Immer wieder sterben Menschen nach dem Tod ihres Partners innerhalb kürzester Zeit. Aber wie kann der Verlust einer geliebten Person oder der Hoffnung uns umbringen?
Nicht einmal der Tod konnte sie trennen. Innerhalb eines Tages sind in Syrien zwei betagte Eheleute eines natürlichen Todes gestorben. Mehr als 70 Jahre war das Paar aus einem kleinen Dorf in der Provinz Idlib verheiratet, da verschied am vergangenen Sonntag die 90 Jahre alte Ehefrau.
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Nach vielen gemeinsamen Jahren geht es oft nicht mehr ohne den anderen. (© Foto: Reuters)
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Keine 24 Stunden sollte ihr 95-jähriger Gatte da noch leben. Während der Vorbereitungen für die Bestattung seiner Frau starb auch er. 66 Enkel trauern um ihre Großeltern.
"Er wollte eben nicht mehr leben", werden in diesem Fall wie in vielen vergleichbaren die Verwandten, die Nachbarn und Freunde gesagt haben. Gleichwohl steht die Todesursache "gebrochenes Herz" auf keinem Totenschein.
"Plötzlichen Herztod" nennen Ärzte das Phänomen, das sie nicht erklären können. Doch häufig leiden Menschen, die in besonderen Situationen unvermittelt und ohne Anzeichen körperlicher Symptome sterben, gar nicht an Herzproblemen.
"Solche Todesfälle sind seelischer Natur", sagt der Zürcher Psychotherapeut und Physiker Gary Bruno Schmid, der vor wenigen Jahren über das Phänomen des psychogenen Sterbens, über den "Tod durch Vorstellungskraft", ein Buch im wissenschaftlichen Springer-Verlag veröffentlicht hat.
Anlass für seine Recherche waren eigene schmerzvolle Erfahrungen mit dem schwer fassbaren Phänomen. Schmids Vater verschied 66-jährig, kurz nach seiner Pensionierung. "Er war vital und guter Dinge", erinnert sich Schmid. "Aber von heute auf morgen starb er, mitten in der Nacht."
"Plötzlicher Herztod", diagnostizierte auch damals der Hausarzt, und Schmid wunderte sich, "wie locker er mit dem Totenschein umging". Der Psychotherapeut glaubt, dass seinem Vater mit der beruflichen Aufgabe auch der Lebenswille abhanden kam, und sammelt seither ähnliche Fälle.
Einer von zehn Todesfällen ohne Erklärung
"Es kommt immer wieder vor, dass Erwachsene im besten Alter aus voller Gesundheit heraus sterben", sagt auch Wolfgang Eisenmenger, Leiter der Rechtsmedizin der Universität München. Für zehn Prozent aller Todesfälle fänden Pathologen keine Erklärung - wie etwa bei jener Mutter mittleren Alters, der ihr eigener Sohn ein Messer in den Oberschenkel gestochen hatte. "Obwohl die Wunde nicht tief war, starb sie noch im Krankenwagen", sagt Eisenmenger.
Ähnlich ratlos blieben die Mediziner auch bei den unverheirateten Zwillingsbrüdern William und John Bloomfield, die im Mai 1996 bei ihrem täglichen Abendessen in einem Restaurant zusammensaßen, als plötzlich einer der beiden 61-Jährigen tot zusammenbrach. Während sich Restaurant-Besucher noch um ihn kümmerten, tat auch der andere seinen letzten Atemzug - keine zwei Minuten später.
Selbst Sektionen nach allen Künsten der Pathologie ergeben in solchen Fällen keinen Todesgrund. Es gab keine Veränderungen an Gehirn, Herz oder Lunge, die auch nur annähernd eine Erklärung dafür lieferten, weshalb die Menschen sterben mussten. Ein Tod aus der Seele scheint wahrscheinlich: "Freud nannte das "Sich sterben lassen", sagt Horst Kächele, Leiter der Psychosomatik an der Universität Ulm.
Trotz ihrer mitunter erfolglosen Spurensuche akzeptieren nicht alle Rechtsmediziner und Pathologen die Macht der Seele über das Leben. Sie fahnden oft zwanghaft nach einem physiologischen Auslöser - und schreiben jenen meist dem Herzen zu. Lungenembolie, Kreislaufversagen oder "Ursache unbekannt" sind weitere Vermerke, die in den Totenscheinen der "AGs", der "außergewöhnlichen Todesfälle", auftauchen.
