Verliebte als Zwangsneurotiker. Wissenschaftler erforschen den Weg in die Partnerschaft.
Als Sina zum ersten Mal Lars trifft, findet sie ihn ganz nett und gutaussehend.
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(© Foto: Patrizia Odyniec)
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Lars gefällt an Sina, wie sie das Gesicht zusammenkneift, wenn sie etwas ganz besonders ernst meint.
Sie liebt mich - sie liebt mich nicht
Einige Abende und Rotweine später haben sich die beiden verliebt. Sina findet es gut, dass Lars sich nicht von ihr herumkommandieren lässt, denn das haben bisher alle Männer getan.
Lars bekommt Herzklopfen, wenn Sina die Spielfiguren vom Brett wirft und trotzig guckt, weil sie kurz davor ist bei "Mensch-Ärger-Dich-Nicht" zu verlieren.
Warum sich ausgerechnet Sina und Lars ineinander verliebt haben, können auch Wissenschaftler nicht erklären - aber immerhin haben sie die eine oder andere Idee.
"Die Attraktivitätsforschung bietet einige Erklärungsansätze", erklärt Eckart Rüther von der Universität Göttingen. "Zum Beispiel macht ein symmetrisches Gesicht begehrenswert, aber auch besondere Fähigkeiten können anziehend wirken."
Eine Rolle spielen bei der Partnerwahl offenbar auch die sogenannten Pheromone, körpereigenen Duftstoffe.
Der Individualgeruch teilt anderen mit, ob man sich genetisch ähnlich oder unähnlich ist. Wissenschaftler vermuten, dass es in der Natur die Tendenz gibt, genetisch eher unterschiedliche Individuen zur Fortpflanzung zusammenzubringen. Dann ist der Nachwuchs besser gewappnet gegen Krankheiten, Bakterien und Parasiten.
Eine Prognose, wen Amors Pfeil trifft und wen nicht, lässt sich allerdings auch aufgrund dieser Kriterien nicht stellen
Was jedoch im Gehirn von Verliebten passiert, ist mittlerweile gut erforscht.
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