Auch Vögel stecken ihren Schnabel häufig in Sachen, die für sie neu sind. Doch wie erkundungsfreudig sie sind, hängt von ihrem Ergbut ab.

Max-Planck-Wissenschaftler haben bei Kohlmeisen ein Neugier-Gen nachgewiesen. Das Gen mit der Bezeichnung Drd4 enthalte die Bauanleitung für einen Rezeptor, der im Gehirn Andockstelle für den Botenstoff Dopamin ist, berichtete die Max-Planck-Gesellschaft in München.

Deutsche Forscher haben bei Kohlmeisen ein Neugier-Gen identifiziert. (© Foto: dpa)

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Bei Vögeln mit einer bestimmten Variante dieses Rezeptors beobachteten die Wissenschaftler ein deutlich ausgeprägteres Erkundungsverhalten als bei Vögeln mit anderen Formen des Gens.

Die Wissenschaftler stellen ihre Ergebnisse in den Proceedings B der britischen Royal Society vor (online vorab veröffentlicht, Fachartikel-Identifikationsnummer: DOI: 10.1098/rspb.2007.0337).

Eine Verbindung zwischen dem gefundenen Gen und der Neugier galt bereits seit zehn Jahren als wahrscheinlich.

Die Forscher des Max- Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen konnten jetzt den Beweis dafür erbringen, gemeinsam mit ihren Kollegen vom neuseeländischen Cawthron Institute in Nelson und dem niederländischen Ökologie-Institut in Heteren.

In Gentests beobachteten die Forscher deutliche Unterschiede zwischen zwei Kohlmeisenlinien, die sie über vier Generationen nach dem Grad ihrer Neugier ausgewählt hatten. Als Maß diente den Forschern dabei das Erkundungsverhalten der Tiere, sobald sie flügge geworden waren.

Die Forscher fanden eine signifikante Verknüpfung zwischen der Genvariante SNP830 und den unterschiedlichen Ausprägungen von Neugier.

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(dpa)