So ergab eine Studie, dass unter Witwern, die älter als 54 Jahre waren, in den ersten sechs Monaten nach dem Tod der Ehefrau die Sterblichkeit um 40 Prozent höher war als in der Normalbevölkerung desselben Alters. Drei Viertel dieser Männer starben an "Herzversagen".
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Ach jetzt schnall ich, was missverständlich formuliert war, der Aufwand, so als ob es zu teuer wäre.
Das habe ich schlecht formuliert, nein, darum geht es mir nicht.
Nicht um die Geldkosten, obwohl die Gesundheitsbranche rentabel arbeiten muss und ich
weiß, daß es viel Geld gibt oder damals gab für Intensiv-Patienten, daß diese Überlegung eine Rolle spielte, also wieviel Patienten auf Station sind. Also ich wette, daß es irgendwo Reanimationen gab, weil man belegte Betten brauchte, wie es nun mal so ist mit Kostenüberlegungen, daß das die Entscheidung mit beeinflusst hat.
Es geht mir um die Einstellung, das Leben unter allen Umständen, hinauszögern zu wollen.
Also der Aufwand, die Schläuche, der Mensch wird halb Automat und kann sich oft nicht wehren, das war mein Punkt und ich hab den falsch formuliert.
FG
Was ist an meinem Beitrag so ätzend?
Die halbe Welt glaubt an Reinkarnation, also, im Westen glaubt man die Kirchensachen oder daß es aus ist. Also wird man das Argument ja mal bringen können, die dritte Meinung.
Zweitens hinterfrage ich, der ich tausende kranke und alte Leute kennengelernt habe, als Krankenpfleger, das allgemeine Erwartungsmodell über Glück und Alter. Es steht nämlich im Feuilleton und wird an Bürgertischen unreflektiert in die Welt gequatscht, hat aber mit dem Leben nicht so viel zu tun.
In den 3 Monaten Intensivstation habe ich erlebt, wie eine 88-jährige Dame, die erkennbar
schon drüben war oder fast entschwunden, etwa noch 50-60 Kilo schwer, von einer Gruppe Intensiv-Täter muss man schon fast sagen, überfallen wurde, es waren so 6-8
Ärzte und Schwestern, die die Frau in die Mangel nahmen, ihr alle Rippen gebrochen haben, Schläuche in sie steckten und literweise Supra pur vollgepumpt haben. Wer weiß, was da abgeht, wenn man hinübergeht und die genau dabei so etwas machen?
Eine andere Frau wollte ebenfalls nicht reanimmiert werden, vielleicht weil sie innerlich ihren Frieden mit der Endlichkeit ihres Körpers gemacht hatte (wäre das möglich?) und versuchte, sich den Tubus wieder rauszuziehen, worauf man ihr die Hände fest gebunden hat.
Das waren die zwei krassesten Fälle (Wobei die ihr Handwerk bestens drauf hatten, nur Fragen durftest Du nicht stellen oder Antworten nicht erwarten)
in nur drei Monaten.
Mein Chirurgie-Lehrer (ein Privat-Dozent, später Professor) in der Ausbildung sagte vor unserer Klasse, wenn das, was auf den Intensiv-Stationen damals (Ende 90er) üblich war, mit ihm gemacht würde und er wieder auf die Beine käme, würde er sich eine Waffe kaufen und erst die Ärzte erledigen und dann sich. War sicher nicht wörtlich gemeint, sondern nur, um die Situation zu verdeutlichen.
Für diese Aussagen gibt es meine Unterschrift, wenn nötig.
FG
Geht man von Reinkarnation aus, was viele Menschen auf der Welt tun, dann erscheint es nahe liegend, daß nicht jede Inkarnation mit dem statistischen Durchschnittsalter endet.
Sieht man dann noch den Grund der Reinkarnation in Erfahrungen, die die Seele sammeln möchte, wird dieses allgemein angenommene Durchschnittsglück fraglich, ähnlich wie der Aufwand, der betriben wird um Mitte 80-Jährige eine Woche länger am Leben zu erhalten.
Damit lässt sich viel verdienen, die Leute dann noch so zu behandeln.
Ich war während meiner Ausbildung 3 Monate auf einer Intensiv-Station und weiß, wovon ich rede.
FG