Der Sommer am Mittelmeer wird wegen des Klimawandels in einigen Jahrzehnten möglicherweise unerträglich heiß. Die Tageshöchstwerte könnten um bis zu sieben Grad steigen, warnen US-Wissenschaftler.

Die derzeit heißesten Sommertemperaturen im Mittelmeerraum könnten bis zum Ende des 21. Jahrhunderts die niedrigsten des Sommers sein, warnte Jeremy Pal von der Loyola Marymount University im US-Bundesstaat Kalifornien, der mit anderen Wissenschaftlern für die Studie mit Modellrechnungen Temperaturanstiege für einzelne Städte und Regionen des Mittelmeerraums ermittelte.

Klimawandel Mittelmeer

Nizza: auch hier steigen die Temperaturen in den nächsten Jahrzehnten möglicherweise stark an. (© Foto: dpa)

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Die Tageshöchstwerte werden demnach in der Region bis 2100 zwischen vier und sieben Grad steigen. Mit einem noch höheren Anstieg von 8,5 Grad im Schnitt werde Frankreich am meisten unter dem Klimawandel leiden, hieß es in der Studie.

Die Zahl der Tage mit gefährlich heißen Tage wird der Untersuchung zufolge im Mittelmeerraum zwischen 200 und 500 Prozent ansteigen (Geophysical Research Letters, Vol. 34. L11706, 2007).

So werde die Zahl der unerträglich heißen Tage pro Sommer in der im Norden Frankreichs gelegenen Metropole Paris um 49 ansteigen, in Athen und der ostspanischen Küstenstadt Valencia um jeweils 48 und im israelischen Tel Aviv sogar um 55.

Für die Küsten von Portugal, Spanien, Süditalien und einen Großteil des östlichen und südlichen Mittelmeergebiets liegt der Schnitt demnach bei 40 gefährlich heißen Tagen mehr. Der Klimawandel wird sich laut Studie unterschiedlich stark auswirken. In feuchten Küstengegenden müsse mit schwerwiegenderen Folgen gerechnet werden als im Binnenland und in höher gelegenen Regionen wie den Alpen.

Eine deutliche Verringerung der Produktion klimaschädlicher Treibhausgase kann den vorhergesagten Temperaturanstieg laut Studie verringern, jedoch nicht mehr verhindern. Der Mittelmeerraum ist demnach besonders anfällig für einen Klimawandel und wird daher stärker unter Hitze und Trockenheit leiden als andere Weltregionen.

Dadurch würden Menschen, Landwirtschaft und wirtschaftliche Stabilität gefährdet, warnten die Autoren. In Frankreich waren 2003 bei einer Hitzewelle rund 15.000 Menschen ums Leben gekommen.

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(AFP)