Bei manchen Fischen führt der Klimawandel dazu, dass mehr Männchen als Weibchen auf die Welt kommen.
Dank Klimawandel kommen bei manchen Fischen mehr Männchen als Weibchen auf die Welt. Bei diesen Arten hängt das Zahlenverhältnis der Geschlechter von der Wassertemperatur ab. Mit steigenden Temperaturen aber schlüpfen eher Männchen als Weibchen aus befruchteten Eiern, haben Forscher vom Institut für Meereswissenschaften in Barcelona herausgefunden (PloS ONE, Bd.3, S.e2837, 2008).
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Bei 40 Fischarten - darunter viele Buntbarsche - führen höhere Temperaturen entweder zu mehr Männchen oder mehr Weibchen. (© Foto: Redspider/Verwendung gemäß GNU-Lizenz für freie Dokumentation)
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Ein Temperaturanstieg um ein oder zwei Grad Celsius führt bei manchen Fischen zu einem Männchenüberschuss von drei zu eins. Da die Fortpflanzung in erster Linie von der Zahl der Weibchen abhängt, könnte es für diese Arten schwierig werden, sich ausreichend zu vermehren, wenn in Folge des Klimawandels die Wassertemperaturen steigen.
Davon könnten laut den Autoren auch einige wirtschaftlich und ökologisch bedeutende Arten betroffen sein: etwa argentinische "Silversides". Am häufigsten tritt das Phänomen bei südamerikanischen Buntbarschen auf.
Bisher hat man bei 59 Arten angenommen, dass höhere Temperaturen entweder zu mehr Männchen oder mehr Weibchen führen. Die nun präsentierte Studie zeigt, dass dies nur auf 40 Arten zutrifft, dass es aber nur ein Muster gibt: das für die Arterhaltung ungünstigere mit mehr Männchen.
Für ihre Untersuchung haben die Forscher vielerlei Studien ausgewertet, auch solche, die den Einfluss der Temperatur in freier Wildbahn analysierten. Ältere Studien basierten den Autoren zufolge meist auf Labortests. Dass Wärme über das Geschlecht entscheidet, kennt man auch von Reptilien.
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(SZ vom 30.07.2008/mcs)
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Es gibt ein ganz neues Peer-to Peer Papier von D. KOUTSOYIANNIS, A. EFSTRATIADIS, N. MAMASSIS & A. CHRISTOFIDES On the credibility of climate predictions Hydrological SciencesJournaldes Sciences Hydrologiques, 53 (2008).
http://www.climateaudit.org/?p=3361#comments
Das Fazit der Untersuchungen :
Here we compare the output of various models to temperature and precipitation observations from eight stations with long (over 100 years) records from around the globe. The results show that models perform poorly, even at a climatic (30-year) scale. Thus local model projections cannot be credible, whereas a common argument that models can perform better at larger spatial scales is unsupported.
Will sagen: die Klimamodelle sind nicht geeignet, Voraussagen über Temperaturen zu machen. Es scheint daher unwahrscheinlich, dass man aufgrund fehlerhafter Voraussagen angeben kann, wie sich die angeblichen Temperaturveränderungen auf die Tierwelt, hier sogar im Meer, auswirken werden.
Aber da hierr Unsicherheit besteht, muss ein neues Forschungsprogramm in die Wege geleitet werden. Will sagen, mehr Geld muss locker gemacht werden.
Bei uns Menschen hat das keine Konsequenzen, soweit ich weiß entscheidet hier die Meiose zwischen Männlein und Weiblein. Und bei allen anderen Säugetieren ist es ebenso. Bei Krokodilen widerum (kein Säugetier!) entscheidet auch die Temperatur.
Mh, die Studie verwundert mich. Bei steigenden Temperaturen sollen insbesondere bei den südamerikanischen Buntbarschen mehr Männchen als Weibchen aus ihren Eiern schlüpfen? Da ist der Mensch als Säuger zumindest in Brasilien anders geartet. Dort herrscht ein hoher Überschuss an Frauen, um das einfach mal ganz technisch auszudrücken. Vielleicht sollte diese Studie auf Säugetiere ausgedehnt werden. Ich befürchte, dass die Forscher da zu ganz anderen Erkenntnissen gelangen als bei den Buntbarschen. Gerät das Verhältnis zwischen Weiblein und Männlein immer mehr aus dem Gleichgewicht? Was hat das für Konsequenzen?