Plaudertaschen können sich freuen: Wer viel mit seinen Freunden redet, bringt damit sein Gehirn in Schwung - ähnlich gut wie mit Kreuzworträtseln.
Das Bild vom einsamen Genie - hochintelligent, aber sozial isoliert - ist möglicherweise falsch. Zwei Studien der Universität von Michigan deuten darauf hin, dass die meisten Menschen von häufigen Gesprächen mit Freunden profitieren.
Eine kurze soziale Interaktion steigert die geistigen Fähigkeiten genauso wie sogenannte intellektuelle Beschäftigungen. (© Foto: irisblende)
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Oscar Ybarra und sein Team fanden heraus, dass zehn Minuten Unterhaltung das Gehirn ähnlich positiv beeinflussen wie das Lösen von Kreuzworträtseln.
Die Ergebnisse der Forscher sollen in der Februar-Ausgabe des Fachmagazins Personality and Social Psychology Bulletin erscheinen.
Zunächst werteten die Psychologen Daten von über 3600 Erwachsenen aus, die eine andere Studie zuvor erhoben hatte. Die Forscher schauten sich vor allem die Redelust der 24- bis 96-jährigen Teilnehmer an und untersuchten sie auf einen möglichen Zusammenhang mit deren geistiger Fitness. Dabei zeigte sich: Je intensiver die Personen soziale Kontakte pflegten, desto besser schnitten sie in Intelligenz- und Gedächtnistests ab.
Oscar Ybarra und seine Kollegen überprüften die festgestellten Zusammenhänge daraufhin an 76 College-Studenten.
Sie teilten die Männer und Frauen in drei Gruppen ein: Das erste Drittel der Teilnehmer diskutierte für zehn Minuten miteinander, die zweite Gruppe löste Kreuzworträtsel und gab einen gelesenen Text wieder, die restlichen Studenten schauten einen Videoclip an. Anschließend absolvierten alle Gruppen einen Intelligenztest.
"Wir stellten fest, dass eine kurze soziale Interaktion, die nur zehn Minuten dauerte, die geistigen Fähigkeiten der Teilnehmer genauso steigerte wie sogenannte intellektuelle Beschäftigungen", sagte Ybarra. Umgekehrt habe es vermutlich negative Folgen, wenn sich Menschen von ihrer Umwelt abschotten - was in der heutigen Gesellschaft immer häufiger der Fall sei.
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(Quelle: www.medical-tribune.de/mcs)
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Wie schreibt donquichotte so schön plakativ: ""kurze soziale Interaktion", eindeutig abgegrenzt von "sogenannten intellektuellen Beschäftigungen". Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als daß die studentischen Probanden 10 Minuten lang über alles mögliche Zeugs GELABERT haben"
für mich ist "eine kurze soziale Interaktion" sehr viel mehr oder auch viel weniger als 10 Minuten labern. Offenbar wurde hier ein sehr beschränkter Ausschnitt menschlichen Verhaltens gewählt und sodann, um dem ganzen irgendeine Bedeutung zugeben, wissenschftlich höchst fragwürdig unter einem willkürlich ausgewählten Aspekt einfach in eine allgemeinere Schublade einsortiert.
Bei "Labern" kann so vieles passieren, was mit dem Labern recht wenig zu tun hat, ja ohne es womöglich sogar noch wirkungsvoller wäre.
Die ganze Studie ist in der beschreibenen Form Schwachsinn. Der Redakteur hätte vielleicht mal zehn Minuten mit seinem Kollegen reden solen, bevor er das Textchen niedergeschrieben hat ...
Näää, also wirklich - jetzt fasse ich diese Diskussion nicht mehr! Im Artikel steht ausdrücklich "kurze soziale Interaktion", eindeutig abgegrenzt von "sogenannten intellektuellen Beschäftigungen". Das heißt nicht mehr und nicht weniger, als daß die studentischen Probanden 10 Minuten lang über alles mögliche Zeugs GELABERT haben! Ich fürchte, die werten Diskutanten hier haben nicht so viel Ahnung, was Studis den lieben langen Tag an völlig belanglosen Dingen miteinander bequatschen - und dennoch verhilft es - ganz technisch, hirnphysiologisch, nur weil man sich auf einen Gesprächspartner konzentriert - zur Bereitschaft, seinen IQ zu erhöhen. Ist das so schwer ausgedrückt??
Das Problem im Artikel (oder in der Forschung - leider kann man das aufgrund der SZ-Berichterstattung nicht immer so genau wissen) liegt in der impliziten Gleichsetzung von sozialer Interaktion mit Gespräch. Es gibt sowohl das eine ohne das andere als auch das andere ohne (in relevantem Maße) das eine. Und natürlich auch beides zusammen. Es ist aber definitiv wenig erhellend, beides einfach synonym zu verwenden, denn das ist es nicht.
vielleicht lesen sie den Artikel doch nochmal...
Im beschriebenen Versuch führten die teilnehmenden Studenten Diskussionen!
Also keine sinnlosen Quatschereien
Das solche durchaus hilfreich sein können habe ich wohl erwähnt
Ein Rethorikkurs ist sicher eine gute Sache
aber reden hilft eben doch nicht immer...;-)
Auf die Gefahr hin, daß wir uns jetzt gegenseitig den Dissens erklären ... Sie hatten in ihrem 1. Beitrag geschrieben: " Da die Plaudergespräche der meisten Leute keinen tieferen Sinn haben und von einer Anstrengung des Gehirns wohl keine Rede sein kann ..." Woher wollen Sie das denn hirnphysiologisch beurteilen können (wenn doch, dann aber raus mit den Beweisen!)? Plaudern regt AUCH das Gehirn an und führt somit zu höheren Intelligenzebenen - das stand im Artikel, der also gerade NICHT einseitig urteilt, sondern die Methoden geistiger Vorbereitung erweitert sehen möchte. Übrigens allen "Stillen Wassern" sei hiermit dringend ein guter Rhetorik-Kurs empfohlen. Performanz in der Mitteilung ist nämlich auch ein Intelligenzkriterium.
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