feldern im Bundesstaat Oaxaca gefunden. Das Forscherteam um die Molekularbiologin Elena Alvarez-Buylla untersuchte fast 2000 Proben aus der Region Sierra Juarez. Etwa ein Prozent davon enthielt DNS-Sequenzen, die nur in gentechnisch veränderten Maissorten vorkommen (Molecular Ecology, Bd.18, S.750, 2009).
Die Wissenschaftler bestätigen damit das Ergebnis einer heftig umstrittenen Studie, die zwei amerikanische Forscher im Jahr 2001 in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten. Ignacio Chapela und sein damaliger Doktorand David Quist hatten sechs Maisproben aus Oaxaca untersucht; in vier von diesen fanden sie Erbgut aus gentechnisch verändertem Mais, wie er auf Millionen Hektar in den USA angebaut wird.
Eine der bekanntesten Gentech-Sorten ist der Mais Mon810 der Firma Monsanto. Ins Erbgut dieser Pflanze, die auch in Deutschland angebaut wird, wurde ein Gen aus dem Bakterium Bacillus thuringiensis eingeschleust. Die Pflanzen sind daher in der Lage, ein Gift herzustellen, das die Larven eines gefährlichen Schädlings, des Maiszünslers, tötet.
Die Studie von 2001 wurde von vielen Wissenschaftlern kritisiert, bis sich schließlich auch der zuständige Nature-Redakteur distanzierte und die Veröffentlichung als Fehler bezeichnete. Die aktuelle Untersuchung der mexikanischen Biologen scheint jedoch den beiden amerikanischen Forschern Recht zu geben.
Wo kommen die fremden Gene her?
Aber wie konnten die fremden Gene des Hightech-Mais auf die Felder der abgelegenen Region Oaxaca kommen? Theoretisch vorstellbar ist, dass der Wind die Gentech-Pollen aus den USA bis nach Mexiko getragen hat. Wie weit der Wind Maispollen transportieren kann, ist unter Forschern umstritten.
Es gibt Angaben von mehreren hundert Kilometern am Tag. Doch in der Praxis konnten bei einer Untersuchung in den USA schon 300 Meter von einem Feld mit transgenem Mais entfernt keine Spuren des manipulierten Erbguts mehr nachgewiesen werden. Zudem sind Maispollen ziemlich schwer und nur etwa 24 Stunden lang befruchtungsfähig. Dass die fremden Gene aus den USA bis nach Oaxaca geflogen sind, ist daher unwahrscheinlich.
Stephanie Töwe, Gentechnikexpertin bei Greenpeace, vermutet vielmehr, dass sie aus Gentech-Mais stammen, der in mexikanischen Supermärkten als Nahrungsmittel verkauft wird. Anders als der Anbau, ist der Import genmanipulierter Maissorten in Mexiko erlaubt. Das Land führt jedes Jahr mehrere Millionen Tonnen davon aus den USA ein.
"Es ist gut vorstellbar, dass Pollen des Supermarkt-Mais aus den USA mexikanische Sorten befruchten, so dass sich die beiden vermischen", sagt Töwe. Eine dritte Erklärung wäre, dass Bauern in Mexiko den aus den USA stammenden Gentech-Mais illegal angepflanzt haben.
Welche Auswirkungen die fremden Gene auf den Mais in Mexiko haben können, ist umstritten. Gentechnik-Kritiker wie Stephanie Töwe sehen sie als Gefahr für die Artenvielfalt. "Die unkontrollierte Ausbreitung solcher Gene kann die Eigenschaften der ursprünglichen Sorten verändern und unter Umständen sogar die Ernte und die Existenzgrundlage der mexikanischen Bauern gefährden", sagt Töwe.
Befürworter der Grünen Gentechnik argumentieren, dass sich Erbgutschnipsel aus den Hightech-Mais nur in Mexiko etablieren können, wenn sie die Eigenschaften der dortigen Arten verbessern. Ohnehin würden sich die vielen verschiedenen Maissorten in Mexiko ständig verändern, da die Bauern seit Jahrtausenden verschiedenste Pflanzen miteinander kreuzen.
