Hartnäckige Stereotype: Frauen gelten in den Naturwissenschaften immer noch als weniger fähig als Männer - und zwar weltweit. Das wirkt sich auch auf ihre Leistungen aus.
Knapp drei Viertel der Menschen weltweit halten Frauen für schlechter in Mathe, Chemie und Physik als Männer. Das ist das Ergebnis einer Online-Untersuchungen mit mehr als 500.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 34 Ländern.
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Aha, so geht das also: Er zeigt, wie es geht, und sie schaut zu - in naturwissenschaftlichen Fächern werden Männer immer noch für kompetenter gehalten. (© Foto: iStock)
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Ein internationales Team von Psychologen testete dabei, wie sehr die Versuchspersonen Geisteswissenschaften mit Frauen und Naturwissenschaften mit Männern verbinden. 72 Prozent der Versuchsteilnehmer assoziierten demnach männliche Begriffe wie Vater und Sohn leichter mit Biologie, Chemie und Physik als mit Kunst oder Literatur (PNAS, online).
Vielen Menschen ist allerdings gar nicht bewusst, dass sie solche Vorurteile haben oder sie würden es nicht zugeben. Die Psychologen arbeiteten daher mit sogenannten Impliziten-Assoziations-Tests (IAT). Diese können Unterschiede zwischen dem Bewussten und dem Unbewussten zeigen.
In den IA-Tests mussten die Probanden Begriffe möglichst schnell zuordnen; zum Beispiel Chemie zu den Naturwissenschaften, Mutter in die Gruppe "Weiblich". Anschließend wurden die Kategorien vermischt. "Je enger eine Person beide Konzepte gedanklich verbindet, desto einfacher wird es für sie, zu reagieren", sagt Konrad Schnabel vom psychologischen Institut der Humboldt Universität Berlin.
Schnabel betreute die IA-Tests in Deutschland. 25 Forscher aus 14 Ländern hatten für die Tests zusammengearbeitet. Die Studie ist Teil von "Project Implicit", bei dem jeder im Internet seine Assoziationen erproben kann. Neben dem Naturwissenschaften-IAT gibt es dort Tests zu vielen weiteren Themen, wie Alter, Religion und Hautfarbe.
Die aktuelle Studie zeigt noch mehr: Starke Vorurteile haben offenbar reale Auswirkungen. In Ländern, in denen die Menschen besonders ausgeprägte Ansichten über die verschiedenen Rollen der Geschlechter hatten, schnitten Achtklässler tatsächlich auch wesentlich besser im Mathematik-Unterricht ab als ihre Mitschülerinnen.
(SZ vom 24.06.2009/gal)
Konsequenz der Loveparade-Katastrophe
Ich wuerde eher sagen: Mathe+PHYSIK !
Vor allem PhysikerINNEN sind selten.
Natuerlich gibt es einige ganz hervorragende Physikerinnen. Und Lise Meitner hat zu Unrecht nicht den Physik-Nobelpreis erhalten, gar keine Frage. Aber herausragende Physikerinnen sind selten.
Hoechstwahrscheinlich gibt es dafuer auch zivilisationserzeugte Gruende. Aber wieso sollte man anthropologische Gruende gaenzlich ausschliessen koennen?
... koennen in ganz unterschiedlicher gestalt auftreten.
Das - immer wieder sich aendernde - natuerliche Umfeld, das im Laufe der Evolution den Menschen hervorgebracht hat, hat sicherlich keinen besonderen Selektionsdruck hinsichtlich mathematischer Faehigkeiten erzeugt.
Aber an vielen Beispielen aus der nichtmenschlichen Natur, bei naeheren und auch ferneren Verwandten des Menschen wie bei anderen Tieren sehen wir, dass maennliche und weibliche Tiere tendenziell unterschiedliche Faehigkeiten und Naturelle haben. Maennliche Affen, auch bei den Hominiden, sind im Durchschnitt signifikant aggressiver als die weiblichen.
Warum sollen neben durchschnittlichen Unterschieden in koerperlichen und charakterlichen Merkmalen sich nicht auch - mittelbar - Unterschiede ergeben haben, die erst durch spezifische Anforderungen der "kuenstlichen" Umwelt der menschlichen Zivilisation zutagetreten?
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass aus irgendwelchen gar nicht leicht zu umreissenden Gruenden eher bei Maennern mathematische Hochbegabungen auftreten. Vielleicht gehoert dazu ein Touch "autistischen" Verhaltens oder eine
willensstarke "Denkaggressivitaet", staekste Widerstaende eines schwierigen Problems zu durchbrechen, oder was auch immer. Jedenfalls irgendetwas,
das eher bei Maennern vorkommt.
Meies Erachtens ist es ein VORURTEIL, noch dazu ein ideologisch ziemlich aufgeladenes, ohne Ruecksicht auf empirische Fakten wissen zu wollen, dass Frauen und Menner im Prinzip fuer alle in unserert Zivilisation vorkommenden Arbeiten und Aufgaben gleich gut geeignet seien. Da wurde und wird eine menschenrechtlich legitime Gleichberechtigungsforderung in ein fragwuerdiges Gleichheits- und Unisex-Dogma umgemuenzt.
Lanfristig fuehrt das auch zum Verschwinden der polaren Archetypen Vater und Mutter, die sehr unterschiedliche emotionale Konnotationen besitzen. Die meisten Journalistinnen sind schlicht unfaehig, so etwas vorurteilsfrei zu diskutieren oder gar zu durchdenken, so meine Beobachtung.