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(SZ vom 24.02.2009/mcs)
tja, da hat nun jeder seine eigene position. warum man nun so drauf besteht und versucht, die meinung der anderen zu diskreditieren, versteh ich nicht so ganz. rechthaberei, oder leidenschaft... oder es gibt die ruhigen wissenschaftler, die immer mit viel geduld und sachlichkeit rangehen. und dann gibt es - bei der frage des genmais, die vielen leute, denen das alles nicht so ganz geheuer ist und sich auch fragen, wozu das eigentlich gut sein soll. und diejenigen, die eben diese leute als bremse der forschung betrachten. und diejenigen wenigen, die wohl fuer monsanto arbeiten, und deren existenz direkt von dem firmenerfolg abhaengt.
fuer meinen teil empfehle ich fuer alle die lektuere
wewewe .campact.de/img/gentec/docs/Studie_Verbot_MON810.pdf
und bitte mal alle allergiker, sich zu fragen, wo denn die allegie jedes jahr herkommt?
oder alle angehoerigen von alzheimer patienten....
das BSE syndrom.....
alle unerklaerlichen zivilisationskrankheiten, die in den letzten 60 jahren aufgetaucht sind.....
aber ist ja nur eine idee, beweise gibt es ja nicht, noch nicht mal fuer die laeukemiekranken, die verhaeuft im umkreis von atomkraftwerken auftreten (wobei das statistisch sicher auch ein zufall sein kann)...
ansonsten ein hoch auf monsanto und den tollen schmetterlings-milzbrand mais - immer her damit! vielleicht koennte man ja auch ein kartoffelkaefer autoimmunkrankheit erfinden, AIDS fuer das krabbelvieh, oder fuer die liebestollen tauben hier bei mir im hof (die ganze nacht geht das hier ab - das nervt!!!) so ein schlafmittel a la contergan, dann iss mal ruhe, und die naechste generation hat dann gar keine fluegel mehr...hahahah....zwei fliegen mit einer klappe, quasi! find ick genial....zum glueck ist der phantasie hier mal einfach keine grenze gesetzt, schoen weiter DNA-lego spielen...
Die Wahrheit ist: Wikipedia ist der Weg.
Wer ihn nur richtig beschreitet, hat gute Chancen die Quellen zu finden!
In der Studie von Univ.-Prof. Jürgen Zentek (Veterinärmedizinische Universität Wien)
hatetepe://www.bmgfj.gv.at/cms/site/attachments/3/2/9/CH0810/CMS1226492832306/forschungsbericht_3-2008_letztfassung.pdf
nachzulesen:
"Das erste Versuchsdesign war eine Multigenerationenstudie
mit 4 Mäusegenerationen. Das zweite Versuchsdesign war die Methode der fortlaufenden Zucht (RACB) mit 4 Würfen."
"Der zweite Teil des Textes mit den ominösen mikrobiologischen Strukturen ist eine reine Spekulation des Autors. Der Studienautor selber lehnt eine solche Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Menschen ab. "
Muss er ja wohl; zum einen 'werfen' Mensch nicht so oft, zum anderen hätte er aus dem Bereich der genetischen Wunderheiler massive Anfeindungen zu erwarten.
Wikipedia? Ist das Ihr ernst? Dort ist von "generationen" die Rede, in Wahrheit handelte es sich um "Würfe". Wikipedia ist keine Quelle!
Der zweite Teil des Textes mit den ominösen mikrobiologischen Strukturen ist eine reine Spekulation des Autors. Der Studienautor selber lehnt eine solche Übertragbarkeit der Ergebnisse auf Menschen ab.
Andere Studien zum Thema haben andere Ergebnisse gefunden.
Insgesamt gibt es auch Stimmen die positive Auswirkungen erwarten, da die Mykotoxinbelastung bei Bt-Mais deutlich reduziert ist.
aus: hatetepe://de.wikipedia.org/wiki/Genmais
Nach Untersuchungen der Veterinärmedizinischen Uniklinik Wien an Mäusen können die transgenen Maissorten MON 810 und NK 603 die Fruchtbarkeit von Mäusen beeinträchtigen. In der Fütterungsstudie wurden die Versuchsmäuse über 20 Wochen und vier Generationen mit einer aus NK 603 und MON 810 gekreuzten Maissorte gefüttert. Diese Maissorten sind seit 2007 in der EU als Lebens- und Futtermittel zugelassen. Erst in der dritten Mäusegeneration sind laut Studie zum ersten Mal "statistisch signifikante" Unterschiede bei der Anzahl der Nachkommen zwischen den Versuchstieren und einer Kontrollgruppe aufgetreten. Auch in der vierten Generation hatten die mit Gentech-Mais gefütterten Tiere weniger Nachkommen.
Da der mikrobiologische Fortpflanzungsmechanismus bei allen Lebewesen auf ähnlichchen Strukturen beruhen, sind nicht nur Auswirkungen an Mäusen zu erwarten, sondern auch an allen anderen Lebewesen, die mit Mais gefüttert werden oder Mais als Nahrungsgrundlage nutzen.
Aber wer weiß .... vielleicht steckt dahinter ja eine Strategie, mittel- bis langfristig das Bevölkerungswachstum zu stoppen oder vielleicht sogar umzukehren sinniert ...
Kuni
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